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Lebensdauer eines Flachankers? - Fallerista - 12-03-2013 Ich habe mir in den letzten zwei Jahren meine Erstflotte aus den 60-igern zu einer kleinen Wunschflotte aufgestockt. Dabei war abgesehen von den bekannten Model Motoring Problemen nur ein defekter Anker in einer zweistelligen Zahl von Faller Flachankern und T-jets dabei. Häufige Ersatzteile zum "Restaurieren" von Ebay Gurken eigentlich nur Reifen und Kohlen, Führungsstifte, manchmal Federn. Bin täglich neu beeindruckt, wie solide die kleinen Dinger sind und wie schnell sich eine total feste US-Möhre in einen kleinen Renner verwandelt. Ich frage mich allerdings, wie lange eigentlich ein Flachanker hält. Gibt es z.B. eine nennenswerte Abnutzung auf der Kupferfläche, so dass die irgendwann durchgescheuert ist? Faller hat ja Werte für den Austausch angegeben, aber daran hat sich wohl niemand gehalten. Heute sind Ersatzflachanker eher selten im Angebot. Praktisch mache ich mir keine großen Sorgen, denn der jetzt größere Bestand verteilt die Lasten hoffentlich so, dass ich 2035 noch mit den gleichen Ankern meine Runden ziehe. Aber Eure Vielfahrer-Erfahrung interessiert mich sehr. Schöne Grüße Christian Lebensdauer eines Flachankers? - JoergR - 12-03-2013 Hallo Christian, deine Vermutung, daß der eigentliche Verschleiß auf dem Kupfer-Kollektor ist, ist richtig. Ich habe noch keinen Flachanker geschafft! Ich habe einige Erfahrung mit den alten G-Plus Chssis/Motoren. Wir haben vor ca. 30-50 Jahren jeweils mit einem Satz von 2x 4 Autos über viele Jahre Rennen durchgeführt und ich habe die gewartet. In einer Saison wurden da so 5-6 Rennen von je 4 Stunden Renndauer (eine Stunde auf jeder Spur) als Mannschaftsrennen mit fliegendem Wechsel und so . . ) durchgeführt. Im Wesentlichen wurde dabei immer mit dem gleichen Fahrzeug gefahren. Jedes dieser Chassis hat also vielleicht so 100 volle Stunden im Rennbetrieb hinter sich (wir sind zu der Zeit mit den dicken Märklin-Trafos gefahren, die so ca. 16-18V hatten!) Die Chassis habe ich heute noch. Das Kupfer der Kollektoren zeigt eine deutlich eingefahrene Vertiefung, ist aber (immer) noch nicht durch. Nach einem ordentlichen Service würden die sicher wieder laufen. Etwas kritisch bei diesen Chassis ist, daß die vorderen Felgen (einzeln drehend) in den Achslöchern inzwischen heftig ausgeschlagen sind, sodaß die Vorderräder ein reges Eigenleben führen. - Aber alles ist noch voll funktionsfähig. Das Blech auf den Kollektoren ist bei diesen G-plus Ankern deutlich dicker als bei den Flachankern. Auf der anderen Seite ist aber der flächige Andruck der Kohlen bei den Flachankern deutlich geringer, da die Kohlen eine viel größere Auflagefläche haben als die bei den dünnen Kohlestiften, welche dann teilweise auch noch mit größeren Federkräften angedrückt werden. Es wurden früher von mir solche Rennen auch mit den T-Jet und auch Faller-Flachankern bestritten. Das eine oder andere Chassis hat da auch etliche solcher 4Stunden-Rennen gesehen bei 16-18V Spannung! Mir ist keines abgeraucht und die Teile laufen heute noch! Die Feststellung ist also richtig: Bei guter Wartung können unsere Spielzeuge so einiges aushalten! Als Impression der damaligen Aktivität (vor ca. 40 Jahren) beiliegend ein Bild der von mir teilweise eingesetzten selbstgefalteten Lexankarosserien. Die sind so lädiert, weil sie jeweils schon einige solcher 4Stunden Rennen überlebt haben! Die Weiße sitzt auch einem T-Jet Chassis und die Blaue auf dem letzten Faller Chassis, was unter den Chaparals eingesetzt wurde (mit den fürchterlichen Plastik-Zahnrädern, die sich immer wieder verabschieden!) Gruß aus Berlin JoergR [attachment=13099:2 old 2 klein.jpg] Lebensdauer eines Flachankers? - Fallerista - 13-03-2013 Hallo Jörg, vielen Dank für Deinen sehr interessanten Bericht. Bei den Laufzeiten wird einem ja schwindelig! Sehr schön auch die Karossen. Aus einer Zeit, in der ohne Vorbildzwang was Kreatives gebaut wurde. Habe hier auch noch zwei Kandidaten, bei denen umständehalber "Braun" zum Zuge kam. Herzliche Grüße Christian Lebensdauer eines Flachankers? - HansHH - 18-03-2013 Seufz Habe kürzlich einen reichlich welligen Flachanker-Kollektor poliert, dabei "eine Stelle" - äh: "entdeckt", dieser besonders viel Hingabe gewidmet und festgestellt, dass sie dadurch nicht etwa kleiner wurde, sondern GRÖ<span style="font-size:12px;">SSER. </span> Und das war's dann... :blink: Frage: Hat schon jemand aus dieser Runde mit Erfolg (!) die drei Kontaktflächen ersetzt? Und - falls ja: womit? Und: womit geklebt? Und: kommen Flachanker direkt in den Himmel oder müssen die erst mal wegen schlampiger Lebensführung (nicht fluchtende Bohrungen, windschiefe Kollektoren, Unrundigkeit, windige Windungen, etc.) ins Fegefeuer? - HansHH Lebensdauer eines Flachankers? - MX1954LL - 19-03-2013 Hallo Hans, damit der flache Anker nicht übers Fegefeuer in den Himmel muß, hätte ich Dir eine Ankerplatte zum einlöten anzubieten. Schick mir ne PN mit deiner Adresse, dann geht die Post ab und das Fegefeuer kann Urlaub machen. Schöne Grüße Lothar Lebensdauer eines Flachankers? - Fallerista - 20-03-2013 irgendwann heißt es dann wie bei Porsche und Land Rover: "85% aller je gebauten Fahrzeuge und Motoren sind noch im Einsatz" Lebensdauer eines Flachankers? - HansHH - 22-03-2013 Hallo Lothar! Danke für das superfreundliche Angebot. Leider kommt es zu spät. Das Leitflächen-Loch ereilte mich schon vor einigen Wochen. Inzwischen habe ich auch diesen ( :blink: ) Anker völlig abgewickelt, mich durchs Netz gewühlt zum Thema AWG (und deutschen Entsprechungen) und von einem großen Optiker eine neue Brille bekommen für "Noch-näher-Ran". Außerdem habe ich im Bastelladen Dünnblech aufgetrieben (aber wohl nicht so ideal, weil nur "verkupfert"). Und während im Hinterkopf weiter das Kollektor-Thema köchelt (was auch bei photomans Geburtstagsgeschenk eine Rolle spielen könnte, siehe dort) und während mir noch übel wird vom ungewohnten Ganz-nah-Gucken, schnitze ich an einem Inliner-Chassis mit variablem Achsstand. Baustellen, Baustellen... Man wird sehen... Aber nochmal: GANZ-GANZ DICKES DANKE!!! - HansHH |