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Noch eine "Faller-Mär"?
#1
Ich meine. an verschiedenen Stellen gelesen zu haben, dass es nur eine Faller Karosse mit kurzem Radstand gibt (Porsche 356).

 

Seit gestern Nacht weiß ich, dass das nicht stimmt. Da habe ich nämlich einen Faller Neuzugang ausgepackt, der kein 356 ist und einen kurzen Radstand hat.

 

Wer weiß es?

 

In dem Zusammenhang die Frage an die Rennprofis und Fahrdynamiker: Welchen Einfluss hat die Länge des Radstandes auf das Fahrverhalten?

 

Und: schönen 2. Advent mit viel Bastel- und Fahrspaß!

 

Christian 

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#2
Der Porsche 904 und Ferrari GTO in der ursprünglichen Ausführung haben auch den kurzen Radstand

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#3
Richtig!!!!! :-)
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#4
Hallo Christian,

 

die Frage nach dem Einfluss des Radstands auf das Fahrverhalten ist nicht einfach zu beantworten. Der erste Gedanke ist: Egal. Der Führungsstift führt das Auto durch die Kurve. Auch die Lage des Schwerpunks, der das Auto in Kurven um den Führungsstift herum drehen will, ist unverändert.

 

Andererseits hast Du aber bei vielen Chassistypen eine Vorderache, bei der sich die Räder nicht unabhängig voneinander drehen Da kann es schon eine Rolle spielen, ob die Vorderachse vor dem Führungsstift, auf gleicher Höhe oder sogar dahinter liegt. Man müsste mal das Kräftegleichgewicht, der auf der Fahrbahn reibenden Vorderräder, in Abhängigkeit von Ihrer Lage zum Führungsstift, dem Radius der durchfahrenen Kurve und der Kurvengeschwindigkeit aufstellen.

 

Mein Fahrgefühl sagt mir, dass ein Auto mit kurzem Radstand leichter um enge Kurven bewegt werden kann, als ein baugleiches Chassis mit langem Radstand.

 

Gruß

Markus

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#5
Falls "in diesem Zusammenhang" bedeutet: "keine Haftmagnete" würde ich die Aussagen von Markus unterstreichen - besonders den letzten Satz. Der widerspricht zwar dem häufig gehörten "Länge läuft", stimmt aber trotzdem. Ich könnte mir vorstellen, dass die Gewichtsverteilung zwischen Vorder- und Hinterachse da bereits eine Rolle spielt. Wenn man sich all die H-Nuller anschaut, die vorne im Deckel Blei transportieren, dann gelten hier im Fast-Allerkleinsten andere Regeln als im sonstigen Slot racing. Dort geht man - wenn ich mich recht entsinne - von einer Verteilung 40% (Vorderachse) /60% (Hinterachse) aus. Bei H-Null wird man wohl eher nach 50/50 streben - also: kurzer Radstand.


Andererseits: was den Fahrspaß angeht... :unsure:


- HansHH

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#6
Ich habe die Frage aufgeworfen, weil es in der Tat "Merkwürdigkeiten" zu geben scheint:

 

Zum Einen scheint weniger der Radstand als der Abstand zwischen Führungsstift und Hinterachse maßgebend zu sein. Beim "904 kurz" ist der Führungsstift ca. 0,7 cm hinter dem Führungsstift des Nachfolgemodells - d.h. kurzer effektiver Radstand. Theoretisch müsste er also gut um enge Kurven gehen. Praktisch beobachte ich eine erheblich größere Schlingerneigung.  Kann das daran liegen, dass die Fahrzeugmasse, die ausbrechen will, bei einem längeren Radstand durch einen größeren Hebel kontrolliert wird? Andererseits wird ja beim kurzen Radstand mehr Gewicht nach vorne verlagert, das dem Ausbrechen eigentlich entgegen wirken müßte...

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#7
Wenn ich die Karosserie des 356er richtig interpretiere, ist sogar bei dem das Fahren mit langem Radstand möglich, weil die Karosserie vorne, vor dem Rad kleine "Aussparungen" links und rechts hat. Dann wären zwar die Vorderräder leicht verdeckt aber es sollte (trotzdem) gehen auch ohne ausschleifen der Radkästen. Nur hat die Vorderachse dann keinen allzugroßen Raum für (zusätzliches) seitliches Spiel. Wink

Die Menschen hören nicht auf zu spielen, weil sie alt werden,
die Menschen werden alt, weil sie aufhören zu spielen.
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#8
- nun ich denke, alle Fallerchen haben einen Mittelmotor. Von da aus gesehen sollten sie alle ähnliche Fahrverhalten haben. Ham se abba nich!

Man denke nur an die Heckschleuder MB 220 SE Coupe - dagegen liegt der Ferrari GT auf der Strecke wie eine Flunder - mal abgesehen davon, dass der eine einen BloMo der andere einen FlaMo hat.

 

Hat jemand schon mal versucht den Fallerchen einen Frontantrieb zu verpassen? - also das Chassis mal wenden? Geht wahrscheinlichnur beim VW- Bus,oder?

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#9
Christian: Irgendwie stehe ich bei deiner Erklärung auf der Pipeline. An sich ist der Abstand Hinterachse zu Stift mehr oder weniger gleich. Die Abstände zwischen Stift und Bohrung am Führungsstift ist meines Wissens nach gleich. Einzig über das Langloch gibt es Variationsmöglichkeiten. Es kann sein, dass BloMos und Pans im Chassis von einander abweichen, wäre mir aber neu. Das einzige was sich ändert sind die Vorderachs Lagerpunkte. Das was du beschreibst trifft eher auf das Verhältnis Vorderachse zu Stift, je näher die Achse am Stift liegt desto besser kann ersich um diesen drehen. Da würde deine Hebelerklärung passen, da eine weiter vor oder hinter Stift liegende Achse diesen bei der Drehung hemmt.

 

Markus: bei dir kommen zwei Faktoren zusammen, zum einen der leicht höhere Schwerpunkt der BloMos und das längere Heck des Merc. Fahr mal einen Pan mit und ohne Karosse (besonders mit langem Überhang z.B. Diplo) dann siehst du was ich meine, selbst wenn du dem ohne Karosse einen Gewichts ausgleich mit gibst.

 

Für mich die schlimmste Kombi ist ein BloMo mit Vorderachse direkt am Stift und einem langen Überhang. Ideal wäre kurzer Radstand, Stift etwas hinter Vorderachse, Pan und kein Überhang.

 

Mario

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#10
Ich stell mal ein Vergleichsbild von dem 906 ein. Aber die unterschiedlichen Fahreigenschaften der Karossen sind schon enorm. Ganz unverständlich wird es dann, wenn ich mit meinem Ferrari im Wutzestall von einem Diplomat versägt werde...
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#11
hi hi hi

 

auch ich habe einen höllisch gehenden Diplo

der geht auch unfassbar um die kurven

 

und das mir, demjenigen, der immer auf alle chassis die porsche 904 Karosse verbaut, weil die so unfassbar gut ums eck geht

 

cu, DC

die welt braucht mehr Ver-Rückte

seht was die Normalen aus Ihr gemacht haben. DC
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#12
Grüsse nach Hamburg!
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#13
"Also bei mir ist doch der Diplodocus längst ausgestorben." Wink Tongue

Aber mal im Ernst. Die Karosserien sollten möglichst breit sein, ein möglichst kurzes Heck bzw. "wenig Überhang" hinten und möglichst zwischen den Achsen ihr (Haupt-)Gewicht haben. Gewicht/Überhang HINTER der Hinterachse wirkt eher nur auf diese, macht (vielleicht?) noch etwas mehr Grip und das ganze Auto vorne "leichter".

Gewicht VOR der Vorderachse wirkt nur auf diese, hält das Auto im Schlitz, "nimmt aber etwas Grip".:

Also:

Zusatz-Gewicht(e) möglichst zwischen den Rädern/Achsen anbringen und möglichst weit außen.

Wenn dann also eine Karosserie bzw. ein ganzes Auto "etwas schwerer" ist, kann das durchaus von Vorteil sein. Wenn aber jemand lieber mit hohen UND leichten Karosserien fährt, weil sein Fahr-STIL ganz anders ist, kann derjenige auch mit leichten Deckeln schnell und erfolgreich fahren. Ein "Muss" gibt es nach meinem Dafürhalten nicht. Auch kommt es nach meinem Dafürhalten weniger auf die (absoluten) Karosserie-GEWICHTE an, sondern viel mehr auf die Gewichte-VERTEILUNG/EN.

Bei/für Faller: da denke ich, daß alle 3 Porsches, GT, 356 und 911er, VW-Käfer, Ferrari-GT, Jaguar-E und weitere, individuelle Karosserien gut hinzukriegen sind.

Warum nicht auch ein/der "Diplodocus"?! Viel Spaß beim weihnachtlichen Basteln!

Hans a D

Die Menschen hören nicht auf zu spielen, weil sie alt werden,
die Menschen werden alt, weil sie aufhören zu spielen.
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#14
Also hier mal ein Vergleichsfoto, wie weit Radstand und Pin voneinander abweichen können. Möglicherweise ist der PIN am Porsche nicht original, aber es ist ein Faller Pin:

 

[attachment=15638:20141215_230552.jpg]

 

Wünsche viel Spaß beim gedanklichen Kurvendriften mit diesen zwei Exponaten.



Angehängte Dateien
.jpg   20141215_230552.jpg (Größe: 23,51 KB / Downloads: 16)
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#15
das scheint wohl der spezial-pin für die Faller-AMS-Formel1 rennraketen zu sein

der versetzt den pin nach hinten

evtl hat Unser Micha da ja geballtes Experten-Wissen

 

cu, DC

die welt braucht mehr Ver-Rückte

seht was die Normalen aus Ihr gemacht haben. DC
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#16
soweit mir bekannt ist sollte der Pin immer direkt unter der Vorderachse positioniert sein.

Der Abstand Pin-Schraubloch ist bei allen mir bekannten Faller Führungsstiften gleich, egal ob rot/grün für Diodenschleifer, weiss/schwarz Normal oder aber auch der grosse für die Blockmotoren....immer liegt der Pin unter der Vorderachse, zumindest bei allen Motoren mit langem Radstand und Schraubloch VOR dem Pin. Ausnahme sind auch die LKW's weil auch da die Vorderachse im kurzen Radstand eingeklipst wird.

Oft wurden auch T-Jet Pins für die Faller Autos verkauft, die sind jedoch wesentlich kürzer im Abstand Schraubloch-Pin.

@Fallerista: kannst du die beiden Autos mal von unten zeigen?

Viele Grüsse

Michael
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#17
Hallo Ihr,

 

habe auch noh einen längeren Pin, dass sieht so aus, als ob der für die Flachis der 1.Generation mit dem Blattfederschleifern

 

Mathis ( Messhuga-33  )  sollte da mehr wissen.

 

Schöne weihnachtliche Grüsse noch,

Hans

Lionel und BloMo Fan, Atlas und  jetzt wireless Sleepy Sleepy
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#18
<span style="color:rgb(40,40,40);font-family:helvetica, arial, sans-serif;font-size:14.4444446563721px;">"@Fallerista: kannst du die beiden Autos mal von unten zeigen?"</span>

 

<span style="color:rgb(40,40,40);font-family:helvetica, arial, sans-serif;font-size:14.4444446563721px;">bin leider weit weg von den Autos, aber dies hier ist der Pin: </span>

 

http://www.ebay.de/itm/Faller-AMS-Fuhrun...2a4a0115c4

 

Drehpunkt damit deutlich weiter hinten - warum auch immer...

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#19
Das ist der Pin, der für die Faller Formel 1 hergestellt wurde.

Die Stufe in dem Teil ist notwendig, da direkt unter dem Stift von diesem Teil die Befestigungsschraube für die Karosserie liegt.

Das Formel Chassis ist ja sehr lang und die Pin-Befestigung ist sehr weit vorn. Es hat eine etwas bessere Straßenlagen mit dem nach hinten versetzten Stift. 

 

Gruß aus Berlin

JoergR

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#20
Danke für das Bild, den hab ich noch nie bewusst gesehen.

Viele Grüsse

Michael
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