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Wie man einen T-Jet-Motor (wieder) schnell macht
#5
"na, dann wollen wir mal"!

wie schön, mein kleiner scherz hat immerhin über 150 aufrufe eingebracht, aber nur "3 drohungen"!

also:



1. sollte man sich nur an den chassis und motoren versuchen, die auf den ersten blick gute aussichten verspechen. dazu habe ich meine sammlung UNgebrauchter motoren (ca. 30 stück) alle OHNE öl an derselben stromquelle laufen lassen. dazu verwende ICH eine feste einstellung an einem carrera-trafo, bei der ich ALLE motoren testen kann (von h0 bis 1:24er carrera, bison und was es sonst noch alles gibt). dahinengehängt ist ein ampere-meter mit dem ich die stromaufnahmen messen kann.



(EINSCHUB. das messgerät ist nicht nötig, denn mein trafo ist nicht geregelt und nicht spannungsKONSTANT, also kann ich hier KEINE stromaufnahmen angeben. ausserdem erhöht sich ja auch die stromaufnahme, wenn irgendein "mechanisches hemmnis" den motor festhält. dazu ist meine "versuchsanordnung" sehr persönlich. sie dient mir lediglich, meine alten ohren ein wenig zu unterstützen.ENDE)



ALLE UNgebrauchten motoren wurden MIT getriebe und hinterachse verglichen. einige liefen (nach über 40 jahren ohne bewegung!) bereits überraschend gut und leise. ihr könnt euch also getrost auf eure OHREN verlassen. ausserdem waren die milliampere-zahlen nicht signifikant verschieden.



2. danach wurden ALLE an ALLEN lagern, getriebe, hinterachse und besonders am motor UNTEN mit "black gold" geölt und ein weiteres mal an der versuchsanordnung laufen gelassen. ca. 5 fielen dabei durch, d.h. der ton war einer kaffemühle ähnlich. DIESE wurden zunächst unter dem aspekt "ersatzteillager" beiseite gelegt. wieder waren die milliamperes sehr nah zusammen.



(EINSCHUB. ihr könnt euch bei dem versuch wirklich auf euer gehör verlassen, DAS liefert DIESELBEN ERKENNTNISSE UND AUSSAGEN wie das amperemeter.)



3. ALLE achsen und FELGEN wurden auf absoluten rundlauf untersucht. dazu wurden zuerst die reifen komplett entfernt. natürlich wurden auch die achsen der zuerst ausgemusterten chassis, (den "kaffemühlen") mitgetestet. ca. die HÄLFTE der felgen waren gut bis "brauchbar", d.h. man konnte sie durch laufenlassen am NICHT ZU STARKEN dremel einerseits etwas korrigieren, andererseits geht der chrombelag ab, wodurch die reifen besser verklebt werden können. das führte dazu, dass die hälfte der felgen zu gebrauchen war. selbstverständlich wurden nur richtig rundlaufende felgen zu je einer achse kombiniert.



4. es gibt verschiedene möglichkeiten, reifen abzuschleifen, der eine benutzt den dremel der andere eine reifenschleifmaschine. aber die SERIENreifen kann man OHNE behandlung kaum verwenden. meist sind irgendwo "beulen". schade eigentlich. ich schleife mit maschine. die ausgangsgrösse bei aurora-T-jet ist etwa 10 mm , (wenn ich nicht irre). nach MEINER erfahrung darf der VORDERrad-durchmesser so um 9 mm betragen. ZU KLEIN ist nichts, weil dann die schleifer keinen platz mehr zum federm haben.



(EINSCHUB. ich finde, kleinere vorderhufe sehen sch.... aus und bringen KEINEN VORTEIL.)



ausserdem braucht auch die schraube noch ihren platz. man könnte flachköpfe nehmen, aber die haben mich nicht wirklich überzeugt. nach meiner persönlichen meinung sollen die vorderrädchen 9 mm haben und die original-schraube bleiben.



5. wenn man auf die hinterhufe richtig gute silikonis packt, die richtig rund sind und gleichzeitig ALLE felgen richtig rund sind, wenn dann noch richtig runde GLEICHGROSSE vorderreifen, (messschieber bzw. "schublehre" hat wohl jeder!?), auf den vorderen felgen sind, ............. dann darf eigentlich bei keinem geraden chassis ein vorderhuf in der luft hängen. tut manchmal aber trotzdem. DIESE CHASSIS könnte man aber dennoch verwenden, wenn

a) das chassis LEICHT thermisch wieder geradegebogen wird, "nachgetempert" (aber das habe ich bei T-jet noch nicht probiert!) .... oder

b ) man verschieden grosse reifendurchmesser benutzt, um die differenz auszugleichen. ausprobieren.

in der regel sind aber AUCH bei den chassis MINDESTENS die hälfte GUT ZU GEBRAUCHEN, d.h. GERADE. d.h. wenn ich von 30 komplett-motoren ausgehe, werde ich eher 16 gerade, wirklich gute haben als 14.



6. die motoren-tests (s.o.!) habe ich in der hand ausgeführt. dadurch wäre mir sicher sofort aufgefallen, wenn davon auch nur einer gezittert hätte, d.h. eine UNwucht gehabt hätte. DAS war zum glück bei KEINEM der fall. also gehe ich davon aus, dass alle leidlich schnell sein müssten. auch die einzelnen stromaufnahmen zeigten keine auffälligkeiten. wie wir alle wissen, müssen die NOS-T-jets immer ein wenig einlaufen, bis sie gut gehen.



jetzt wird´s theoretisch: EIGENTLICH müssten die motoren drehen in abhängigkeit von der feldstärke (gauss-zahl) der magnete. wenn man stärkere dauermagnete verwendet, sollte das drehmoment höher sein, benutzt man schwächere, die drehZAHL. eigentlich.

aber die magnete sind leidlich ähnlich stark. vermutlich sind sie im effekt garnicht signifikant unterschiedlich, denn der eine motor mit "gematchten" magneten ist GENAUSO SCHNELL wie 2, die ich vor einem halben jahr in einem konvolut von lediglich 5 motoren erstanden habe. wohlmöglich ist es messUNgenauigkeit. DIE ZWEI (von NUR 5!) sind genauso schnell und laufen genauso geschmeidig, obwohl ich BEI DENEN lediglich auf die achsen bzw. felgen geschaut habe. da ich hier keine "wasserstandsmeldungen" abgeben möchte, werde ich also auch meine vermutungen weitestgehend für mich behalten. erst wenn ich neue ERKENNTNISSE habe, welche natürlich auch in der diskussion entstehen können, werde ich mich dazu äussern.

man könnte noch die kohlen behandeln, die kohleFEDERspannung verändern, oder oder oder. aber wenn erstmal ein motörchen gut geht, verändert man nicht sofort etwas, es könnte sein, dass man RÜCKschritte macht.

ausserdem muss ich , müssen WIR zunächst die ergebnisse hier im club weiter vertiefen. wenn sich neue ERKENNTNISSE ergeben, wird hier wieder etwas stehen. wir WERDEN vergleiche fahren mit eigenen autos UND denen der anderen clubmitglieder. und wenn wir dann, nach einigen vergleichsfahrten ETWAS VERÄNDERN, werden wir sehen, OB UND WAS das bringt(oder eben NICHT). zur zeit haben wir ca. 6 gleichschnelle motoren im verein. wenn wir wissen, wo die grenze liegt, werden wir versuchen durch geeignete massnahmen mehr herauszuholen. lasst uns zeit.



mein persönliches fazit ist: von allen getesteten motoren erhält man etwa die hälfte als brauchbar. insgesammt sind von 30 motoren bei mir MINDESTENS 3 richtig gut, d.h. so schnell wie die motoren des bisherigen "dominators" in unserem club. also sollte jeder aus seiner sammlung NOS- material wenigstens einen von ungefähr 10 motoren erhalten, der wirklich schnell ist, aber weitere 4-5 machen auch noch RICHTIG SPASS. es kostet natürlich etwas zeit und mühe, das ganze material zu sichten und zu selektieren, aber es lohnt sich.



wer auf das wort (WIEDER) zurückkommt, sollte zuerst seine T-jet-motörchen GRÜNDLICHST reinigen, entölen und nach den an anderen stellen beschriebenen verfahren aufarbeiten. dabei sollten alle vorsichtsmassnahmen beachtet werden, die eben DORT angemahnt wurden. dazu gehört, die einzelteile zwar GRÜNDLICH zu spülen, von mir aus auch im ultraschall, aber AUF KEINEN FALL ZU LANGE. nach dem baden bitte sorgfältig trocknen und gegebenenfalls das bad wiederholen.

auch sollte der kollektor besser mit einem radiergummi statt glasfaserstift gereinigt werden, das ist einfach schonender.

IMMER ACHTUNG bei LÖSUNGSMITTELN. die lösen alles auf nur NICHT DEN DRECK, der in den ecken und ritzen ist.

sehr gut sind auch immer die bürsten für ZAHNZWISCHENRÄUME. wenn die den dreck wegräumen, ohne das zahnfleisch zu beschädigen, können sie ja nur gut für unsere motörchen sein.

so, nun ist es genug für heute! ich habe noch bis morgen NOTDIENST, danach fängt die normale schicht wieder an. bitte lasst mich schlafen! herzliche grüsse eure rennkugel

hans
Die Menschen hören nicht auf zu spielen, weil sie alt werden,
die Menschen werden alt, weil sie aufhören zu spielen.
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Wie man einen T-Jet-Motor (wieder) schnell macht - von hansausdortmund - 28-01-2008, 23:17

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