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Motormagnete und Innenwiderstand des Motors
#4
Jetzt möchte ich auch noch meinen Senf dazu geben:

 

1. Die Magnete müssen nicht unbedingt gleich stark sein! Das hilft nur, wenn auch der Abstand zum Anker im eingebauten Zustand bei beiden Magneten genau gleich ist! Habt ihr mal nachgeprüft, ob das bei euch der Fall ist?  In der Regel ist der Abstand nicht gleich - dann helfen auch keine gleichen Magnete . . .

Die Kräfte wachsen bei den Magneten überproportional (nahezu quadratisch) mit der Veringerung des Abstandes - das heißt der halbe Abstand vervierfacht die Kraft der Magnete. Daher sind die Kräfte so sehr hoch, wenn sie aneinander liegen und schon recht schwach bei einem gewissen Abstand. Durch unterschiedlichen Abstand der Magnete bekommt man also viel leichter eine Asymetrie der Kräfte als durch nicht identische Magnete. 

 

2. Stärkere Magnete bringen auch größere Kraft beim Motor  -    aber . . .   in der Regel wird die Drehzahl geringer!

Das Ergebnis ist ein Chassis, was eine bessere Beschleunigung hat, aber eine geringere Spitzengeschwindigkeit.

Erklären kann man das vielleicht damit, daß die größeren Kräfte auch größere Seitenkräfte auf die Lagerung des Ankers erzeugen. Diese erzeugen dann einen größeren Widerstand in der Lagerung, was zu einer geringeren Drehzahl führt.  

 

3. Eine höhere Leistung des Motors erhält man nur, wenn auch die Leistungsaufnahme des Motors vergrößert wird. Das bedeutet, daß der elektrische Widerstand des Ankers reduziert werden muß, damit ein höherer Strom fließt. 

 

4. Meine Beobachtung ist, daß es zu jedem Widerstand des Ankers auch einen optimalen Bereich für die Kraft der Magnete gibt. Wenn ich einen original T-Jet Anker (ca. 18 Ohm) mit heftigen Magneten bestücke, dann ist der stärker aber die Drehzahl ist im Keller und er ist langsam. Wenn ich einen 3 Ohm Anker mit Serienmagneten verwende, dann ist er besser als ein Serienanker, aber das Potential wird bei weitem nicht ausgeschöpft. Aber auch so einen 3 Ohm Anker kann man mit den heute verfügbaren Magneten zu heftig ausrüsten. 

 

Messen der Magnete:

Die Magnetnadel- Methode geht natürlich - aber wir sind doch im digitalen Zeitalter . . . .

Man kann doch schon für 10-20€  eine kleine Digitalwaage kaufen   -    und dann die Magnete wiegen   :-))

Ja, das geht!

 

Die Kraft erhält man, indem man z.B. mit Doppelklebeband ein Stück Eisen auf die Waagschale klebt. Dann baut man (aus unmagnetischem Material!) eine kleine Brücke über die Waage, auf die man Magnete über dem Eisenstück positionieren kann. Das Eisen wird durch die Magnete angezogen und man kann die Gewichtserleichterung auf der Waage ablesen! Das geht hervorragend genau und reproduzierbar und man kann den Meßbereich durch die Geometrie des Aufbaus auf jede Art von Magnete einstellen. . . . .

Man kann sehr einfach gleichstarke Magnete selektieren - obwohl man es eigentlich nicht braucht (siehe oben)   .  . .  :-)

 

Viel Spaß beim Basteln . . .

 

Gruß aus Berlin

JoergR
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Motormagnete und Innenwiderstand des Motors - von JoergR - 28-01-2013, 00:04
Motormagnete und Innenwiderstand des Motors - von mikesch1 - 07-04-2013, 20:05

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