11-06-2013, 18:22
N'Ahmd!
Sigi, wie Du vielleicht in "heathnortons" Fotoalbum gesehen hast (klickstdu), hat der nicht nur eine spannende 1:87-Kofferbahn gebaut, sondern auch gleich die entsprechenden Modelle dazu! Genauer: Er hat sich seine Chassis selber gebaut. Fertige 1:87-Chassis gibt es auf dem Markt nicht zu kaufen (Warum nicht? Dazu später mehr). Es gab da mal einen Ansatz eines Bastlers hier aus D, aber daraus ist wohl nichts weiter geworden (eventuell weiß der allwissende LoddarM Genaueres darüber?). Hier im Forum wurde auf jeden Fall auch schon mal darüber berichtet. Ich denke, dass es sehr wohl ein ziemliches Interesse an einem 1:87-Slotcar-System gäbe - hier, bei uns, die wir mit der Fallerbahn aufgewachsen sind.
Da wären wir schon beim nächsten Stichwort: Faller! Die haben mit ihrem Carsystem eine ziemlich gute 1:87-Lösung am Start. Zugegeben: mit dem Carsystem kann man keine Rennen fahren! Aber im Forum des Miniaturwunderlandes hier in HH wird diese Möglichkeit schon lange immer mal wieder diskutiert. Und die Miwula-Bastler sind seeehr findig was das Carsystem angeht! ^_^
Jetzt noch kurz was zum Thema "Warum ist das eigentlich 1:64 und nicht 1:87?":
Michael und Hans haben haben dazu ja schon etwas geschrieben...
Genau genommen sind die Ursprünge unseres Hobbys in England zu finden. Denn der "Erfinder" des 1:76-Chassis (Hä? Wieso 1:76?) war eine gewisser Derek Brand, der 1926 in England geboren wurde und 2012 in den USA starb (klickstdu). Derek arbeitete lange an der Idee, einen Modellmotor für den englischen Modell-Maßstab OO (oder auch 00) zu entwickeln - und OO entspricht etwa dem Maßstab 1:76. In den 50er Jahren gelang ihm das: er baute das "Vibrator-Chassis". Inzwischen war Derek in die USA ausgewandert und der Chef seiner englichen Firma war sehr daran interessiert, den "Vibrator" dort auf den Markt zu bringen. Nach einigem Hinundher konnte man die Firma Aurora für das neue Spielzeug begeistern. Und wie das so in den USA ist, hat Aurora damals die Sache ernst genommen und das neue Bahnsystem ganz groß auf den Markt geworfen - und zwar so groß, dass in den USA "Slotracing" sysnonym mit "H0-Slotracing" war (und ist?) - so wie bei uns der Begriff "Carrera".
Also: Die ersten Modelle orientierten sich in Richtung des Maßstabes 1:76. Wenn man sich frühe T-Jets anschaut, kann man das ganz gut erkennen - sie sind deutlich kleiner, als beispielsweise irgendwelche "modernen" HaNullis (Tyco, Tomy, AFX usw.)
Ich vermute, dass in den USA der Maßstab OO eher ungewöhnlich war, so dass im Laufe der Zeit die eher gängige Bezeichnung "HO" (bei uns "H0") übernommen wurde. Tja und dann kam Faller auf die Idee, dieses System auch für deutsche H0-Modellbahnen anzubieten. Natürlich fertigte man die Modelle (und vor allem die Chassis) nicht so "schlampig" (* siehe unten) wie in Übersee, sondern legte deutsche Gründlichkeit und Wertarbeit an den Tag, was zur Folge hatte, dass die Faller-Chassis nicht ganz so fein waren, wie ein Thunderjet (**), dafür aber wesentlich besser liefen und weniger Strom verbrauchten.
Schon wuchsen die Modelle in Richtung 1:64...
* Natürlich sind die Aurora Thunderjets nicht "schlampig" produziert, denn sonst würden heute (nach 50 Jahren!?) nicht noch so viele original in den 60er Jahren produzierte Chassis auf unseren Bahnen rollen.
** (das lässt sich bestimmt trefflich diskutieren)
Gruß,
Andreas
Sigi, wie Du vielleicht in "heathnortons" Fotoalbum gesehen hast (klickstdu), hat der nicht nur eine spannende 1:87-Kofferbahn gebaut, sondern auch gleich die entsprechenden Modelle dazu! Genauer: Er hat sich seine Chassis selber gebaut. Fertige 1:87-Chassis gibt es auf dem Markt nicht zu kaufen (Warum nicht? Dazu später mehr). Es gab da mal einen Ansatz eines Bastlers hier aus D, aber daraus ist wohl nichts weiter geworden (eventuell weiß der allwissende LoddarM Genaueres darüber?). Hier im Forum wurde auf jeden Fall auch schon mal darüber berichtet. Ich denke, dass es sehr wohl ein ziemliches Interesse an einem 1:87-Slotcar-System gäbe - hier, bei uns, die wir mit der Fallerbahn aufgewachsen sind.

Da wären wir schon beim nächsten Stichwort: Faller! Die haben mit ihrem Carsystem eine ziemlich gute 1:87-Lösung am Start. Zugegeben: mit dem Carsystem kann man keine Rennen fahren! Aber im Forum des Miniaturwunderlandes hier in HH wird diese Möglichkeit schon lange immer mal wieder diskutiert. Und die Miwula-Bastler sind seeehr findig was das Carsystem angeht! ^_^
Jetzt noch kurz was zum Thema "Warum ist das eigentlich 1:64 und nicht 1:87?":
Michael und Hans haben haben dazu ja schon etwas geschrieben...

Genau genommen sind die Ursprünge unseres Hobbys in England zu finden. Denn der "Erfinder" des 1:76-Chassis (Hä? Wieso 1:76?) war eine gewisser Derek Brand, der 1926 in England geboren wurde und 2012 in den USA starb (klickstdu). Derek arbeitete lange an der Idee, einen Modellmotor für den englischen Modell-Maßstab OO (oder auch 00) zu entwickeln - und OO entspricht etwa dem Maßstab 1:76. In den 50er Jahren gelang ihm das: er baute das "Vibrator-Chassis". Inzwischen war Derek in die USA ausgewandert und der Chef seiner englichen Firma war sehr daran interessiert, den "Vibrator" dort auf den Markt zu bringen. Nach einigem Hinundher konnte man die Firma Aurora für das neue Spielzeug begeistern. Und wie das so in den USA ist, hat Aurora damals die Sache ernst genommen und das neue Bahnsystem ganz groß auf den Markt geworfen - und zwar so groß, dass in den USA "Slotracing" sysnonym mit "H0-Slotracing" war (und ist?) - so wie bei uns der Begriff "Carrera".
Also: Die ersten Modelle orientierten sich in Richtung des Maßstabes 1:76. Wenn man sich frühe T-Jets anschaut, kann man das ganz gut erkennen - sie sind deutlich kleiner, als beispielsweise irgendwelche "modernen" HaNullis (Tyco, Tomy, AFX usw.)
Ich vermute, dass in den USA der Maßstab OO eher ungewöhnlich war, so dass im Laufe der Zeit die eher gängige Bezeichnung "HO" (bei uns "H0") übernommen wurde. Tja und dann kam Faller auf die Idee, dieses System auch für deutsche H0-Modellbahnen anzubieten. Natürlich fertigte man die Modelle (und vor allem die Chassis) nicht so "schlampig" (* siehe unten) wie in Übersee, sondern legte deutsche Gründlichkeit und Wertarbeit an den Tag, was zur Folge hatte, dass die Faller-Chassis nicht ganz so fein waren, wie ein Thunderjet (**), dafür aber wesentlich besser liefen und weniger Strom verbrauchten.
Schon wuchsen die Modelle in Richtung 1:64...* Natürlich sind die Aurora Thunderjets nicht "schlampig" produziert, denn sonst würden heute (nach 50 Jahren!?) nicht noch so viele original in den 60er Jahren produzierte Chassis auf unseren Bahnen rollen.

** (das lässt sich bestimmt trefflich diskutieren)
Gruß,
Andreas

