27-01-2015, 18:45
Hmm, wie fange ich an?
Am einfachsten, indem ich Andreas' Frage nach dem Gewicht der Metall-Lager beantworte. Meine Bastelwaage hat leider nur eine Genauigkeit von 1g. Selbst 10 Metall-Lager (mehr sind nicht in der Bastelkiste) waren nicht in der Lage, die Waage zur Anzeige von nur einem Gramm zu überreden. In erster Näherung liegt damit das Gewicht eine solchen Lagers unter 0,1 g. Die gleiche Waage zeigt mir an, dass 10 Achsen ca. 2g wiegen. Macht pro Achse 0,2 g. Wenn ich das Volumen von Achse und Lager vergleiche, wird das Lager sogar unter 0,05 g wiegen. Das Verlängern einer Standard-T2 Achse um 2 mm wirkt sich mehr auf das Gewicht aus, als ein solches Metall-Lager.
Ich möchte auch den Gedanken von Claus aufnehmen: "Ich nehme ein Flachanker Chassis, und mache es für wenig Geld gut". Vorweg: Die Idee, die dem Ootb Gedanken zugrunde liegt, nämlich Einsteigern zu ermöglichen, mit begrenztem, überschaubarem finanziellen und bastelischem Einsatz in unsere Rennserien einzusteigen, ist wichtig und richtig.
Ich frage mich aber seit einiger Zeit, ob ich das mit Ootb Fahrzeugen wirklich erreiche. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es gerade bei Flachankern Zufall wäre, wenn eines von nur zwei für ein RWE angesschafften Autos wirklich konkurrenzfähig wäre. Mir ist es genau so bei meinem ersten Rennen in Dortmund gegangen. Meine beiden Faller F1 waren auf 15V mit meinem Parma 45/60/90 Ohm Regler unfahrbar. Schnell waren die schon (Hohe Drehzahl bei angehobener Hinterachse). Aber beide holperten wie Karnickel über die Bahn. Die mögliche Geschwindigkeit des Motors war gar nicht nutzbar, weil schon auf der geraden der Vorderwagen aus dem Slot hehüpft ist. Wenn mir nicht JörgR ein Auto aus seinem Bestand geliehen und Hans AD seine Regler in die Hand gedrückt hätte, wäre ich frustriert hinterher gefahren. Aber so hat es Spass gemacht und mich motiviert, durch Bastelei an den Chassis zumindest technisch etwas aufzuholen.
Mittlerweile nenne ich 8 Faller F1 mein Eigen. Und nur durch diese "große" Menge an Chassis war es mir möglich, aus den in Einzelteile zerlegten Autos durch geschickte Kombination zwei gut auf der Piste liegende Renner zu zaubern. Das hat für mich nicht unbedingt etwas mit geringem Einsatz zu tun.
Ich fände es viel sinnvoller, neben den Silikonreifen und Vincentfelgen weiteres Basistuning des Fahrwerks zuzulassen. Gerade Achsen sind für wenig Geld sowohl bei Umpfi, als auch bei Scalerace zu bekommen. Und Messinglager mit Innendurchmesser von 1,6 mm (also passend für die T-Jet Familie) gibt es ebenfalls bei Umpf für Kleingeld. Ich habe zwei meiner ausgeklapperten Faller-Chassis auf sozusagen die erste Übergröße umgebaut, indem ich solche Messinglager eingebaut habe und T-Jet Achsen mit passenden Vincent Felgen montiert habe.
Die Autos sind damit nicht zu Siegerfahrzeugen geworden. Die sind einfach nicht schnell genug auf der Geraden. Aber das Fahrwerk ist absolut konkurrenzfähig. Die beiden ziehen um die Kurve wie auf Schienen. Es macht einfach Spass, mit solchen Fahrwerkoptimierten Autos zu fahren.
Für einen solchen Umbau benötigt man noch zusätzlich zwei Bohrer in unüblichen Größen: 2,2 mm um die Achslager des Chassis aufzubohren und 1,6 mm um das Kronrad und ggf. vorhandene, runde Felgen aufzuweiten. Die Durchmesserunterschiede sind so gering, dass man die Bohrer von Hand durch den weichen Kunststoff drehen kann. Da schon Bohrungen vorgegeben sind, ist es wirklich einfach, auch gerade und nicht schief zu bohren.
Alles in allem kommt man für max. 10 EUR zu einem gut laufenden Chassis. Selbst die Einmalanschaffung der beiden Bohrer fällt kaum ins Gewicht. Die gibt es im WWW incl. der Versandkosten beide zusammen für ca 5 EUR. Diesen gezielten Einsatz von leicht zu beschaffenden und verbauenden Tuningteilen halte ich auch für Fahranfänger für sinnvoller, als so lange Autos zu kaufen, bis mal ein gut gehendes dabei ist, bzw. sich irgendwann aus seinem großen Pool von Fahrzeugen einzelne Bauteile zu einem neuen Fahrzeug zusammenzustellen.
Bin mal gespannt auf Eure Reaktion.
Gruß
Markus
Am einfachsten, indem ich Andreas' Frage nach dem Gewicht der Metall-Lager beantworte. Meine Bastelwaage hat leider nur eine Genauigkeit von 1g. Selbst 10 Metall-Lager (mehr sind nicht in der Bastelkiste) waren nicht in der Lage, die Waage zur Anzeige von nur einem Gramm zu überreden. In erster Näherung liegt damit das Gewicht eine solchen Lagers unter 0,1 g. Die gleiche Waage zeigt mir an, dass 10 Achsen ca. 2g wiegen. Macht pro Achse 0,2 g. Wenn ich das Volumen von Achse und Lager vergleiche, wird das Lager sogar unter 0,05 g wiegen. Das Verlängern einer Standard-T2 Achse um 2 mm wirkt sich mehr auf das Gewicht aus, als ein solches Metall-Lager.
Ich möchte auch den Gedanken von Claus aufnehmen: "Ich nehme ein Flachanker Chassis, und mache es für wenig Geld gut". Vorweg: Die Idee, die dem Ootb Gedanken zugrunde liegt, nämlich Einsteigern zu ermöglichen, mit begrenztem, überschaubarem finanziellen und bastelischem Einsatz in unsere Rennserien einzusteigen, ist wichtig und richtig.
Ich frage mich aber seit einiger Zeit, ob ich das mit Ootb Fahrzeugen wirklich erreiche. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es gerade bei Flachankern Zufall wäre, wenn eines von nur zwei für ein RWE angesschafften Autos wirklich konkurrenzfähig wäre. Mir ist es genau so bei meinem ersten Rennen in Dortmund gegangen. Meine beiden Faller F1 waren auf 15V mit meinem Parma 45/60/90 Ohm Regler unfahrbar. Schnell waren die schon (Hohe Drehzahl bei angehobener Hinterachse). Aber beide holperten wie Karnickel über die Bahn. Die mögliche Geschwindigkeit des Motors war gar nicht nutzbar, weil schon auf der geraden der Vorderwagen aus dem Slot hehüpft ist. Wenn mir nicht JörgR ein Auto aus seinem Bestand geliehen und Hans AD seine Regler in die Hand gedrückt hätte, wäre ich frustriert hinterher gefahren. Aber so hat es Spass gemacht und mich motiviert, durch Bastelei an den Chassis zumindest technisch etwas aufzuholen.
Mittlerweile nenne ich 8 Faller F1 mein Eigen. Und nur durch diese "große" Menge an Chassis war es mir möglich, aus den in Einzelteile zerlegten Autos durch geschickte Kombination zwei gut auf der Piste liegende Renner zu zaubern. Das hat für mich nicht unbedingt etwas mit geringem Einsatz zu tun.
Ich fände es viel sinnvoller, neben den Silikonreifen und Vincentfelgen weiteres Basistuning des Fahrwerks zuzulassen. Gerade Achsen sind für wenig Geld sowohl bei Umpfi, als auch bei Scalerace zu bekommen. Und Messinglager mit Innendurchmesser von 1,6 mm (also passend für die T-Jet Familie) gibt es ebenfalls bei Umpf für Kleingeld. Ich habe zwei meiner ausgeklapperten Faller-Chassis auf sozusagen die erste Übergröße umgebaut, indem ich solche Messinglager eingebaut habe und T-Jet Achsen mit passenden Vincent Felgen montiert habe.
Die Autos sind damit nicht zu Siegerfahrzeugen geworden. Die sind einfach nicht schnell genug auf der Geraden. Aber das Fahrwerk ist absolut konkurrenzfähig. Die beiden ziehen um die Kurve wie auf Schienen. Es macht einfach Spass, mit solchen Fahrwerkoptimierten Autos zu fahren.
Für einen solchen Umbau benötigt man noch zusätzlich zwei Bohrer in unüblichen Größen: 2,2 mm um die Achslager des Chassis aufzubohren und 1,6 mm um das Kronrad und ggf. vorhandene, runde Felgen aufzuweiten. Die Durchmesserunterschiede sind so gering, dass man die Bohrer von Hand durch den weichen Kunststoff drehen kann. Da schon Bohrungen vorgegeben sind, ist es wirklich einfach, auch gerade und nicht schief zu bohren.
Alles in allem kommt man für max. 10 EUR zu einem gut laufenden Chassis. Selbst die Einmalanschaffung der beiden Bohrer fällt kaum ins Gewicht. Die gibt es im WWW incl. der Versandkosten beide zusammen für ca 5 EUR. Diesen gezielten Einsatz von leicht zu beschaffenden und verbauenden Tuningteilen halte ich auch für Fahranfänger für sinnvoller, als so lange Autos zu kaufen, bis mal ein gut gehendes dabei ist, bzw. sich irgendwann aus seinem großen Pool von Fahrzeugen einzelne Bauteile zu einem neuen Fahrzeug zusammenzustellen.
Bin mal gespannt auf Eure Reaktion.
Gruß
Markus

