Moin!
Jupp - Ebi hat es schon richtig erfasst, ich erkläre das aber nochmal.
Das Teil mit den Rasierklingen ist eine selbstgebastelte Unruhwaage. Die ist nur dazu da, herauszufinden ob der Anker eine Unwucht hat oder nicht.
Die Idee dahinter:
Möglicherweise hat ein "unwuchtiger" Anker Auswirkungen auf die "Performance" des Chassis.Soll heißen: ich (und offensichtlich einige andere HaNullis) kann mir vorstellen, dass der Anker nicht so hoch / so gut dreht, wenn er in seiner Führung oben in der Ankerplatte und unten in der Chassiswanne hin und her schlackert.
Apropos "Führung in der Chassiswanne": Eigentlich sollte eine Führung unten in der Wanne gar nicht nötig sein. Denn der Anker ist ja ein Kreisel und dieser sollte auf der Stelle drehen, auf der er in Schwung gebracht wird - wenn die Ankerwelle nicht krumm ist und wenn der Anker keine Unwucht hat.
Wie funktioniert das Ganze?
Ich gebe dem Anker einen minimalen Schubs, so dass er sich auf der Waage dreht. Dann stelle ich fest, ob der Anker immer auf eine Seite kippt. Wenn "ja", dann ist diese Seite offensichtlich schwerer, als die anderen "zwei". Ich teile den Anker in drei Seiten ein, weil er drei "Arme" hat. Auf den Rasierklingen läuft der Anker möglichst reibungslos. Es gibt auch Bastler, die basteln sich so eine Unruhwaage mit Magneten. Dort wird derAnker mit der Welle zwischen die Magnete gesetzt und nur durch die Magnetkraft von beiden Seiten gehalten. So hat man quasi "null" Reibung (zumindest keine mechanische - oder?). Ich bin mit den Ergebnissen meiner Rasierklingenwaage sehr zufrieden. Wenn ich also festgestellt habe, dass der Anker auf eine Seite kippt, feile ich dort am Eisenkern-Arm so lange etwas weg, bis der Anker nicht mehr kippt - fertig!
Manchmal muss man das an zwei Armen machen, manchmal reicht ein Arm.
Das angehängte Foto zeigt einen geschliffenen Anker.
Unruhwaagen gehören eigentlich in die Uhrenwerkstatt. Man kann mit etwas Glück alte Unruhwaagen bei ebay für rund 20 bis 50,- Euro ersteigern. Dann muss man sich so etwas nicht selbst basteln. Meine Lösung mit den ins Holz gesteckten Rasierklingen ist suboptimal. Inzwischen würde ich es wohl anders basteln. Ich habe da mal eine Skizze gemacht und ebenfalls unten angehängt.
Ob die ganze Wuchterei tatsächlich hilft...? Hmmm... keine Ahnung... Aber es macht Spaß!
LIebe Grüße,
Andreas
Jupp - Ebi hat es schon richtig erfasst, ich erkläre das aber nochmal.

Das Teil mit den Rasierklingen ist eine selbstgebastelte Unruhwaage. Die ist nur dazu da, herauszufinden ob der Anker eine Unwucht hat oder nicht.
Die Idee dahinter:
Möglicherweise hat ein "unwuchtiger" Anker Auswirkungen auf die "Performance" des Chassis.Soll heißen: ich (und offensichtlich einige andere HaNullis) kann mir vorstellen, dass der Anker nicht so hoch / so gut dreht, wenn er in seiner Führung oben in der Ankerplatte und unten in der Chassiswanne hin und her schlackert.
Apropos "Führung in der Chassiswanne": Eigentlich sollte eine Führung unten in der Wanne gar nicht nötig sein. Denn der Anker ist ja ein Kreisel und dieser sollte auf der Stelle drehen, auf der er in Schwung gebracht wird - wenn die Ankerwelle nicht krumm ist und wenn der Anker keine Unwucht hat.
Wie funktioniert das Ganze?
Ich gebe dem Anker einen minimalen Schubs, so dass er sich auf der Waage dreht. Dann stelle ich fest, ob der Anker immer auf eine Seite kippt. Wenn "ja", dann ist diese Seite offensichtlich schwerer, als die anderen "zwei". Ich teile den Anker in drei Seiten ein, weil er drei "Arme" hat. Auf den Rasierklingen läuft der Anker möglichst reibungslos. Es gibt auch Bastler, die basteln sich so eine Unruhwaage mit Magneten. Dort wird derAnker mit der Welle zwischen die Magnete gesetzt und nur durch die Magnetkraft von beiden Seiten gehalten. So hat man quasi "null" Reibung (zumindest keine mechanische - oder?). Ich bin mit den Ergebnissen meiner Rasierklingenwaage sehr zufrieden. Wenn ich also festgestellt habe, dass der Anker auf eine Seite kippt, feile ich dort am Eisenkern-Arm so lange etwas weg, bis der Anker nicht mehr kippt - fertig!
Manchmal muss man das an zwei Armen machen, manchmal reicht ein Arm.Das angehängte Foto zeigt einen geschliffenen Anker.
Unruhwaagen gehören eigentlich in die Uhrenwerkstatt. Man kann mit etwas Glück alte Unruhwaagen bei ebay für rund 20 bis 50,- Euro ersteigern. Dann muss man sich so etwas nicht selbst basteln. Meine Lösung mit den ins Holz gesteckten Rasierklingen ist suboptimal. Inzwischen würde ich es wohl anders basteln. Ich habe da mal eine Skizze gemacht und ebenfalls unten angehängt.
Ob die ganze Wuchterei tatsächlich hilft...? Hmmm... keine Ahnung... Aber es macht Spaß!

LIebe Grüße,
Andreas

