25-04-2015, 20:44
(25-04-2015, 12:54)HansHH schrieb: Im Netz findet man gelegentlich Tipps zum “Wiederbeleben” verhärteter Gummireifen. Ich habe tagelanges Einlegen in Reifenhaftmittel (STP?) ausprobiert und auch das Dauerbad in Liqui Moly. Beides hat nichts gebracht. Hat irgendwer eine bessere Idee – außer Wegschmeissen?
Ich vermute, es geht um den Schwefelanteil im Gummi.
- HansHH
Hallo Hans,
Du kannst dünn oberflächlich tatsächlich eine gewisse, temporäre Geschmeidigkeit erzielen durch Öle und Fette. Ist aber m.E. schade um die Arbeit.
Fakt ist, dass aus diesen Reifen, sie sind aus irgendeinem Kunstkautschuk oder gar PVC-weich die Weichmacher, das ist zumeist DOP (Dioctylphtalat) rausdiffundiert sind. Ich hatte da bei AW Vitrinenfahrzeugen schon reglerechte Pfützen nach ein paar Jahren (2-3) unter den Reifen. Das DOP bringst nie mehr hinein. Doch durch zermalen des Reifens und Neuvulkanisation, aber das können nur Profis!
Der Schwefelanteil hat daran gar keinen Anteil, den benötigt man im Prinzip nur um den Vulkanisationsprozess überhaupt durchführen zu können. Da ist ein hoher S - Anteil dann eher unerwünscht, weil er dem Kautschuk mehr Härte gibt. Beispiel Flugzeugreifen, die brauchen so eine extrem harte Oberfläche und bestehen auch heute noch zum großen Teil aus Naturkautschuk, der mit S Vulkanisiert wurde. Brückenlager, Bahnradreifendämpfer o.ä.
Also ex und hopp!

