04-01-2017, 12:11
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 04-01-2017, 12:16 von Modellbahner.)
(04-01-2017, 11:30)hubert schrieb: Was kann digital nicht:Hallo Hubert,
1. Unfälle verhindern
2. Automatisch steuern
Was ist digital:
1. teuer
2. teuer
Was brauche ich für digital:
1. Eine Digtalzentrale
2. Ein Decoder pro Fahrzeug
3. Ein Handregler pro Fahrzeug (ist jedenfalls meine Empfehlung)
Unfälle kann man mit einem analogen Betrieb auch nicht verhindern. Insofern ist diese Eigenschaft nicht digitalspezifisch.
Unfälle werden mit entsprechenden separaten Steuerungen realisiert. Diese kann man dann sowohl im analogen als auch digitalen Betrieb einsetzen.
Und somit wären wir bei Deinem zweiten Punkt. Der automatischen Steuerung.
Sie wäre also doch möglich.
Vielleicht sollte mal geklärt werden , was eine Digitalsteuerung ausmacht und was man darunter versteht. Mir kommt es so vor, als da einige Irrtümer bestehen. Irrtümer, die dann als Argument gegen eine Digitalsteuerung verwendet werden.
(04-01-2017, 11:30)hubert schrieb: Vorausgesetzt, die Stromleiter der Fahrbahn sind in Ordnung und die Stromaufnahme des Fahrzeugs klappt ohne Probleme, ist ein Betrieb mit Digitalregler eine feine Sache. Die Geschwindigkeit kann maßstabsgerecht geregelt werden und an Steigungen und Gefällen wird automatisch nachgeregelt.
Wegen der Vielzahl der erhältlichen Digitalsysteme beschränke ich mich hier auf die Erfahrungen mit den von mir eingesetzten Teilen: Roco-Zentrale mit Multimaus und 2 x Lokmaus 2, serielles Lenz-Interface zum Anschluß an ein Laptop, Fritz-Box als WLAN-Router, Smartphones als zusätzliche Handregler und Rocrail als Steuerungsprogramm am Computer. In den Fahrzeugen sind überwiegend TRAN-Decoder DCX 75 eingebaut. Derzeit gibt es 16 Autos und 3 Lokomotiven.
Unbedingt benötigt wird jedenfalls die Digtalzentrale und die Multimaus. Damit kann man die Decoder programmieren und die Fahrzeuge steuern. Allerdings macht es keinen Spaß, mehr als 2 Fahrzeuge mit einem Handregler zu steuern. Deshalb der Computer mit Rocrail. Damit habe ich auf einem Touchmonitor nochmals 8 zusätzliche Handregler und je Smartphone auch noch einen. Damit komme ich auf mehr als 12 Handregler, also fast für jedes Fahrzeug einer, und das ist auch nötig.
In Rocrail kann ich auch noch 4 Geschwindigkeitsstufen definieren, die per Tastendruck ausgewählt werden, z.B. Tempo 50, 80 und 100 sowie Höchstgeschwindigkeit. Diese wird zuvor im Decoder programmiert. So ist es leicht möglich, hintereinanderfahrende Fahrzeuge aufeinander abzustimmen.
Der Einbau der Decoder in die Fahrzeuge wurde hier im Forum schon mehrmals beschrieben, deshalb sage ich nur: äußerste Vorsicht !
Zu den Kosten: Roco-Zentrale mit Multimaus ca. 100 Euro (gebraucht), Lokmaus 2 ca. 30 Euro (gebraucht), Lenz-Interface ca. 80 Euro (gebraucht), Laptop, Touchmonitor und Fritzbox ca. 150 Euro (gebraucht), Smartphone ca. 50 Euro (gebraucht), Rocrail ab 10 Euro Spende/Jahr, Decoder je ca. 30 Euro.
Wenn ich wieder das Beispiel nehme mit den 12 Fahrzeugen auf der Bahn, komme ich hier sehr schnell auf über 800 Euro mit gebrauchten Geräten, die Preise für eine Neuanschaffung oder vielleicht 'bessere' Digitalzentrale will ich mir gar nicht ausrechnen.
Stromleiter sind mechanische Elemente. Und wo es meschanisch wackelt, da wackelt es auch in der Elektronik. Obwohl es mittlerweile Dekoder gibt, mit denen man kleine Stromunterbrechungen ind deren Wirkung unterdrücken kann. Leider sind die erforderlichen Bauteile dafür noch sehr gross und können deshalb hier nicht verwendet werden.
Was den Einbau von Digitaldekodern angeht, so muss man natürlich vorsichtig sein. Aber das ist normal. Eine Warnung mit den Worten " äußerste Vorsicht ! " halte ich für übertrieben und kann die Leute abschrecken. Man muss äußerste Vorsicht auch bei'm Ankleben einer Stoßstange walten lassen .
Ein Umbau ist keineswegs kompliziert .
Sicher ist eine digitale Ausrüstung mit Kosten verbunden. Aber man kann die Kosten in Grenzen halten, wenn man nicht jedes Auto mit einem Dekoder austattet.
Man kann sich einen gewisse Anzahl an Fahrwerken digitalisieren und dann die gewünschten Fahrzeuge darauf setzen. Das begrenzt die Kosten und macht den Rückbau ganz einfach, weil man das originale Fahrwerk ja gar nicht verändern muss.
Ein analoger Fahrbetrieb macht meiner Meinung nach nur bedingt Freude. Es sei denn, man fährt nur mit einem Fahrzeug auf der Anlage. Das Fahrverhalten schwankt im analogen Betrieb doch zu sehr.
Gruss
Oswin

