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Ford Escort Rally Aurora AFX
#4
Einen schönen guten Abend an alle Mitmacher! Ist es schon so lang her, oder bin ich schon so lang auf diesem Planeten? Ein Vorbild in dieser Farbe habe ich nicht gefunden, aber: Vorher, lange bevor Vorderradantrieb das Leben in den Autos zum Erlöschen brachte, fuhr Ford mit dem Cortina, der aber eine betuliche Schachtel war. Daher griff sich die Motorsportabteilung 1967 einen Vorserien-Prototyp des Escort und pflanzte die guten Teile aus dem Cortina in das neue, nachgerade primitive Auto mit Hundeknochen-Gesicht, vor allem den Lotus-Doppelnockenwellenmotor. Und siehe da, das Ding war gleich beweglicher als die alte Schachtel. In der Straßenversion leistete das Twin-Cam-Biest 109 PS! Wer hat da jetzt gelacht? 1968 besaß das reguläre Escort-Topmodell GT 64 PS. Die 109 im Twin Cam waren eine komplett andere Galaxie! Wir reden von Zeiten, als es ein ernsthafter Mittelmotor-Sportwagen namens VW-Porsche 914 auf 80 Pferde brachte. Im Rallyetrimm war der Escort TC natürlich stärker und spuckte heldenhafte 175 PS auf die von mangelnder Traktion geplagte starre, blattgefederte Hinterachse, die das Querfahren zur natürlichen Fortbewegungsart des Escort machte. Siege bei Tulpen-, Irland-, Alpen-, 1000-Seen- und Akropolis-Rallye schufen die Basis für den soliden Pulverdampf-Mythos des Hausfrauenvehikels.
Quelle- autobild.de- klassik
Der Escort wurde ursprünglich ohne Rücksicht auf die Anforderungen des Motorsports konstruiert. Ford Motorsport organisierte jedoch ein frühes Exemplar und führte über ein Wochenende Passformproben der Mechanik des Lotus Cortina durch. Die Vorderachse dieses Wettbewerbsfahrzeugs ließ sich problemlos montieren, die Hinterachse mit nur minimalen Änderungen ebenfalls. Der Lotus-Motor passte allerdings wegen seines ausladenden Zylinderkopfs mit angegossenen Ansaugkanälen und der voluminösen Vergaser- und Luftfilteranlage erst unter die Motorhaube, als das Vorderende des Motors einige Zentimeter zur (in Fahrtrichtung) linken Seite verschoben wurde. Der Motor saß also nicht sauber gerade im Motorraum, sondern etwas nach links verdreht. Die Batterie musste in den Kofferraum verlegt werden, um Platz für den Auspuff zu schaffen.
Um das erheblich größere Getriebe des Cortina unterzubringen, wurden Spritzwand und Getriebetunnel durch den geeigneten Einsatz eines Zwei-Kilo-Hammers entsprechend modifiziert.
Die Änderungen an der Karosserie beschränkten sich auf etwas breitere hintere Kotflügel, um die breite Hinterachse abzudecken, ausgestellte vordere Radläufe, Verstärkungsbleche an den Federbeinbefestigungen und den modifizieren Getriebetunnel. Solche Karosserien liefen in der Fertigung als „Type 49“ und hatten Fahrgestellnummern, die mit „49“ beginnen.
Das so entstandene Modell wurde als Escort Twin Cam anfangs in der regulären Fertigung in Halewood hergestellt und in einer abgelegenen Ecke des Werks komplettiert. Dort entstanden etwa 1.100 Fahrzeuge. Als das Management jedoch feststellte, dass für jede 49er-Karosserie ein Ausfall von eineinhalb normalen Escort entstand, wurde die Fertigung in Halewood schnell beendet. Weitere Exemplare wurden bei Ford Motorsport in Boreham gefertigt.
Der Lotus-Motor erwies sich allmählich als nicht mehr ausreichend leistungsstark und auch als nicht besonders zuverlässig im Sporteinsatz, dazu auch noch aufwendig und teuer in der Wartung. Deswegen wurde Cosworth damit beauftragt, einen neuen Vierventil-Zylinderkopf für den vorhandenen Block zu konstruieren. Der so entstandene BDA-Motor ersetzte den Lotus-Vierzylinder im ansonsten unveränderten Fahrzeug, das dann als Escort RS 1600 vermarktet wurde. Auch der BDA-Motor wurde schief im Motorraum eingebaut, obwohl das wegen seiner erheblich schlankeren Abmessungen nicht mehr erforderlich gewesen wäre. Der BDA hatte unter Ausnutzung sämtlicher Fertigungs- und Reparaturtoleranzen 1601 cm³ und durfte deswegen im Sport bis auf zwei Liter Hubraum vergrößert werden. Vom RS1600 entstanden einige hundert Exemplare in Boreham. Mit dem vorhandenen Grauguss-Block waren jedoch nicht mehr als 1835 cm³ realisierbar. Der externe Tuner Brian Hart hatte ohne Wissen von Ford auf eigene Faust einen Aluminium-Motorblock konstruiert, der den Grauguss-Block ersetzen konnte und die Möglichkeit bot, volle zwei Liter Hubraum zu realisieren.
Die Sportexemplare verfügten dann über zwei Liter Hubraum und Hinterachsen mit vier Längslenkern als Wattgestänge, einen Panhardstab sowie Schraubenfedern. Mit solchen Fahrzeugen konnte das Ford-Team mit Fahrern wie Roger Clark, Timo Makinen und Hannu Mikkola zahlreiche Erfolge im Rallye-Sport erzielen.
Ford machte alle Entwicklungen des Werksteams über sein vor allem in Großbritannien gut ausgebautes RS-Händlernetz allgemein verfügbar, sobald diese sich als sinnvoll und standfest erwiesen hatten. So konnte jedes Team, entsprechende Finanzkraft vorausgesetzt, Fahrzeuge auf Werksstandard präparieren. Dadurch unterlag Ford des Öfteren in Wettbewerben Privatteams, was aber aus Marketinggründen nicht ungern gesehen wurde. Dadurch wurden Escort RS zu sehr populären Wettbewerbsfahrzeugen in Großbritannien. Dort gab es den Satz, dass jedes Wochenende irgendwo in Großbritannien es irgendeine Veranstaltung gibt, die mit einem Escort gewonnen wird.
Quelle: Wikipedia.de

Die 1970er London-Mexiko-Weltcup-Rallye war die erste von zwei Weltcup-Rallyes und die zweite von vier Marathon-Rallyes, die in einem neunjährigen Zeitraum mit dem 1968er London-Sydney-Marathon stattfinden werden. Die Motorenrallye begann am 19. April 1970 im Londoner Wembley-Stadion in London und wurde am 27. Mai 1970 in Mexiko-Stadt fertiggestellt und umfasste etwa 16.000 Meilen (25.700 km) durch Europa und Südamerika. Es wurde von Hannu Mikkola und Gunnar Palm gewonnen und fuhr einen Ford Escort .

Quelle: Wikipedia.uk

Da Motorsport sehr teuer war und nach wie vor ist, gab es immer schon Versuche Sponsoren zu finden. Diese verlangten als Gegenleistung entweder/ und Lackierung in der Farbe und Anbringung von Aufklebern. Von bekannten Siegerautos und Rallyestars gab es dann noch die Möglichkeit des Merchandisings- daher ist es durchaus möglich, daß ein Escort in signalgrün auf Rallyestrecken unterwegs war. Reservereifen am Dach wurden hauptsächlich bei "grossen" Veranstaltungen wie London- Mexiko (anlässlich der Fußball WM), Afrika Safari und Bandama verwendet, da es ehemals nur eine EM gab und die Veranstaltungen erst mit mit der Gruppe B (die sagenhaften Audi, Peugeot & Lancia) WM Status erlangten. Seitdem haben auch die Werke viel Geld in den Rallyesport gepumpt.
In der Hoffnung nicht von Euch gesteinigt zu werden herzliche Grüsse aus Breitenfurt an alle
Alex
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Nachrichten in diesem Thema
Ford Escort Rally Aurora AFX - von tkone - 08-03-2017, 07:54
RE: Ford Escort Rally Aurora AFX - von cw658 - 08-03-2017, 20:25
RE: Ford Escort Rally Aurora AFX - von MX1954LL - 08-03-2017, 20:40
RE: Ford Escort Rally Aurora AFX - von h0freak - 08-03-2017, 23:14
RE: Ford Escort Rally Aurora AFX - von tkone - 09-03-2017, 18:08
RE: Ford Escort Rally Aurora AFX - von cw658 - 10-03-2017, 13:53
RE: Ford Escort Rally Aurora AFX - von acar - 31-10-2017, 22:10
RE: Ford Escort Rally Aurora AFX - von tkone - 01-11-2017, 09:15

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