20-12-2017, 00:01
Hallo,
in meinen Beiträgen 'Verkehrsbahn ...' und 'Amsland' habe ich mich immer wieder mal mit dem Thema Stromabnahme beschäftigt. Auch die Metallchassis habe ich dort vorgestellt, allerdings alles mit meinen Eigenbau-Chassis.
Zum Thema Metallkarosserie für Faller-Chassis: Man muß beachten, daß Faller-Karosserien immer auf den Radstand des Chassis zurechtgetrimmt wurden (36 mm), entspricht einem 'echten' Radstand von 2400 mm. Das ist genau das Maß vom VW-Käfer. Diese Karosserie in Metall paßt auch exakt auf das Faller-Chassis. Bei den größeren Fahrzeugen hat Faller eben getrickst, die Hersteller von Metallkaroserien machten das nicht. Deshalb wird es wenige davon geben, die auf das Faller-Chassis passen. (Man kann natürlich basteln und die Karosserien selbst anpassen). Das Mehrgewicht könnte man aber auch mit Blei in den Faller-Karosserien erreichen, nur nützt es nichts, weil für den Anpressdruck der Schleifer auf den Stromleitern erst mal die Schleiferfeder verantwortlich ist. Man müsste also erst mal härtere Federn einbauen, und um zu verhindern, daß diese die Karosserie hochdrücken, diese beschweren (Metallkarosserie oder Blei)
Auf meinen Bahnen fahren ausschließlich Fahrzeuge mit Litzenschleifern und Bleigewichten. Diese Kombination, zusammen mit den überklebten Stromleitern, die an Abzweigen schaltbar sind, hat sich sehr bewährt. Ich nehme die Fahrzeuge nicht von der Anlage, und auch nach mehreren Wochen Stillstand fahren sie ohne Probleme los.
Eine Lösung für Faller-Chassis kann ich aber leider nicht anbieten, da ich alle Versuche damit aufgegeben habe. Insbesondere deshalb, weil auch bei bester Stromübertragung zum einen das Problem der Haftreibung der Kohlen besteht, und zum anderen habe ich festgestellt, daß viele Chassis immer schneller werden, wenn sie warmgelaufen sind. Ein weiteres Problem der Faller-Chassis ist, daß sie bei Bergabfahrt viel zu schnell werden. Hier müsste man wieder mit Streckenabschnitten arbeiten, die durch Dioden oder Widerstände verlangsamt werden.
Die Motoren der Chassis sind viel zu stark, nur durch ein paar Gramm Mehrgewicht werden die nicht merklich langsamer. Dies geht nur durch reduzierte Spannung oder geänderte Getriebe (Zinkchassis), was aber wieder neue Probleme aufwirft.
(Übrigens sollte man diesen Thread teilen, den Gangelt-Bericht in die entsprechende Rubrik Stadtbahnausstellungen und einen eigenen Thread für die Diskussion über die Verbesserung der Chassis)
Ich wünsche euch allen schöne Festtage
Hubert
in meinen Beiträgen 'Verkehrsbahn ...' und 'Amsland' habe ich mich immer wieder mal mit dem Thema Stromabnahme beschäftigt. Auch die Metallchassis habe ich dort vorgestellt, allerdings alles mit meinen Eigenbau-Chassis.
Zum Thema Metallkarosserie für Faller-Chassis: Man muß beachten, daß Faller-Karosserien immer auf den Radstand des Chassis zurechtgetrimmt wurden (36 mm), entspricht einem 'echten' Radstand von 2400 mm. Das ist genau das Maß vom VW-Käfer. Diese Karosserie in Metall paßt auch exakt auf das Faller-Chassis. Bei den größeren Fahrzeugen hat Faller eben getrickst, die Hersteller von Metallkaroserien machten das nicht. Deshalb wird es wenige davon geben, die auf das Faller-Chassis passen. (Man kann natürlich basteln und die Karosserien selbst anpassen). Das Mehrgewicht könnte man aber auch mit Blei in den Faller-Karosserien erreichen, nur nützt es nichts, weil für den Anpressdruck der Schleifer auf den Stromleitern erst mal die Schleiferfeder verantwortlich ist. Man müsste also erst mal härtere Federn einbauen, und um zu verhindern, daß diese die Karosserie hochdrücken, diese beschweren (Metallkarosserie oder Blei)
Auf meinen Bahnen fahren ausschließlich Fahrzeuge mit Litzenschleifern und Bleigewichten. Diese Kombination, zusammen mit den überklebten Stromleitern, die an Abzweigen schaltbar sind, hat sich sehr bewährt. Ich nehme die Fahrzeuge nicht von der Anlage, und auch nach mehreren Wochen Stillstand fahren sie ohne Probleme los.
Eine Lösung für Faller-Chassis kann ich aber leider nicht anbieten, da ich alle Versuche damit aufgegeben habe. Insbesondere deshalb, weil auch bei bester Stromübertragung zum einen das Problem der Haftreibung der Kohlen besteht, und zum anderen habe ich festgestellt, daß viele Chassis immer schneller werden, wenn sie warmgelaufen sind. Ein weiteres Problem der Faller-Chassis ist, daß sie bei Bergabfahrt viel zu schnell werden. Hier müsste man wieder mit Streckenabschnitten arbeiten, die durch Dioden oder Widerstände verlangsamt werden.
Die Motoren der Chassis sind viel zu stark, nur durch ein paar Gramm Mehrgewicht werden die nicht merklich langsamer. Dies geht nur durch reduzierte Spannung oder geänderte Getriebe (Zinkchassis), was aber wieder neue Probleme aufwirft.
(Übrigens sollte man diesen Thread teilen, den Gangelt-Bericht in die entsprechende Rubrik Stadtbahnausstellungen und einen eigenen Thread für die Diskussion über die Verbesserung der Chassis)
Ich wünsche euch allen schöne Festtage
Hubert

