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Chassis und Karosse im Eigenbau mit Rapid Prototyping
#12
Hi,

vielen Dank für die Tipps!
Spätestens ab Februar starte ich dann mal eine Testreihe.
Der Thread zum TMG-1 ist sehr interessant. Das Thema ist ja schon etwas älter. Wird daran noch gearbeitet?

Bezüglich des Getriebes denke ich an eine normale Übersetzung, Schnecke baut leider zu hoch.
Ich denke ein Motor um die 7mm Durchmesser und bis 2cm Länge wäre ideal, da ist noch schön Platz für Extras (habe mitbekommen: Radstandseinstellung ist hier ein Thema).

Konkret hab ich den hier ins Auge gefasst:
https://www.sol-expert-group.de/1zu87mod...:1059.html

Mikromotoren für Drohnen drehen ja alle ziemlich hoch sind aber schwach auf der Brust. Da müsste man des Antritts wegen wahrscheinlich 2 Motoren für die Hinterachse verbauen.
Für eine Shopempfehlung bin ich dankbar Big Grin
Wie schnell fährt denn ein "guter" Flachanker so an cm/s? Daran würde ich mich mit Getriebe und Motordrehzahl orientieren.

Ich habe mal einen Datensatz für eine Kegelverzahnung auf der HA gemacht. Das wäre vielleicht auch mal interessant.



Zu den Fragen zum 3D Druck:

1.) Ja ohne CAD Kenntnisse kommt man leider nicht weit bzw. kann nur hoffen, dass es jemand irgendwo bereitstellt. (Wir haben mal mit einem Ing. Büro zusammengearbeitet, die Preise sind für Modellbau leider doch zu hoch.)
Ich (Wirtschaftswissenschaften als Hintergrund) habe mir von null auf CAD selbst beigebracht. Internet/Youtube und ggf. Maschbauer-Freunde machtens möglich. Bin da aber kein Theoretiker, sondern gehe da pragmatisch ran. Einem Ingenieur stehen die Harre evtl. zu Berge aber für mich klappts ganz gut. Nachteil: Englisch ist wichtig, viel zum CAD oder auch 3D Druck ist in Englisch veröffentlicht.
Scannen ist vor allem für Karossen oder andere Freiformflächen zwingend nötig (für mich pers.), da viel zu schwer zu konstruieren.
Die Geräte sind leider noch teuer (die, die was taugen) und man muss sich tierisch reinarbeiten. Viele zocken Kunden massiv! ab aus diesem Grund. 
Wenn ich hier Scanne brauche ich damit auch immer noch lange.
Oder aber man findet z.B. Karossendateien im Web (schaut mal auf www.grabcad.com und gebt Porsche ein z.b.) diese muss ich aber eigentlich immer entsprechend modifizieren.

2.) Die Materialien beim 3D Druck sind definitiv da.
Nur Beispiele:
Gleitlager - Nylon (oder IGUS, der Lagerhersteller, hat dafür auch ein eigenes Druckmaterial rausgebracht)
Fest und elastisch - z.B. der Allrounder ABS. kommt drauf an wie der Druckprozess und das Objekt gestaltet sind.
kleine, Hübsche Oberflächen - Resin in verschiedensten. Ausführungen

Oder wer´s mal richtig krachen lassen will:
Ich habe schon mehrere Objekte mit einem Mix Nylon/Carbon gedruckt. Da kann man dann zusätzlich Glas/Kevlar/Kohlefaser "eindrucken" ist ein spezieller Drucker.

Die Frage ist welches Verfahren man für welche Bauteile nutzt. Z.B. Standard FDM hier nur für Chassis oder Zubehörteile an der Bahn, da gibt es nämlich einige Einschränkungen. Für Karossen und Sichtbauteile eher SLS, für den Privatgebrauch (wegen Kosten) vielleicht sogar eher SLA.
Bei Objekten mit Gleitflächen nutzen wir hier ganz gerne ein spezielles Nylon. Die Positionierung im Bauraum muss da aber so sein, dass das Lager horizontal liegt (Verfahrensbedingt durch die Schichten). Ein Chassis aber würde ich persönlich "Stehend" drucken, da man sonst wieder Probleme mit dem Supportmaterial etc. bekommt.

Das Drucken an sich (Soft und Hardware) kann man sich mit Geduld und Internet sehr gut selbst beibringen.
Schwierig wird dann das optimale Drucken. Mit der Zeit "liest" man die Bauteile, weiß wie genau man sie positioniert und die Druckparameter anpasst.
Das ist extrem wichtig da: Fehldrucke gut kosten, die Maschine geschont wird und bei einem "nur" 95% Ergebnis man sich auch irgendwie ärgert.
Wenn wir einen Kunden haben nehme ich mir dafür am meisten Zeit. Die Besprechung und die Vorbereitung sind locker 50% der Zeit die ich pro Druck aufwende.
Wird zum Beispiel sehr wichtig wenn Großbauteile z.B. 80x60x45 cm gedruckt werden. Das kann je nach Form bis 3 Tage dauern, das muss dann laufen.

Bei H0 ist das ein wichtiger Punkt um die "Maserung" der Karossen zu optimieren. Z.B. nimmt man einen Drucker mit einer Auflösung von 0,05mm oder kleiner und sorgt so dafür, dass das ganze nur an leicht zu bearbeitenden Stellen sichtbar wird wenn überhaupt.


Gruß Martin
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RE: Chassis und Karosse im Eigenbau mit Rapid Prototyping - von derGroße - 10-01-2018, 19:00

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