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Chassis und Karosse im Eigenbau mit Rapid Prototyping
Hallo
Kugellager für 1,5 mm-Achsen findest du häufig im Modellbau-Zubehör. Mehr als 1 € pro Stück sollten sie aber nicht kosten.
Das mit dem variablen Radstand solltest du nicht so eng sehen:
Bei Faller gibt es meines Wissens sowieso nur 33 und 36 mm, bei T-Jet und ähnlichen weiß ich es nicht genau, aber wohl auch kaum mehr als 38 mm.
Und bei allen ist die Lage der Schraubstutzen bekannt.

Wo viele verschiedene Radstände interessant werden, ist bei der Motorisierung von DieCast-Modellen. Diese sind aber fast ausschließlich aus Metall und für Rennen nicht interessant. Diese werden meist von den Stadtbahnern eingesetzt und brauchen nicht so schnell zu fahren. Dafür kann man dann die Schneckengetriebe vom BloMo nehmen, die haben ein viel besseres Drehmoment und schleppen auch die schweren Karossen. Hier spielen auch die Schraubstutzen keine Rolle, passen sowieso nicht. Da muß man sich eine viel flexiblere Befestigung ausdenken.

Zu meinen Fahrbahnen: In anderen Beiträgen habe ich das schon beschrieben. Ich überklebe die Stromleiter grundsätzlich mit Alu-Klebeband, das ich mir in 2mm-Streifen von einer 70 mm breiten Rolle abschneide. Diese werden auf die gereinigten Stromleiter aufgeklebt und fest angepresst. Die überstehenden Teile drücke ich nach unten und presse sie mit dem Fingernagel an. In Verbindung mit meinen "Litzenschleifern" habe ich da praktisch 100 % Kontakt.
Bei meiner Anlage Amsland funktioniert das schon seit einigen Jahren. Die Autos stehen da immer auf der Anlage, und wenn ich damit spiele, schalte ich den Strom ein - und die Autos fahren los (naja, fast alle, aber immerhin).

Zu deinen Schleifern: Es ist egal, wie hoch du sie befestigst. Du musst sie halt entsprechend biegen, damit immer die ganze Schleiferfläche aufliegt. Das ist nicht ganz einfach, vor allem, weil du die Federn von Faller verwendest. Du solltest davon sowieso Abstand nehmen, ganz einfach, weil du davon nicht genügend bekommst (ausser du läßt sie anfertigen). Ich verwende die selbstfedernden Schleifer, die sind viel leichter zu handeln, aber leider auch nicht mehr zu bekommen.
Allerdings brauche ich auch keine mehr, weil sie sich bei mir nicht abnützen dank Litze.

Du siehst, ich schreibe recht viel - habe heute grad mal viel Zeit - und es hilft mir auch, Lösungen für mich zu finden...

Also nochmal zu den Schleifern: Vor Jahren hatte mal jemand hier einen Entwurf vorgestellt, der hatte eine Z-Form vorgeschlagen. Ich habe die mal nachgebaut, funktionieren auch, aber viel zu kompliziert zu fertigen. Und auch wieder das Verschleißproblem und vor allem das kratzende Geräusch. Das ist mit Litzenschleifern völlig weg, und mit einem guten Chassis fährst du praktisch lautlos! Darüber solltest du dir nochmal Gedanken machen.
Vielleicht gibt es eine Möglichkeit, an deine Einstellschraube ein Stück Messingblech als Blattfeder zu löten?

Ich kann dir nur raten, verwende so wenig Original-Ersatzteile wie möglich! Sonst wird dein Chassis unbezahlbar. Was glaubst, wie die Preise für die Schleiferfedern steigen, wenn du mit deinem Chassis auf den Markt kommst und darauf angewiesen bist?

Als ich mit meinem Chassis im stillen Kämmerlein experimentierte und logischerweise die Faller-Schneckengetriebe verwendete, war es kein Problem, welche zu günstigen Preisen nachzukaufen. - Dann habe ich es hier vorgestellt, und es hat nicht lange gedauert und du konntest keine mehr zu vernünftigen Preisen kaufen - ist das Zufall?

Ich will hier nicht klugscheißern, ich sage dir nur meine Meinung und meine Erfahrungen.

Jetzt noch zu der von dir gewählten Getriebeform: In Verbindung mit dem kleinen Motor hast du da natürlich ein sehr geringes Drehmoment (=Kraft). Auf ebenen Strecken ist das kein Problem, da ist das Fahrzeug unglaublich schnell - aber wenn eine Steigung kommt ...? Da geht es dir dann wie den Autofahrern vor 60 Jahren mit ihren 34 PS-Käfern - vor dem Berg beschleunigen, damit du die Steigung schaffst. Und das willst du dem 5 V-Motor antun?

Du schreibst von einer Haltbarkeit von 20 Stunden. Dann musst du dein Chassis auch so bauen, daß man mit wenigen Handgriffen in kürzester Zeit den Motor tauschen kann - davon sehe ich in deinem Entwurf nichts. Ist auch bei den kleinen Chassis gar nicht möglich, weil es immer eine ziemliche Fummelei ist.Und - wie willst du damit ein 24 h-Rennen gewinnen? - Nein - du musst so bauen, daß ein Defekt wirklich Pech ist und nicht vorkalkuliert.

So, jetzt ists aber mal genug.

Gruß
Hubert
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RE: Chassis und Karosse im Eigenbau mit Rapid Prototyping - von hubert - 26-01-2020, 00:25

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