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Resinebody+Radstandsanpassung
#7
(28-05-2020, 11:16)ebi schrieb: Was sind das für Rücklichter am Simca? Kommen die von einem Diecast Modell?

... macht eine gedruckte Bohrschablone Sinn, oder leiert die aus???

Gruß
Ebi

(28-05-2020, 11:37)rocket schrieb: ... und die armen Stadtbahner schauen hinterher  Rolleyes
Mach bitte mit dem Bericht der Bohrschablonen weiter, denn bei den Achsabständen habe ich auch manchmal so meine Probleme.

VG
Michael
Hallo Ebi,
die Rückleuchten hat struperslot so "knackig" gegossen [Bild: smile.png]!
Die Leuchten sind lediglich mit einem Edding Lackmalstift #751 aufgemalt, um dem unlackierten Vorserien-Muster wenigstens ein paar farbliche Akzente zu geben.
Nein, eine Kunststoff-Bohrschablone macht keinen Sinn, weil die Führungslöcher einer Bohrschablone im relativ weichen Kunststoff zu wenig Führungsfestigkeit geben und sich dann zu schnell vergrößern würden, und die Schablone dadurch gleich ihre Genauigkeit verlieren würde.

Selbst bei dem hier verwendeten Alu-Profil, dessen Stegdicke leider nur 1,5mm ist, ist ein Ausleiern der Bohrlöcher im Laufe der Zeit die Folge. Nach meinen bisherigen Erfahrungen kann man bei "vorsichtiger" Bohrweise (einwandfrei gerader 1,2mm Bohrer + keine zu hohe Drehzahl damit der sehr dünne Bohrer nicht ins flattern kommt) ca. 20 Bohrvorgänge, also für 10 Chassis machen, danach läßt die Genauigkeit allmählich nach, weil sich das Schablonen-Führungsloch vergrößert.
Andererseits ist ggf. der Bau einer neuen Schablone doch relativ schnell gemacht (noch ein paar Details zum Bau der Bohrschablone weiter unten).
In dem Zusammenhang mal die Frage in die Runde: Kennt jemand ein Alu-T-Profil dieser Art mit einer dickeren Steg-Querschnitt?
Stahlprofile in dieser Mini-Dimension habe ich nirgens gefunden, ist auch schwer einzuschätzen, ob das dann mit dem 1,2mm Bohrer problemlos ginge.


Hallo Michael,
Ich werde mal in der nächsten Zeit alle nötigen und möglichen Werte (vielleicht als PDF-Liste) für die o. g. Modelle zusammenstellen, allerdings habe ich kein einziges von den kleineren Chassis, die ihr Stadtbahner einsetzt.

Aber die Vorgehensweise ist ja für alle Chassis, die etwas verlängerte  seitliche Flansche für Vorderachsbohrungen haben, immer dieselbe.
Das Prinzip ist, du gehst immer nur von deinem Original-Vorderachs-Bohrloch aus.
Was du noch ermitteln musst, ist die genaue Höhe dieser Lagerung zur planen Auflage des Chassis auf dem unteren Alu-Schenkel.

Das ist allerdings teiweise, je nach Chassis, schwierig zu messen.
Am besten geht es, wenn du eine lose Vorderachse nimmst, sie eine wenig seitlich rausstehen lässt, das Chassis dabei seitlich fest auf den Alu-Schenkel drückst und dann mit dem Meßschieber-Tiefenmaß von Oberkante Achse nach unten mißt und die Hälfte des Achsdurchmessers von dem Meßwert abziehst.
Ob du zuvor die Schleifer demontieren musst, kann ich mangels vorhandenen Chassis nicht beurteilen.
Damit du zum Messen den Führungsstift nicht ausbauen musst, kannst du dir dafür (ist auch für das spätere Achslochbohren sinnvoll!!!) ein kleines planes Brettchen nehmen und ca. 20mm vom Rand ein 2mm Loch für den Führingsstift bohren (für Leitkiele entspr. größeres Loch).
Das Loch für den Führungsstift hat auch den zusätzlichen Vorteil, dass in den Momenten, wo man meint, noch eine dritte Hand haben zu müssen, das Chassis wegen des im Loch steckenden Führungsstiftes nicht ständig verrutschen kann.
Die ca. 20mm Randabstand (für den Tyco 440x2) haben den Hintergrund, dass so die Bohrschablone etwa am Rande des Brettchens ist, damit das Bohrfutter des Minitools beim Achslochbohren frei drehen kann. Bei deinen kleineren Chassis musst du für den Führungsstift vielleicht noch etwas näher an den Rand bohren, man kann sich zu dem Zweck ja ohnehin diverse kleine Löcher in dem Bereich dafür bohren, falls man verschiedene Chassis mit den zugehörigen Bohrschablonen hat...

Wenn du ein z. B. Stadtbahner-Chassis hast mit einem Radstand "X", und du möchtest eine Radstands-Verlängerung von z. B. +2,5mm, dann bräuchtest du im Grunde erstmal nur ein Blech mit zwei 1,2er (bzw. so dick wie deine Vorderachsen sind) Löchern im Abstand von 2,5mm zueinander.
Um allerdings diese beiden Löcher in genau die gleiche waagerechte Linie zu bekommen, dazu verhilft das T-Profil und indem du das Chassis beim Bohren darin fixierst/andrückst wie die links/rechts Bilder im ersten Beitrag zeigen (du hast ja zuvor in deiner T-Schablone diese beiden 1,2er Bohrungen in der gleichen Höhe in den hochstehenden Steg gebohrt).

Zum Bau einer solchen Schablone ist eine Mini-Bohrmaschine mit kleinen Bohrständer sehr von Vorteil, ein verstellbarer Kreuztisch mit kleinem Schraubstock dazu, auch schön, aber mittels anreissen und ankörnen geht es auch ganz gut und schnell.
Der Rest ist dann nur noch ggf. dort, wo das Chassis seitlich herausstehende Elemente hat, den hochstehenden Alusteg etwas auszusägen, damit man beim parallelen Ausrichten der Schablone zum Chassis so nah wie möglich an der Bohrstelle an das Chassis herankommt, um beim freihandbohren dann etwaige Winkelfehler beim Führen des Minitools zu minimieren.

Bei deiner Bohrschablone könntest du, wenn du willst, für die neue Vorderachs-Postion dein Chassis ggf. noch modifizieren:
Für den Fall nämlich, das du die Bodenfreiheit verringern oder erhöhen möchtest, oder wegen anderer Vorderrad-Durchmesser (LKW? oder Gabelstapler[Bild: tongue.png]), kannst du alternativ auch die neue Achslochbohrung in der Schablone um den benötigten Höhen-Differenz verändern, sofern dies an dem jeweiligen Chassis bautechnisch möglich ist.


LG
Hebi
"... beim Beschleunigen müssen die Tränen der Ergriffenheit waagerecht zum Ohr abfließen"   Walter Röhrl 
  -  Wer später bremst, fährt länger schnell  -

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