09-06-2025, 16:19
Hallo Jungs,
nachdem ganz unverhofft in den letzten Wochen immer mal etwas Zeit frei geworden ist, konnte ich meine Ungeduld in Sachen 67er Lotus nicht mehr bändigen...
In diesem und in den weiteren Fotos: Nr. 4 ist das unveränderte Original-HW-Modell
Die hier noch weißen Teile des Chassis werden später noch unauffäliig mattschwarz lackert.
Das HW-Modell des Lotus hat einen Radstand von 45mm. Das ist mir zu groß. Gemäß unseren Maßstab 1:64 sollen es eher 38mm sein. Und mit viel Wohlwollen wären es bei 1:60 dann 40,2mm.
Nun ist das ja mit unserem "wilden und vogelfreien" H0-Maßstab, von Faller bis Microscalextric /Tyco, so eine Sache...
Am wichtigsten ist für mich immer noch, dass die Proportionen einigermaßen stimmig bleiben.
Also habe ich mir erst mal etliche Bilder vom Original angesehen und dabei festgestellt, dass die verchromte Motor-Atrappe des HW-Modells tendenziell zum restlichen Modell etwas lang aussieht.
Habe mich dann dafür entschieden, an der sinnvollsten Motorstelle später 2mm herauszuschneiden und das dafür vorgesehene Chassis deshalb mit 43mm Radstand aufzubauen.
Mitentscheidend dafür, das Thema Lotus 49 überhaupt anzugehen, war zum einen natürlich mein Spass an dem kleinen, 7mm Sol-Motor und zum anderen der Beitrag von Nossy hier im Forum über den Umbau seiner Microscalextric-Fahrzeuge von Litzenschleifer auf dünne Federstahlblech-Schleifer.
Hier die ersten Bilder,
Bau des Chassis #3 für den Lotus 49:
Die 1,5mm dicke Epoxy-Grundplatte ist an den beiden Stellen (wo der 0,1mm dicke Federstahlstreifen eingeschoben wird), jeweils in 3,5mm Breite um 0,2mm tief abgefräst.
Die beidseitig darüber geklebten Achslagerböcke (für die Vorderachse) sind aus einem Baumarkt PVC-T-Profil, das ich entsprechend zugeschnitten habe. Das Profil bildet durch die T-Form nach unten gleichzeitig die seitliche Absicherung, damit die Schleifer nicht herausrutschen können. Die hier zu sehende Biege-Form des Schleifers ist noch nicht die Endgültige. Wichtig ist, dass der Schleifer in der Fahrzeughöhe so wenig Platz wie möglich beansprucht.
Um den Lotus, analog zum Vorbild, so flach wie möglich zu bekommen, habe ich aktuell eine Bodenfreiheit von 0,7mm (vorn) und 0,6mm (hinten). Das ist sehr eng und für eine einwandfreie Schleifer-Funktion schon eine Herausforderung. Bin (an)gespannt, ob das nachher ordentlich genug wird...
Ich versuche, wegen der Thementrennung zwischen Chassis und Karosserie hier im Forum, die Bauabschnitte entsprechend zuzuordnen, muss aber beim Bauen natürlich immer wieder auch in Sachen Karosserie parallel arbeiten, um jeden Arbeitsgang, wo nötig, miteinander abzustimmen.
Ganz links oben der gescheiterte Versuch, den 0,2mm Schlitz seitlich in die 1,5mm Chassis-Grundplatte zu fräsen. Das dünne Sägeblatt war einfach nicht seitenführungsstabil genug. Auch der Versuch mit 2 aneinander gespannten Sägeblättern, je 0,1mm, ist gescheitert.
Oben rechts meine optimierte kompakte Schleifereinheit mit den üblichen Druckfedern, die auch für das neue Bugatti 35-Modell von finbar/Grifo als Schleifer-Geometrie-Vorbild dient.
Darunter ein Blockmotor, wie er von seiner Baugröße in einigen Racingmodellen zu finden ist und hier nur als Größenvergleich dienen soll.
Der eingesetzte Motor, im Bild daneben das Motor-Bett und die Schließung der seitlichen Lücke zwischen Hinterachslagerbock und Karosserie.
Motorbefestigung in der Mulde mittels Teppichklebeband.
Leider muss ich als nächstes die Mulde und die seitlichen Dreiecksleisten noch etwas nacharbeiten/tiefer machen, weil ich das nur 0,2mm dicke Klebeband vernachlässigt hatte. Aber diese 0,2mm mehr sind leider an Einbauhöhe schon zu viel für die kleine Verzahnung. Das Ritzel des Motors liegt nach dem Motor-Einkleben nicht mehr exakt in Höhe der Hinterachse und hakelt dadurch in der Verzahnung des Kronenrades.
Um den Fahrer möglicht tief ins Cockpit zu bekommen und dabei keine Einbauhöhe zu verschenken, habe ich entschieden, dass er Teil des Chassis werden muss.
Damit bekommt er außerdem noch eine 2. Funktion. Er wird direkt auf dem Motor aufgeklebt und dient so zusätzlich in seinem engen Cockpit als Drehmomentstütze/Verdrehsicherung für den mit Teppichklebeband aufgeklebten Motor.
Und außerdem: Ein richtig guter Rennfahrer hat sein Gefühl für die Reaktionen seines Wagens ja sowieso nicht nur in den Händen und im Gasfuß, sondern ganz besonders im .......
So in etwa könnte er aussehen. Aber es ist noch ein langer Weg...
soweit erstmal für heute
BG
Hebi
nachdem ganz unverhofft in den letzten Wochen immer mal etwas Zeit frei geworden ist, konnte ich meine Ungeduld in Sachen 67er Lotus nicht mehr bändigen...
In diesem und in den weiteren Fotos: Nr. 4 ist das unveränderte Original-HW-Modell
Die hier noch weißen Teile des Chassis werden später noch unauffäliig mattschwarz lackert.
Das HW-Modell des Lotus hat einen Radstand von 45mm. Das ist mir zu groß. Gemäß unseren Maßstab 1:64 sollen es eher 38mm sein. Und mit viel Wohlwollen wären es bei 1:60 dann 40,2mm.
Nun ist das ja mit unserem "wilden und vogelfreien" H0-Maßstab, von Faller bis Microscalextric /Tyco, so eine Sache...
Am wichtigsten ist für mich immer noch, dass die Proportionen einigermaßen stimmig bleiben.
Also habe ich mir erst mal etliche Bilder vom Original angesehen und dabei festgestellt, dass die verchromte Motor-Atrappe des HW-Modells tendenziell zum restlichen Modell etwas lang aussieht.
Habe mich dann dafür entschieden, an der sinnvollsten Motorstelle später 2mm herauszuschneiden und das dafür vorgesehene Chassis deshalb mit 43mm Radstand aufzubauen.
Mitentscheidend dafür, das Thema Lotus 49 überhaupt anzugehen, war zum einen natürlich mein Spass an dem kleinen, 7mm Sol-Motor und zum anderen der Beitrag von Nossy hier im Forum über den Umbau seiner Microscalextric-Fahrzeuge von Litzenschleifer auf dünne Federstahlblech-Schleifer.
Hier die ersten Bilder,
Bau des Chassis #3 für den Lotus 49:
Die 1,5mm dicke Epoxy-Grundplatte ist an den beiden Stellen (wo der 0,1mm dicke Federstahlstreifen eingeschoben wird), jeweils in 3,5mm Breite um 0,2mm tief abgefräst.
Die beidseitig darüber geklebten Achslagerböcke (für die Vorderachse) sind aus einem Baumarkt PVC-T-Profil, das ich entsprechend zugeschnitten habe. Das Profil bildet durch die T-Form nach unten gleichzeitig die seitliche Absicherung, damit die Schleifer nicht herausrutschen können. Die hier zu sehende Biege-Form des Schleifers ist noch nicht die Endgültige. Wichtig ist, dass der Schleifer in der Fahrzeughöhe so wenig Platz wie möglich beansprucht.
Um den Lotus, analog zum Vorbild, so flach wie möglich zu bekommen, habe ich aktuell eine Bodenfreiheit von 0,7mm (vorn) und 0,6mm (hinten). Das ist sehr eng und für eine einwandfreie Schleifer-Funktion schon eine Herausforderung. Bin (an)gespannt, ob das nachher ordentlich genug wird...
Ich versuche, wegen der Thementrennung zwischen Chassis und Karosserie hier im Forum, die Bauabschnitte entsprechend zuzuordnen, muss aber beim Bauen natürlich immer wieder auch in Sachen Karosserie parallel arbeiten, um jeden Arbeitsgang, wo nötig, miteinander abzustimmen.
Ganz links oben der gescheiterte Versuch, den 0,2mm Schlitz seitlich in die 1,5mm Chassis-Grundplatte zu fräsen. Das dünne Sägeblatt war einfach nicht seitenführungsstabil genug. Auch der Versuch mit 2 aneinander gespannten Sägeblättern, je 0,1mm, ist gescheitert.
Oben rechts meine optimierte kompakte Schleifereinheit mit den üblichen Druckfedern, die auch für das neue Bugatti 35-Modell von finbar/Grifo als Schleifer-Geometrie-Vorbild dient.
Darunter ein Blockmotor, wie er von seiner Baugröße in einigen Racingmodellen zu finden ist und hier nur als Größenvergleich dienen soll.
Der eingesetzte Motor, im Bild daneben das Motor-Bett und die Schließung der seitlichen Lücke zwischen Hinterachslagerbock und Karosserie.
Motorbefestigung in der Mulde mittels Teppichklebeband.
Leider muss ich als nächstes die Mulde und die seitlichen Dreiecksleisten noch etwas nacharbeiten/tiefer machen, weil ich das nur 0,2mm dicke Klebeband vernachlässigt hatte. Aber diese 0,2mm mehr sind leider an Einbauhöhe schon zu viel für die kleine Verzahnung. Das Ritzel des Motors liegt nach dem Motor-Einkleben nicht mehr exakt in Höhe der Hinterachse und hakelt dadurch in der Verzahnung des Kronenrades.
Um den Fahrer möglicht tief ins Cockpit zu bekommen und dabei keine Einbauhöhe zu verschenken, habe ich entschieden, dass er Teil des Chassis werden muss.
Damit bekommt er außerdem noch eine 2. Funktion. Er wird direkt auf dem Motor aufgeklebt und dient so zusätzlich in seinem engen Cockpit als Drehmomentstütze/Verdrehsicherung für den mit Teppichklebeband aufgeklebten Motor.
Und außerdem: Ein richtig guter Rennfahrer hat sein Gefühl für die Reaktionen seines Wagens ja sowieso nicht nur in den Händen und im Gasfuß, sondern ganz besonders im .......
So in etwa könnte er aussehen. Aber es ist noch ein langer Weg...
soweit erstmal für heute
BG
Hebi
"... beim Beschleunigen müssen die Tränen der Ergriffenheit waagerecht zum Ohr abfließen" Walter Röhrl
- Wer später bremst, fährt länger schnell -
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