(07-08-2025, 11:00)mos schrieb: Du hast ja mit deiner Beschreibung des Fahrverhaltens mächtig untertrieben. Hätte nicht gedacht, das das Geschoss so eine gute Bodenhaftung hat...
Hallo Michelo,
seit die Scheifer störungsfrei funktionieren, macht der Bugatti auch richtig Spass. An die eher mittelmäßige Bremse habe ich mich inzwischen gewöhnt. Mit dem 15 Ohm-Widerstand ist die Regelbarkeit auch soweit in Ordnung.
Mit einem nur 10 Ohm-Widerstand kommt er auf den Geraden sogar in die Bereiche von Tyco 440x2 und Co.!!!
Allerdings, die hohen Kurvengeschwindigkeiten vom Tyco 440x2 und ähnlichen Magnetern, sind, auch wenn das auf dem Video vielleicht so wirken mag, nicht wirklich erreichbar.
Das liegt an den Handycaps der schmalen Reifen, schwächeren Magneten, des etwas höheren Schwerpunktes und der Tatsache, das der Micro-Motor zwar erstaunlich schnell ist, aber von unten vergleichsweise heraus weniger Bumms wie die viel größeren Motoren hat, insbesondere wie bei mir an einer Stelle, wo man aus einer Schikane heraus ("Eau Rouge-Passage", hinter dem Boxengebäude) in eine ansteigende Gerade bescheunigen muss...
Deshalb fahre ich ihn mit deutlich schwächeren Haft-Magneten als sie beispielsweise der Tyco hat, um ihm nicht auch noch seine Motorleistung zu drosseln. Dazu kommt noch, dass der Motor-Magnet des schmalen Micro-Motors in der Chassismitte selber überhaupt keinen zusätzlichen Haft-Einfluß auf die Stromschienen hat, im Vergleich zu den breiten Motoren der offenen Motor-Bauweise.
Und zu guter Letzt: Der Bugatti hat inzwischen schon viel Fahrzeit auf dem Buckel. Der Grenzbereich zum Abfliegen ist bei den hohen Geschwindigkeiten wie im Video sehr eng. Das ist das, was mir an dem Modell wenigsten gefällt.
Nur 10 solch schnelle Runden am Stück hin zu bekommen, ist sehr sehr schwer.
Deshalb ist er zum "stundenlangen" Heizen absolut nicht geeignet. Wäre wahrscheinlich für den kleinen Motor auch nicht so gesund.
Aber echt erstaunlich, wie gut der Bugatti noch aussieht, denn wenn er abfliegt, dann ist es i.d.R. richtig. Karosserie und Chassis sind ausreichend stabil, noch keinerlei Abbrüche. Und der Fahrerkopf mit seiner Stahl-Wirbelsäule bügelt kopfüber alles, was nicht bei 3 auf den Bäumen ist, aus dem Weg.

Natürlich kann das, was ich da gebaut habe, nicht auf Anhieb die optimale Rennversion sein. Es ist auf jeden Fall noch verbesserbar.
Aber ich habe leider nicht die Möglichkeiten und die Zeit und auch nicht die Lust, bei einer Neuentwicklung mir jedesmal 10 Chassis zu bauen um so nur bespielsweise die Haftmagnetstärke, die Magnetform und Position an der Bodenplatte des Chassis zu optimieren und in Verbindung zu jeder einzelnen Magnet-Version dann noch mit der Position des Führungsstiftes zu variieren. Wobei von der Position des Führungsstiftes wiederum der jeweiligen Position der Schleifer abhängig ist...
Für mich ist das Modell in dieser Ausführung abgeschlossen, ich denke ohne erheblichen Mehraufwand geht nicht mehr. Das soll nicht unzufrieden klingen, bin im Grunde sehr happy mit dem Modell.
Fahrwerkseinstellung, wie schwer das ist, das Optimum heraus zu kitzeln, führen uns die Großen in der Formel 1 bei jedem Rennen vor... Einer hats gefunden, die anderen fahren nur hinterher.
Da ist doch finbar mit seinen Plänen, mit dem Bugatti einfach nur lässig durch die Stadt cruisen..., schon ein Großes Stück weiter!
BG
Hebi
"... beim Beschleunigen müssen die Tränen der Ergriffenheit waagerecht zum Ohr abfließen" Walter Röhrl
- Wer später bremst, fährt länger schnell -
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