Vor 5 Stunden
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: Vor 4 Stunden von Fallerista.)
Da kommen ja uralte Erinnerungen hoch. Keine Ahnung mehr, ob Störungen nicht irgendwie dazu gehörten? Bei dieser Gelegenheit bin ich auf die vollständig einsehbaren Ausgaben der Funkschau gestossen. Vielleicht interessiert Euch ja das geballte Wissen der 60er und früherer Jahrzehnte:
https://www.bastel-radio.de/funkschau-die-60er-jahre/
Die Funkentstörung von motorisiertem Spielzeug (wie Carrera-Bahnen, Modelleisenbahnen oder Blechspielzeug) war in den 1960er Jahren ein Dauerthema in der Fachzeitschrift funkschau. Der Grund: Die kleinen, ungeregelten Gleichstrommotoren in den Spielzeugen erzeugten durch das Bürstenfeuer am Kommutator massive elektromagnetische Störsignale. Diese störten den zeitgleichen Radio- (LKW, MW, UKW) und insbesondere den damals noch jungen Fernsehempfang (UHF/VHF) im ganzen Haus. [1, 2]
Warum Spielzeug in den 60ern entstört werden musste
Typische Entstör-Methoden aus der funkschau
Die funkschau lieferte Bastlern und Technikern in den 60er Jahren präzise Anleitungen, wie man Spielzeuge nachträglich beruhigen konnte:
Historischer Kontext
In den Archiven der funkschau aus diesem Jahrzehnt finden sich regelmäßig Schaltbilder und Testberichte zu Spielzeug-Eisenbahntrafos und Fernsteuerungen, bei denen die integrierte Werks-Entstörung ein wichtiges Qualitätskriterium darstellte.
https://www.bastel-radio.de/funkschau-die-60er-jahre/
Die Funkentstörung von motorisiertem Spielzeug (wie Carrera-Bahnen, Modelleisenbahnen oder Blechspielzeug) war in den 1960er Jahren ein Dauerthema in der Fachzeitschrift funkschau. Der Grund: Die kleinen, ungeregelten Gleichstrommotoren in den Spielzeugen erzeugten durch das Bürstenfeuer am Kommutator massive elektromagnetische Störsignale. Diese störten den zeitgleichen Radio- (LKW, MW, UKW) und insbesondere den damals noch jungen Fernsehempfang (UHF/VHF) im ganzen Haus. [1, 2]
Warum Spielzeug in den 60ern entstört werden musste
- Das Problem: Sobald die Motoren von Autorennbahnen oder Lokomotiven anliefen, fingen Fernseher an zu flimmern und Radios knackten oder rauschten unerträglich. [1]
- Die gesetzliche Pflicht: In Deutschland überwachte die Deutsche Bundespost streng die Einhaltung der Funkentstörung. Nicht entstörtes Spielzeug durfte offiziell nicht betrieben werden. [1]
Typische Entstör-Methoden aus der funkschau
Die funkschau lieferte Bastlern und Technikern in den 60er Jahren präzise Anleitungen, wie man Spielzeuge nachträglich beruhigen konnte:
- Kondensatoren am Motor (Die Standardlösung):
- Ein kleiner Keramik- oder Papierkondensator (oft im Bereich von 10 bis 47 Nanofarad) wurde direkt parallel an die beiden Anschlüsse des Spielzeugmotors gelötet.
- Zusätzlich wurde oft je ein Kondensator von jedem Motoranschluss gegen das (Metall-)Gehäuse des Motors geschaltet.
- Ein kleiner Keramik- oder Papierkondensator (oft im Bereich von 10 bis 47 Nanofarad) wurde direkt parallel an die beiden Anschlüsse des Spielzeugmotors gelötet.
- UKW-Drosseln:
- Für hartnäckige Fälle (besonders im UKW- und Fernsehbereich) wurden kleine Spulen (Drosseln) direkt in die Zuleitungen des Motors eingebaut. Diese blockierten die hochfrequenten Störströme.
- Für hartnäckige Fälle (besonders im UKW- und Fernsehbereich) wurden kleine Spulen (Drosseln) direkt in die Zuleitungen des Motors eingebaut. Diese blockierten die hochfrequenten Störströme.
- Schleifer-Entstörung bei Rennbahnen:
- Bei Autorennbahnen (wie Carrera) entstand der Funkenschlag nicht nur im Motor, sondern auch an den Stromabnehmer-Schleifen auf den Schienen. Hier empfahl die funkschau zusätzliche Entstörglieder direkt an der Anschluss-Schiene oder im Transformator. [1]
- Bei Autorennbahnen (wie Carrera) entstand der Funkenschlag nicht nur im Motor, sondern auch an den Stromabnehmer-Schleifen auf den Schienen. Hier empfahl die funkschau zusätzliche Entstörglieder direkt an der Anschluss-Schiene oder im Transformator. [1]
Historischer Kontext
In den Archiven der funkschau aus diesem Jahrzehnt finden sich regelmäßig Schaltbilder und Testberichte zu Spielzeug-Eisenbahntrafos und Fernsteuerungen, bei denen die integrierte Werks-Entstörung ein wichtiges Qualitätskriterium darstellte.

