Hätte da mal wieder eine Frage an die Profis. Ich möchte einen doppelspurigen Abzweig wieder instand setzen, bin mir aber nicht 100%ig klar, welche Kabel wohin gehören. Bei den anderen Abzweigen war dies kein Problem (da habe ich inzwischen 4 Stück wieder reparieren können, meistens war einer der dünnen Drähte der Wicklung auf dem Weg zur Stromführung durchgebrochen), allerdings ist dieser ein wenig speziell und ich habe leider kein Vergleichsmodell.
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Was ich weiß (oder zu wissen glaube...): braunes Kabel (Stromführung) kommt an den linken oberen Anschlusspunkt, darunter an den Anschlusspunkt (gleiche Seite) kommt einer der dünnen Drähte der Wicklung. An den rechten oberen Anschlusspunkt kommt das blaue Kabel und darunter das Kabel, das auf der anderen Seite an diesem kleinen eingeklemmten Blech angelötet ist. Wozu dient dieses Blech? Hat es Verbindung/Kontakt zur Stromschiene oder nicht? Und besteht von hier aus noch eine Verbindung zu dem kleinen Arm-Fortsatz des Abzweig-Mechanismus (Zunge)? (wozu ist sonst dieser kleine Arm überhaupt da???). Ein weiterer Draht von der Wicklung ist bereits an einem Blech festgelötet, das zur Führungs-Buchse des Abzweige-Mechanismus führt.
Ich hoffe, die Verwirrung ist jetzt komplett und einer von euch blickt trotzdem noch durch... Ach ja, nicht vergessen: ich bin in Sachen Elektrik wirklich ein absoluter Laie - Erklärungen am besten mit Skizze oder für ganz Blöde... :wacko:
Schon mal besten Dank für eure Mühe - und noch einen schönen Sonntag!
P.S. "Oben und unten" meint, dass die Schiene dann gerade vor einem liegt und man den Abzweig links und die Wicklung unten links hat - die Schiene liegt auf dem Foto in einem anderen Winkel, da man so die Einzelteile besser sehen kann.
das ist eine Weichenansteuerung mit Endabschaltung. Will heißen, der elektrische Kontakt zur Spule wird unterbrochen, sobald die Weiche umgeschaltet ist. Steht die Weiche auf "Gerade", muss die Verbindung - zwischen "eingeklemmten" Blech und dem Stellhebel - geschlossen sein.
Ich habe jetzt kein Gutmuster parat, mir scheint aber, dass da ein Blechlein fehlt bzw. abgebrochen ist. Deine Erklärung müsste soweit korrekt sein.
ciao michaelo ... und wer zuletzt aufgibt gewinnt.
Toll, das hilft mir auf jeden Fall! Dann fehlt mir also nur das kleine Blechteil, das die Verbindung vom Zungen-Seitenarm zum eingeklemmten Blech herstellt - das kann ich doch mit einem alten Schleifer herstellen, oder brauche ich da besonderes Material?? Witzig, in welch unterschiedlichen Bauformen/Aufteilungen Faller diese Teile produziert hat. Bei mir liegen Spule und eingeklemmtes Blechteil ganz woanders... Wenn ich das also so verbinde wie auf den Fotos von Lothar müsste es also funktionieren - ich probiere es aus.
Jetzt Neuigkeiten zum Arbeitsfortschritt. Habe alles so verdrahtet und verlötet, wie es im Beispiel von Lothar zu sehen war. Und siehe da: es tut sich was. Zumindest fließt schon mal Strom, allerdings kommt es mehr zur Funkenbildung als zum gewünschten Schalt-Effekt. Man merkt zwar, dass der Magnet von der Spule weg will, aber die Kraft reicht nicht, um bis zum unteren Magneten zu kommen. Bei der kurzen Betätigung des Schaltknopfes am Faller-Stellpult funkt es zwischen dem eingeklemmeten Blechteil und dem von mir angesetzten Blechstück (habe ich aus einem Messing-Schienenverbinder gebastelt), aber so ganz richtig kann das ja noch nicht sein, oder? Womöglich habe ich irgendwo noch was falsch gelötet... deshalb hier mal die Fotos der Reihe nach: "Feuerwerk", offen und geschlossen (manuell eingestellt).
Wäre super, wenn ihr euch das noch mal anschauen und eure geschätzten Kommentare dazu geben könntet. Besten Dank vorab und viele Grüße aus dem hohen Norden (ja ist denn schon Silvester...???)
Wenn das blaue Kabel,das zur Schiene führt PLUS ist und nach der Spule an dein neu angelötetes "Messingärmchen" geht,das dann an dem braunen Kabel,also an MINUS endet,ist das glaube ich ein Kurzschluss!
Das Messingteil,das du da angelötet hast,ist zudem auch recht massiv.das Originalteil ist mehr so ein Federblech.
Hoffe,daß ich mich nicht verguckt habe.....
Gruss
Michael
Ich bin heute irgendwie neben der Spur.Ist schön hier!
@ Michael: Ich habe die Kabel mal vertauscht, aber der Effekt ist der selbe (wahrscheinlich wegen Wechselstrom...)
@ Lothar: ja, ich arbeite mit Wechselstrom (die guten alter Faller-Trafos), damit funktionieren meine anderen Weichen auch gut. Also ich weiß nicht, was ich da noch ändern kann, der Funkenflug bleibt (auch bei getauschtem blauen und braunen Kabel - aber das hattest du ja schon geschrieben), und der Schaltmechanismus zuckt kurz, wechselt aber nicht zum anderen Magneten...???
Ob es in der Tat am Verbindungsstück zwischen Schaltmechanismus und eingeklemmtem Blech liegt? Ich habe leider nicht so ein Federblech wie im Original, aber auch bei mir gibt es ja nur punktuellen Kontakt, der beim Schalten dann sofort unterbrochen wird. Habe auch das Messingblech so klein wie möglich geschnitten.
Mhhh, was kann man nun machen? Bzw. was kann ich nun machen? Ich würde den Abzweig gerne retten (anstelle einfach mal 'nen neuen kaufen) - habt ihr da noch 'ne Idee?
wie schon gesagt, ist das eine Weiche mit Endabschaltung und nicht mit Frühabschaltung .
Will heißen, die Verbindung darf erst kurz vor Ende der Umschaltung unterbrochen werden, so dass der Magnet für den Rest des Weges sorgt. Also umzusetzen, wie es Lothar beschrieben hat.
ciao michaelo ... und wer zuletzt aufgibt gewinnt.
Was soll ich sagen... es funktioniert!!!! Habe das Schaltfähnchen so weit vorgedrückt, dass der Abstand zwischen Spule und Magnet ca. 4 mm ist - die Spur wird somit weiterhin geradeaus gehalten. Und nun klappt's auch mit dem Umschalten, so dass der untere Magnet genug Anziehungskraft entwickelt, um die Weiche zu schalten. Mal schaun, wie lange das im Fahrbetrieb hält.
Auf jeden Fall danke ich euch vielmals für die hilfreichen Tipps - so macht das Basteln wirklich Spaß.
Beste Grüße aus dem hohen und nun wieder schaltfähigen Norden!
Das (das kleine Blech) wär's gewesen! Momentan arbeitet meine individuelle Lösung mit einem Teilstück eines ausgedienten Schienenverbinders noch - eleganter ist die Werkslösung natürlich auf jeden Fall - und wahrscheinlich auch praktikabler/zuverlässiger.
Auf jeden Fall danke für die Info - und noch einen schönen Abend.
11-11-2014, 22:41 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 11-11-2014, 22:43 von HeHo.)
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Hallo Thomas, hallo zusammen,
wie schon gesagt, ist das eine Weiche mit Endabschaltung und nicht mit Frühabschaltung .
Will heißen, die Verbindung darf erst kurz vor Ende der Umschaltung unterbrochen werden, so dass der Magnet für den Rest des Weges sorgt. Also umzusetzen, wie es Lothar beschrieben hat.
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Klasse formuliert michaelo!
Wechselsannug ist OK. Das hatte Faller zu der Zeit auch mit den Containercars und Autoverladung so vorgesehen. Aber das war ja auch die schöne Idee, das ein Elektromagnet einen Permanentmagnet weg schubst. Sozusagen mechanische Gleichrichtung. Richtig gerichteter Gleichstrom geht natürlich auch. :lol:
Kleine Feinarbeiten für für zuverlässigen Betrieb wie richtigen Abstand durch Biegen herausfinden, oder doch auch weiches dünnes Kupferblech nehmen, sollte reichen. Villeicht noch ein Tipp Thomas, wenn du evtl. doch ein längeres (rotes) Drähtchen nehmen kannst. dann könntest du es so verlegen, das es nicht unter den bewegten Teilen geführt wird. Sollte dir mal auf deiner Bahn der eine oder andere Krümel rein kommen, dann hat er weniger Platz was zu verklemmen.
Einen kleinen Funken kann mann wohl nie ganz vermeiden.
Danke für den Tipp - das rote Kabel hatte ich gestern bereits verlängert und unterhalb der bewegten Teile geführt - sonst hätte es auch mit der Abdeckplatte geklemmt. Schön, was euch alles so auffällt - das gibt Sicherheit für die nächsten Basteleien...