Beiträge: 440
Themen: 24
Registriert seit: Aug 2012
Bewertung:
2
Im Netz findet man gelegentlich Tipps zum “Wiederbeleben” verhärteter Gummireifen. Ich habe tagelanges Einlegen in Reifenhaftmittel (STP?) ausprobiert und auch das Dauerbad in Liqui Moly. Beides hat nichts gebracht. Hat irgendwer eine bessere Idee – außer Wegschmeissen?
Ich vermute, es geht um den Schwefelanteil im Gummi.
- HansHH
Beiträge: 799
Themen: 116
Registriert seit: Apr 2011
Bewertung:
9
Location: 08451 Crimmitschau
Hi HH-Hans,
irgendeiner hatte hier mal was gepostet, einlegen in Nivea-Creme soll harte Reifen wieder weichmachen, frage aber bitte nicht, wer das war, musst Du in den Tiefen des Forums mal suchen.
Grüssle,
Hans-auss´m Fallerland
Lionel und BloMo Fan, Atlas und jetzt wireless
Beiträge: 2.099
Themen: 120
Registriert seit: Dec 2004
Bewertung:
2
Location: München
(25-04-2015, 12:54)HansHH schrieb: Im Netz findet man gelegentlich Tipps zum “Wiederbeleben” verhärteter Gummireifen. Ich habe tagelanges Einlegen in Reifenhaftmittel (STP?) ausprobiert und auch das Dauerbad in Liqui Moly. Beides hat nichts gebracht. Hat irgendwer eine bessere Idee – außer Wegschmeissen?
Ich vermute, es geht um den Schwefelanteil im Gummi.
- HansHH
Hallo Hans,
Du kannst dünn oberflächlich tatsächlich eine gewisse, temporäre Geschmeidigkeit erzielen durch Öle und Fette. Ist aber m.E. schade um die Arbeit.
Fakt ist, dass aus diesen Reifen, sie sind aus irgendeinem Kunstkautschuk oder gar PVC-weich die Weichmacher, das ist zumeist DOP (Dioctylphtalat) rausdiffundiert sind. Ich hatte da bei AW Vitrinenfahrzeugen schon reglerechte Pfützen nach ein paar Jahren (2-3) unter den Reifen. Das DOP bringst nie mehr hinein. Doch durch zermalen des Reifens und Neuvulkanisation, aber das können nur Profis!
Der Schwefelanteil hat daran gar keinen Anteil, den benötigt man im Prinzip nur um den Vulkanisationsprozess überhaupt durchführen zu können. Da ist ein hoher S - Anteil dann eher unerwünscht, weil er dem Kautschuk mehr Härte gibt. Beispiel Flugzeugreifen, die brauchen so eine extrem harte Oberfläche und bestehen auch heute noch zum großen Teil aus Naturkautschuk, der mit S Vulkanisiert wurde. Brückenlager, Bahnradreifendämpfer o.ä.
Also ex und hopp!
Beiträge: 1.701
Themen: 121
Registriert seit: Dec 2004
Bewertung:
2
Location: Hamburch-Süd
25-04-2015, 21:59
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 25-04-2015, 22:00 von ebi.)
(25-04-2015, 18:44)Reifenheizer schrieb: Nivea-Creme soll harte Reifen wieder weichmachen
40 Jahre alte VW-Käfer Gummimatten hab ich mit Weichspüler
wieder geschmeidig machen können (schön einmassiert)!!
Und die duften danach auch noch mächtig Aprilfrisch!!
Vielleicht klappt das auch mit H0 Reifen???
Übrigens reißen ALLE meine AutoWorld Vorderreifen ( die breiten)
nach 4-5 Jahren! Wie sehen Eure Vorderreifen dieser Marke aus?
Sind die bei Euch nach so langer Zeit noch heil??
Die von Fritz beschriebene Pfütze konnte ich auch feststellen.
Teilweise waren Bahnstücke, auf die ich die Autos in der
Vitrine abgestellt hab und die Karosserien auch verformt!!
Gruß
Ebi
Beiträge: 54
Themen: 5
Registriert seit: Apr 2013
Bewertung:
0
Servus Hans!
Auch ich hab' das Problem, dass die alten Reifen hart werden. Weder "Gummifrisch" welches in Druckereien zum Einsatz kommt, noch "Armor All" bringt was. Wenn Du die Reifen mit Geschirrspülmittel wäscht, zerfallen die nach kurzer Zeit. Entweder Reproreifen oder Fritzes Silikonis (mit denen ich beste Erfahrungen gemacht habe- danke Fritz!)
schaffen längerfristig Abhilfe. Solltest Du noch weiche Reifen (vordere für Zigarre haben)- wie Autoreifen lagern.
Herzliche Grüße aus Breitenfurt bei Wien sendet Euch allen
Alex
Beiträge: 440
Themen: 24
Registriert seit: Aug 2012
Bewertung:
2
26-04-2015, 16:44
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 26-04-2015, 16:46 von HansHH.)
Aha - Weichspüler!
Noch so 'ne Idee, die ich gegen Ende der nächsten Woche mal ausprobieren werde. Ergebnis wird anschließend hier vorgetragen. Ich benötige eigentlich nur ein itzeliges Shore-chen für etwas mehr Haftung und alles wäre gut. Und "Aprilfrisch" käme auch gelegen.
Nivea-Creme hab ich schon durch. Bringt leider nix - wiewohl man als Hamburger bei deren Anwendung mit lokalpatriotischen Wallungen ans Werk geht. Nivea kommt von hier. Und der chemische Voll-Laie hat ja unseren Chef-Pharmazeuten noch im Ohr - damals in der "Faller-Öl"-Ecke: "Öle sind Lösungsmittel". Da könnte man sich mit seinem beschränkten naturwissenschaftlichen Durchblick schon vorstellen, dass Nivea auch auf Reifen Segen bringt. Andererseits: wenn STP nix bringt, warum sollte dann Nivea...?
Auf Fritzens Beitrag hatte ich bei meiner Frage besonders gehofft. Und er bietet (mal wieder!) das - im Grunde schon erwartete - Myth-Busting.
Danke für Eure Tipps und Einschätzungen bis hierhin:
- HansHH
Beiträge: 2.164
Themen: 74
Registriert seit: Jan 2005
Bewertung:
7
Alle Kunststoffe, Gummis, Silikone, PU usw. können Weichmacher enthalten. Doch sind diese (Weichmacher) erst mal aus dem Material raus, kannst Du die leider NICHT mehr hineinbringen. Selbst mit den größten Anstrengungen nicht. Also bleibt nichts anders übrig als Tonne auf und weg damit. Wie der Fritz schon sagte.
VORHER, also wenn die Reifen(-Materialien) noch neu und geschmeidig sind, kann man was machen. Ich werde aus (hoffentlich) verständlichen Gründen jetzt nicht zu jedem Material die (bei 1:24 größtenteils verbotenen!) Haftmittel hier nennen, denn die sind ja (bei 1:24) verboten. Teilweise ruinieren die Haftmittel auch das Schienen-Material. Das ist ja auch logisch, denn die (meist) kleinen Weichmacher- bzw. Haftmittel-Moleküle dringen nicht nur in das Reifen-Material ein, sondern auch in das Schienen-Material. Und dann kann es irgendwann erst "Spurrillen", dann Brösel geben. Das kann ja in meinen Augen so recht niemand wollen.
Früher haben die Holzbahn-Renner bei Flexis und Wing-Cars mal Wintergrünöl, ein Rheuma-Mittel für deren Moosis verwendet. Aber das brennt in den Augen. Deswegen nehmen die heute eher irgendwelche Öle oder Sunblocker. Sonnemilch LSF 15. Oder so. Die heutigen Moosis, Scaleauto ProCom-3 oder wie die heißen, sind von vornherein leicht "geschmiert". Wenn das alle fahren, ist das ja auch egal. Dabei wirken die Sunblocker, indem sie aus den halboffenen Bläschen der Moosis kleine "Saugnäpfe" machen, also teilweise "physikalisch". (Also NIVEA-CREME habe ich nie gesagt).
Aber Haftmittel können ja auch so kleben, daß man sich nur den Staub bzw. Reifen-Abrieb aufsammelt. Dann freut sich immer nur der, der nach einem die Spur benutzt. Außerdem fördert jedes Haftmittel auf jeden Fall immer nur den Abrieb und Verschleiß. Dazu kommt, daß im Gegensatz zu 1:24(!) bei uns (UND bei 1:32!) die Felgen ja auch aus Kunststoff sind. Wer zu oft und zu lange irgendwelche Haftmittel verwendet, ruiniert mit Sicherheit über kurz oder lang seine (Kunststoff-)Felgen. Und wenn man weiß, wie "häufig" es wirklich gute, runde h0-Hinterachsen gibt,..............!
Das "neutralste", "politsch korrekteste" Material für Reifen ist in meinen Augen bei h0(!) immer noch Silikon. Silikon braucht kein Haftmittel, altert praktisch nie und nutzt sich fast nicht ab. Jedenfalls bei h0 nicht bzw. so gut wie nicht. Das ist einer der Gründe, wieso wir bei h0, alle Klassen ja praktisch nur noch Silikonis fahren.
Ich hoffe, ich habe mich "kurz genug" gefasst, auch in Michaels und Fritzens Sinne!?
Hans a D
Die Menschen hören nicht auf zu spielen, weil sie alt werden,
die Menschen werden alt, weil sie aufhören zu spielen.
Beiträge: 440
Themen: 24
Registriert seit: Aug 2012
Bewertung:
2
Wie erwartet, glänzen unsere Chef-Chemiker mit solidem Knowhow. Und - ehrlich gesagt: ihre Kommentare überraschen mich nicht. Das deckt sich mit meinen Beobachtungen.
Trotzdem habe ich nun folgendes Experiment gemacht.
Man nehme:
1. Tablettentablett mit Unterteilungen für Morgen, Mittag, Abend, Nacht und individuellen Deckelchen darüber.
2. Von ihren Dimensionen und Eigenschaften her, recht interessante Gummiwalzen aus einem HP-Drucker, wo sie das Papier vom Magazin zu den Druckköpfen transportieren.
3. Vier verschiedene Essenzen:
a) Weichspüler (Mit Dank an meine supernette, finnische Nachbarin Ritwa!),
b) Feinwaschmittel (nochmals Danke, Ritwa - unser nächster Überfall auf die Eisdiele ist bereits programmiert!)
c) Reifenhaftmittel der 1:24er Wingcars (das "STP"-Additiv sein könnte).
d) "Ballistol"-Öl (weil das nicht nur mir durch seine Aggressivität gegenüber Kunststoffen negativ aufgefallen war - vgl. unseren "Faller-Öl"-Fred...)
Zubereitung:
Jedes Kästchen erhielt eine der kleinen Gummiwalzen und wurde dann satt mit einer der Essenzen aufgefüllt. Deckelchen zu. Fertig. Weitere Gummiwalzen blieben unbehandelt, für den späteren Vergleich. Das Ganze ruht jetzt bis nächsten Donnerstag in einer verkehrsarmen Ecke. Wenn ich dran denke, werde ich am Montag mal die Gummidinger in ihren Suppen leicht bewegen.
Nun die Frage:
+ Ist das - wie die Aussagen unserer Chefchemiker erwarten lassen - lediglich ein netter Zeitvertreib ohne sittlichen Nährwert (mal abgesehen davon, dass man bei Ritwa in der Küche sitzt und tratscht)?
+ Oder wird eine der kleinen Gummiwalzen anschließend etwas weicher/griffiger sein? Und - falls: ja - welche?
- HansHH
Beiträge: 2.164
Themen: 74
Registriert seit: Jan 2005
Bewertung:
7
02-05-2015, 13:35
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 02-05-2015, 13:40 von hansausdortmund.)
Möglicherweise der Gummi, der in Öl "eingelegt" wurde aber mit der demnächst entsprechend geringeren Haltbarkeit. 
Ach ja, ich hatte vor 10-15 Jahren mal einen ähnlichen "Einfall" und habe Gummi-Reifen in Öl eingelegt. Donnerschlag konnten die das Öl aufnehmen! Die 1:32-Reifen gingen glatt als 1:24 durch.
Die Menschen hören nicht auf zu spielen, weil sie alt werden,
die Menschen werden alt, weil sie aufhören zu spielen.
Beiträge: 440
Themen: 24
Registriert seit: Aug 2012
Bewertung:
2
02-05-2015, 13:52
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 02-05-2015, 13:53 von HansHH.)
Ja - man darf gespannt sein.
Hatte ursprünglich vor, hier eine kleine Wette laufen zu lassen...
- HansHH
Beiträge: 440
Themen: 24
Registriert seit: Aug 2012
Bewertung:
2
09-05-2015, 16:55
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 09-05-2015, 18:13 von HansHH.)
So - habe heute die vier kleinen Gummiwalzen aus ihren Suppen geholt. Resultat (bislang):
a) Weichspüler - keine keine Verbesserung im Vergleich zum unbehandelten Gegenstück.
b) Feinwaschmittel - keine Verbesserung im Vergleich zum unbehandelten Gegenstück.
c) Reifenhaftmittel - keine Verbesserung, aber die Ränder der kleinen Gummiwalzen sind nun erkennbar hochgebogen. Da hat also etwas reagiert.
d) "Ballistol"-Öl - sehr leichte Verbesserung, aber auch hier sind die Ränder der kleinen Gummiwalzen nun erkennbar hochgebogen. Die Vermutung und die Erfahrung von HansAD aus eigenen Versuchen hat sich also - ansatzweise - bestätigt. Diese Gummiwalze habe ich nun in Spülmittel "eingelegt", um möglichst viel von dem Öl wieder wegzubekommen. Mal sehen, wie dann die Haftung ist?
- HansHH
Beiträge: 1.701
Themen: 121
Registriert seit: Dec 2004
Bewertung:
2
Location: Hamburch-Süd
Moin Moin Hans,
sind die Reifen immer noch spröde oder hat
sich zumindest kurzzeitig ne Verbesserung ergeben?
Hast Du die Reifen nur eingelegt oder die verschiedenen
Substanzen vorher "einmassiert"?
Schade, ich hätte noch ein paar Aurora G+
und AW Vorderreifen, die eine Revitalisierung
vertragen könnten.
Da bleibt wohl wirklich nur der Neukauf!
Vielleicht nennt hier noch mal jemand Quellen
für Ersatzreifen...
Gruß
Ebi
Beiträge: 1.935
Themen: 3
Registriert seit: Mar 2015
Bewertung:
20
ich denke mal, das der (finanzielle) Aufwand für die Revitalisierung alter Reifen in keinem Verhältnis zur Neuanschaffung steht.
Für eine Neubereifung mit (Silikon) Reifen schlagen 2 bis 3 € pro Fahrzeug zu Buche und dafür hat man keine Fehlversuche mit diversen Mittelchen, die möglicherweise eventuell vielleicht - oder auch nicht - zum Erfolg führen könnten....
Ich habe etwas ähnliches mit Islandmoos durch:
Für günstige 3 € im Baumarkt ´ne ganze Kiste klitschnasses Zeuchs gekauft, getrocknet und dann mit Glyzerin (4 €) nebst Farbpigmenten (6 €) wieder in den Zustand gebracht, das nix abbrechen kann.
Ob nun aber darauf noch Kleber und Beflockungsmaterial halten wird, steht noch in den Sternen.
Solche Experimente werde ich mir in Zukunft sparen, weil der Kauf der richtigen Artikel Geld, Sauereien und Mühen gespart hätte - ich bin kuriert
Beiträge: 440
Themen: 24
Registriert seit: Aug 2012
Bewertung:
2
An Ebi:
nein - einmassiert habe ich nicht. Dachte, das würde auch so gehen.
An Christoph:
das kann man so sehen, aber wo bleibt das der Forscher & Frickler-Geist?
Letzter Stand der Dinge:
Nachdem ich die ölig eingelegten Gummiwälzchen aus dem HP-Drucker einen Tag in Spülmittel hatte zum Entfetten, habe ich sie in warmem Wasser gebadet.
Resultat:
Alle vier Wälzchen haben nun eine etwas bessere Haftung auf glattem Untergrund, weil der Papierstaub auf ihrer Lauffläche verschwunden ist.
Die beiden ölig Eingelegten haben - wie erwähnt - ihre Form leicht verändert. Da könnte man mal weiterdenken.
Anders gesagt (und bar jeder Vernunft): Das Wundermittel wird noch gesucht
Grüße:
- HansHH
Beiträge: 2.164
Themen: 74
Registriert seit: Jan 2005
Bewertung:
7
Wie ich ja schon "in der Öldose der Pandora" gesagt hatte, gibt es viele, z.T. verschiedene Öle, die fast in jedem Verhältnis miteinander mischbar sind. DAS wiederum hat zur Folge, daß es (was Wunder!) verschiedene Öle (Gemische) im Handel UND in den entsprechenden "Hexen-Küchen" der "Öl-Chemisten" (NICHT Al-Chemisten!) gibt. Einige davon, (reine) Öle und Gemische dringen in Gummi ein und machen dieses weicher, griffiger und sorgen nebenbei dafür, daß die Gummi-Mischungen MIT Weichmacher (z.T. erheblich) schneller verschleißen.
Wenn man sich den (nutzlosen???) Spaß machen möchte, kann man den "Versuch" von meinem Freund und Namensvetter Hans mit verschiedenen Ölen, Mineralöl, Salatöl, Black Gold usw. wiederholen. Dabei wird herauskommen, daß manche Öle besser in den/die Gummi-Mischungen eindringen und die Gummis aufquellen lassen, andere (Öle) weniger. In jedem Fall verschleißen die Gummis schneller. Deswegen nimmt man an "anderer" Stelle auch GEL und weder Cremes noch Öl(e)! Schon garkeine parfümierten Cremes! 
Als ich/wir noch (vor 15 Jahren) diesbezügliche Experimente mit 1:32er-Reifen und diversen Ölen gemacht haben, haben wir die Öle/Weichmacher/Haftmittel hernach NICHT wieder abgewaschen. Warum auch?
Es geht die Geschichte einer (ziemlich langen?) Bahn aus Carrera-Schienen, die von den Erbauern total mit Salat-Öl eingeschmiert worden sein soll. DA kann man nur noch mit Gummis fahren, die natürlich beim Rollen ebenfalls jede Menge Öl aufnehmen.
Habt IHR Euch mal Gedanken gemacht, wohin DAS Öl kommt, das die Autos gelegentlich im Betrieb verlieren? DAS (Öl) wird zu einem großen Teil von den Reifen der folgenden Autos aufgenommen und gleichmäßig über sämtliche Straßen verteilt. Erst eine größere Menge Öl auf der Straße ist eine wirkliche Gefahr, kleinere Mengen lässt man einfach so, wo und wie sie sind. Irgendwann ist das Öl weg.
Also ich denke, wer diese (verschiedenen Öle-)Versuche mal wieder machen möchte, viel Vergnügen. Aber:
1. ) kommt so richtig nix bei herum.
2. ) kann man die Ergebnisse kaum gebrauchen, weil ja alle Welt in h0 mit Silikonis fährt.
3. ) bekommt man fast nie (reproduzierbare!) Ergebnisse, denn Reifen UND Öl(e) dürften schon aus sich selbst heraus viel zu große Schwankungen in ihrer Qualität haben.
In meinen Augen ist das alles "ganz nett" aber brotlos. 
Und alte Reifen wieder "frisch" und wie "neu" machen, geht wohl garnicht. 
Hans der Ölchemist a D
Die Menschen hören nicht auf zu spielen, weil sie alt werden,
die Menschen werden alt, weil sie aufhören zu spielen.
Beiträge: 1.701
Themen: 121
Registriert seit: Dec 2004
Bewertung:
2
Location: Hamburch-Süd
(12-05-2015, 17:53)hansausdortmund schrieb: Öldose der Pandora
Ich seh schon, wie Fritz ganz doll mit dem Kopf schüttelt...
Hatten wir eigentlich schon Koffeinshampoo oder isotonisches Bier?
Mittlerweile ist doch kein Originalreifen unersetzlich.
Spätestens nach Hans Versuchsreihe glaube ich nicht, das es
lohnt in eine Wiederbelebung Mühe und Zeit zu investieren.
Wie gesagt, Tips wo es Silikonreifen gibt wären hilfreich...
Hat zB jemand Ersatz für die alten G+ mit Rille in der Mitte??
Achja, bei Druckerwalzen bringt Chemie kurzzeitig was.
Dafür gibt es extra Mittelchen. Die müssen aber regelmäßig
eingesetzt werden. Die Walzen verlieren schnell wieder den Grip.
Wenn die steinhart sind bringt auch Chemie nix mehr.
Evtl. verträgt sich die Tinte (is doch n Tintenstrahler, oder?)
nicht mit den Mittelchen (Silikon!), also Obacht.
Gruß
Ebi
Beiträge: 2.756
Themen: 119
Registriert seit: Jul 2005
Bewertung:
4
Location: Schwerte
Ich hab mal vor Jahren alte zum Teil verhärtete Faller-Reifen in Nivea-Milch eingelegt. Die Reifen habe ich immer noch.
Die verhärteten und spröden Reifen haben keine Veränderung gezeigt,
Die harten Reifen sind etwas weicher geworden, hatten aber danach keine Gripp mehr.
Einzig geblieben ist der angenehme Geruch der Nivea-Milch wenn ich die Tüte aufmache in der sie aufbewahrt sind.
Wer noch einmal einen Versuch wert, die Reifen in Spüli zwecks entfetten einzulegen.
Alles in allem denke ich aber das es ein sinnloses Unterfangen ist. Alte Reifen gehören in die Tonne oder man verwendet sie als Reifenstapel an der Rennbahn.
Martin
Leistung ist, wenn sich die Felge im Gummi dreht!
Beiträge: 440
Themen: 24
Registriert seit: Aug 2012
Bewertung:
2
Wie schon gesagt: besonders vernünftig war mein kleiner Versuch nicht. Und ohne Ebis Hinweis auf die Fussmatten wäre ich das Thema auch nicht nochmal angegangen.
Kurz noch, warum mich Gummi interessiert: Ich genieße das Privileg, alle Jahre mal auf einer perfekten Holzbahn mit fast schon Schleiflack-glatter Oberfläche fahren zu dürfen. Und da finde ich Silikon zu heftig. Das Fahrverhalten ist dann nicht mehr - äh - "realistisch". PU macht schon mehr Spaß. Und Gummi wäre eben noch zu erkunden.
Und: ja - es war ein Tintenspritzer.
Grüsse: - HansHH
Beiträge: 2.164
Themen: 74
Registriert seit: Jan 2005
Bewertung:
7
@Ebi!
Du brauchst lipophile Dinge erst garnicht mit hydrophilen Lösungsmitteln zu behandeln und umgekehrt. DAS ist absolut brotlos.
@Alle!
Es gibt zwar (auch in der Organik, organischen Chemie) gelegentlich "umkehrbare" Reaktionen aber in der Regel sind die Reaktionen immer in einer und NUR einer Richtung machbar. Sie laufen aber je nach Reaktions-BEDINGUNGEN, Luftdruck, Luftfeuchtigkeit, Temperatur, pH-Wert usw. nicht immer zu denselben Zielen, d.h. Reaktions-PRUDUKTEN. Also spricht der Al-Chemist wie der Öl-Chemist von der Ausbeute. Einer Chemischen Reaktion. WAS bei einer sogg. organisch-chemischen Reaktion herauskommt und vor allem, wieviel, ist auch abhängig von den Reaktions-Bedingungen. Also Gummi ist in den seltensten Fällen mit Wasser und/oder wässrigen Lösungen zu "beeindrucken".
Hans a D
Die Menschen hören nicht auf zu spielen, weil sie alt werden,
die Menschen werden alt, weil sie aufhören zu spielen.
Beiträge: 1.701
Themen: 121
Registriert seit: Dec 2004
Bewertung:
2
Location: Hamburch-Süd
(15-05-2015, 00:20)hansausdortmund schrieb: DAS ist absolut brotlos.
Das ist es sicherlich. Allerdings sahen die 73er Käfer Fußmatten aus wie neu,
wahrscheinlich weil die Absonderungen, die Jahrzehnte darauf gelandet
sind, schön runter gewaschen wurden.
Und die ausgeblichenen Stellen waren länger farblich frisch, als nach einer
Behandlung mit irgend einem Cockpitspray. Was UV Strahlung da aber
ausgeblichen hat, kommt nicht wieder, das ist klar. Deswegen muß man
da ja immer wieder ran. Im Gegensatz zum Fensterputzen, das reicht
alle 12 Jahre. Hhhmmm, das sieht hier jemand anders....
Gruß
Ebi
|