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Entlaugen von Fallerkarosserien
#1
Moin zusammen!
Ich hatte hier gelesen, dass einige ihre Metallickarossen von Faller mit Bremsenreiniger entlacken, wie lange lasst Ihr die Karossen in der Suppe? Beim Versuch mit einer alten defekten hat sich nach 5 Std gar nichts getan, dann hatte ich sie über Nacht drin und die Karosse hat sich teilweise aufgelöst!
Grüße von der Küste
Mario
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#2
Hallo Mario,
kann das eine Verwechselung sein?

Ich schrieb mal über meine Erfahrungen mit Spiritus und mit BREMSFLÜSSIGKEIT.

Da passiert den Karossen eigentlich nichts, aber Plastikfarben, Decals und 1K-Lacke werden an bzw aufgelöst.
Bremsflüssigkeit ist sehr aggressiv gegen Lacke, aber wasserlöslich. Deshalb soll man bei Verkleckern z.B. beim Bremsbelag-Wechsel auch sofort mit reichlich Wasser nachspülen, sonst löst das Zeug selbst Werkslackierungen mindestens an.

Bremsenreiniger ist ein entfettender Alkohol, der zur Teilereinigung verwendet wird. Der löst mit ziemlicher Sicherheit den Kunststoff an.

Gruss
Micha
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#3
Hallöle

Metallkarossen habe ich immer in einem Acetonbad entlackt. Man sieht wenn der Lack blasen wirft, das er sich ablöst.
Lieber öfters baden als zuviel auf einmal wollen.
Kunststoffkarossen mit BlueWonder, wie es Willem mal beschrieben hat.
Geht nicht, gibts, nicht

Schöne Grüße
Lothar
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#4
Hallo Leute,
ich muss mich korrigieren:

Habe heute einen Ferrari GT(O) in der Bremsflüssigkeit "vergessen".
Ergebnis:

Der hat´s hinter sich.

Der Kunststoff hat angefangen, sich auf zu lösen!!!

Also:

Nicht zu lange drin lassen und immer dabei bleiben!

Gruss
Micha
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#5
Moin zusammen,
Ja da war ein Übermittlungsfehler, ich hatte BremsFLÜSSIGKEIT gemeint und benutzt! Spiritus hatte ich mal an einem Karosserierest probiert, der Kunststoff wurde weich! Ich werde mal das Blue Wonder bestellen und probieren!
Danke für die Anregungen!
Grüße von der Küste
Mario
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#6
Hallo Entlackierer,

ich wurde angesprochen warum ich dazu aus Allchimisten Sicht keinen Senf dazu abgegeben habe.

Eben,weil es unausgegorener Senf wäre!

Es gibt x Lacksysteme, die unterschiedlich reagieren und diese sind auch noch auf nicht definierten x Kunststoffen appliziert. Da kann man keine allgemein gültige Empfehlung geben. Sad

@ Micha:

nach Deinen Auflösungserfahrungen in Bremsflüssigkeit, wie kommt Mann denn auf die abenteuerliche Idee, kann ich Dir zumindest sagen, dass das Häubchen zu 90% aus Polystyrol war, wenn diese eine glycolbasierende war. Idea   

@ Lothar:

Aceton aber bitte nur bei Metallkarossen, dem widersteht glaube ich, kaum ein Kunstoff,  na ja so High Tech PEEK,PA 12 oder PP Copolymere vielleicht.  Confused

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#7
Bremsflüssigkeit habe ich auch schon bei Tamiya RC-Car Karosserien verwendet.
Die Nicht-Lexan sind aus ABS und dort konnte man die wochenlang baden und sie dann ohne Farbe wieder aus der Tunke herausziehen.
Bei den Slotcars weiß ich leider nicht um das verwendete Material.
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#8
@ Fritz:

der Tip kam aus der Plastik-Modellbau-Scene und er war eigentlich nicht so schlecht. Ich hab des bei mehreren Faller-Karossen gemacht und es ist immer gut gegeangen.

Allerdings hatte ich auch immer nur gewartet, bis der Lack sich auflöst und dann die Karossen raus genommen und mit Wasser "neutralisiert".

Nur gestern habe ich die Karosse, bei der nur noch die Türspalte etc. voll Farbe waren, in der Brühe vergessen.

Pech gehabt, war zum Glück nur ein Ferrari Typ3 in rot und sowieso durch Kleber versaut.

Fazit:
Spiritus ist die bessere Wahl!!! Da passiert nichts mit dem Kunststoff.

Gruss
Micha
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#9
Du hast als Alchemist recht Fritz, aber ich habe in der Vergangenheit viele Modelle verschiedener Fabrikate (Airfix, Revell, historex etc.) aus Polystyrol mit Bremsfl. entlackt und es hat wunderbar funktioniert. Die Teile blieben teiweise wochenlang in der Brühe. Ab und an kam es zu einer leichten Versprödung. Auch Faller karossen habe ich so ohne Probleme entlackt. Probleme gab es nur bei Aurora ABS Karossen sprich AFX. Dort kam es zu einer massiven Ausbleichung.
Meine Vermutung ist, dass sich die Zusammensetzung von Bremsfl. verändert hat.

Mario
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#10
Es gibt Bremsflüssigkeit auf Glykolbasis (Dot 3 bzw. 4) und auf Silikonbasis (Dot 5) mit entsprechend unterschiedlichen Eigenschaften.
Gruß
Dieter

- Herz statt Kommerz -
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#11
Oder die Zusammensetzung des Kunststoffs!

Bei Karossen der ersten und zweiten Generation gab´s bei mir auch keine Probleme!!!


Gruss
Micha
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#12
wie lange "badet" ihr die denn in Spiritus?
Viele Grüsse

Michael
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#13
In Spiritus geschieht den Kunststoffteilen nichts.

Ich mache zur Zeit einen "Langzeittest" mit Faller Hausteilen eines Rundcafes. Die sind schon ein Anfang des Jahres im Glas und der Kunststoff ist immer noch O.K., aber aller "Dreck" ist runter.

Gruss
Micha
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#14
Moin ,
Es scheint tatsächlich so zu sein, das sich die Zusammensetzung des Kunststoffes im Laufe der Zeit wesentlich verändert hat, hier meine Versuche (natürlich mit Karosserieresten):
Diplomat 36Std. in Bremsflüssigkeit=ok
Diplomat 5 Min. in Spiritus= Auflösungserscheinungen
BMW metallic 6Std in Bremsflüssigkeit =ok, ab der 8. Std. löste sich das Dach ab
Scheibensatz in Bremsflüssigkeit = wird blind
Scheibensatz in Spiritus= wird spröde
Ferrari GT 2 Std. in Spiritus= löst sich auf
Mercedes SL 48 Std. In Silit Bang=keine Reaktion, Lack nicht abgelöst!
Blue Wonder ist bestellt!
Grüße von der Küste
Mario
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#15
Mal zu Beginn eine Frage:
was soll denn nun entfernt werden,Lack oder Chrom?
Die Ursprungsfrage ging doch in Richtung metallic Karosserien oder?
Da spielt bei der Verchromung auch noch die Farbe der Verchromung eine Rolle.Und welche Farbe hat die Karosse darunter?
Genauso wie bei Aurora Farben das Tan ,also das beige,von haus aus extrem brüchig ist, so gibt es auch bei Faller sehr anfällige Farben, z.B. dunkle Blautöne.
Verchromungen gehen bei Aurora sehr gut mit Backofenspray ab.Bei anderen Herstellern wie z.B. AW passiert damit fast gar nichts!
Wer schon mal Hotwheel Diecast Autos entchromen wollte weiss was ich meine!
Und noch eine Frage: welches Bluewonder hast du denn bestellt und wo?
Das holländische ist nämlich anders als das deutsche........Und es gibt 5 verschiedene für Fliesen, Holz, Edelstahl usw.!
Gruss
Michael
Ich bin heute irgendwie neben der Spur.Ist schön hier! Tongue 
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#16
Hallo Entlacker! Ich hab' die besten Erfahrungen mit Laugenstein aus der Drogerie. 1:1 mit Wasser mischen (Laugenstein ins Wasser geben- am Besten in alte Plastikdose- wird sehr heiß und ist ätzend!). Nach 24 Stunden mit Zahnbürste reinigen und klarem Wasser abspülen, bei Bedarf wiederholen. Trocknen lassen, mit 1000er Nassschleifpapier drüber und lackieren. Ich hab' fast alle Farben auf diese Weise entfernt und die Scheibeneinsätze blieben auch heil!
Ein pensionierter Maler hat's mir verraten- geht auch für Holzfenster und -Türen, speziell die Fenster gehen beim Abbrennen kaputt.
Versuche mit Reinigern auf Sojabasis zeigen auch gute Wirkung, lösen jedoch die Scheibeneinsätze auf.
Herzliche Grüße aus Breitenfurt bei Wien! Alex
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#17
coool, danke

cu, DC aus Hamburg
die welt braucht mehr Ver-Rückte

seht was die Normalen aus Ihr gemacht haben. DC
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#18
Hallo Ihr Lieben! Gestern hat mir der gute Mann von der Post den "Paint Killer" geliefert- sofort ausprobiert. Ist ein supergutes Mittel zum Entlacken und greift auch die Scheibeneinsätze nicht an. Sollte die Karosserie matt werden, mit Politur geht es wieder auf Glanz. Wünsche allen Lesern ein frohes Fest und schöne Feiertage! Alex aus Breitenfurt
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#19
(23-12-2016, 20:23)h0freak schrieb: Hallo Ihr Lieben! Gestern hat mir der gute Mann von der Post den "Paint Killer" geliefert- sofort ausprobiert. Ist ein supergutes Mittel zum Entlacken und greift auch die Scheibeneinsätze nicht an. Sollte die Karosserie matt werden, mit Politur geht es wieder auf Glanz. Wünsche allen Lesern ein frohes Fest und schöne Feiertage! Alex aus Breitenfurt

...Du meinst den Paintkiller von Carson...?
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#20
Genau, der ist's! Ich hab' ein ganzes Konvolut im E... ersteigert- natürlich bemalt. Als nicht einmal mit Laugenstein dem Lack beizukommen war, hab' ich gesucht und gefunden- und es funktioniert! LG. Alex
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