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Eigenbau-Chassis #2, schmal, für Bugatti 35
#1
Hallo Jungs,

wie schon im anderen Eigenbau-Chassis-Thread angekündigt, hier nun die Beschreibung und einige Bilder zu meinem Bugatti 35-Projekt.

Am Anfang steht ein schmales und niedriges Racing-Chassis. Das ganze Projekt sollte zunächst nur ein Versuch werden, eine Lösung für schmale Karosserien zu finden.
Dann, um nach vielen hin und her Überlegungen endlich damit anzufangen, war dann ein Bericht über den legendären Bugatti 35 - als Reminiszens an die Geschichte einer zu seiner Zeit überragenden Rennwagen-Konstruktion.


Das wichtigste Bauteil für dieses Eigenbau-Chassis: der unglaublich kleine Motor.

Das Chassis hat jetzt bereits viele Runden hinter sich.
Anfangs war es unfahrbar, weil viel zu leicht. Unfahrbar auch deshalb, der kleine Mikromotor hat überhaupt keine magnetische Wirkung auf die Stromleiter der Fahrbahn bezüglich besserer Haftung, so wie bei den anderen Racing-Chassis der 1:64er Baugröße.
Die meisten dieser Motoren von Tyco 440x2, Tomy SRT/SG+ und LifeLikeT bringen bereits durch ihre starken Ankermagnete (ohne zusätzliche Haftmagnete) von Hause aus bereits einiges an Haftverbesserung mit auf die Bahn.
Das fällt bei diesem extrem kleinen Mikro-Motor völlig weg. Wenn ich das kleine Ding in der Hand halte, kann ich mir gar nicht vorstellen wie winzig der Anker und die Magnete in diesem 7mm-Gehäuse überhaupt sein müssen.

Die Motormagnete unserer gängigen Racing-Chassis bringen da allein schon bezüglich Fahrbahnhaftung eine ganze Menge.
Das hilft dann, nicht nur das mögliche Geschwindigkeitsfenster gegen die Fliehkraft in den Kurven größer zu bekommen, sondern auch beim Beschleunigen und sogar beim Bremsen.

Erst nach etlichen Versuchen mit am Chassis zusätzlich angebrachten kleinen Haftmagneten ist die Balance und das Fahrverhalten hinsichtlich Beschleunigung, Bremsverhalten und Kurvengeschwindigkeit richtig Top geworden - trotz der ziemlich hohen und sehr schmalen Reifen.
Dabei hatte ich anfangs ziemliche Bedenken, dass das Mikro-Motörchen wegen der zusätzlichen Magnete am Chassis überhaupt nicht mehr loslaufen würde… Das hat sich aber glücklicherweise als unbegründet erwiesen.


   
oben der erste (weiße) Grundträger, mit Achszugang von unten,
verworfen weil zu hoch,
hier auch noch LL-Original-Felgen, 7mm Durchmesser

   
Mit den umgebauten Felgen, Felgendurchmesser jetzt 8,5mm,
Rad-Durchmesser 12,5mm, Reifen3mm breit

   
erste Anprobe, man sieht schon, wieviel Raum sich für den Fahrer ergeben
auch der Ausschnitt zu den Sitzen kann wie im Original frei sein, weil nicht
durch einen dicken Motor verschlossen

   
rechts eine LL-Felge vor dem Umbau

   
Teile für den Schleifer-Einbau, Löcher für die dünnen Druckfedern, darüber
mit dünner Platte verschlossen, daneben das Halteteil mit der Führungsaufnahme
für den Schleifer

   
Motoreinbau mit Tape, kl. Haftmagnete angeklebt

   
hier sieht man, wieviel Platz im Innenraum durch den Mikro-Motor geschaffen wird

   
links vorne nur ganz schwach zu erkennen, mehrere 1mm-Bohrungen für
den Führungsstift, durch verlagern des Stiftes ist das Fahrverhalten in den
Kurven veränderbar

   
die seitliche Ansicht zeigt den möglichen tiefen Karosserie-Ausschnitt
(ich hatte mich ja erst kürzlich damit geplagt, für das Chaparral-Indy-Car auf Basis
des LifeLike-M-Chassis die Seitenkästen so tief wie im Original zu bekommen,
was nur teilweise möglich war. Mit diesem Chassis wäre das problemlos gelungen...)


Für diejenigen, die bereit sind, sich etwas mehr Zeit zum Lesen zu nehmen, hier noch einige weitere Angaben…

Gewichtsvergleich: Das fertige Chassis einschließlich Zusatzmagnete (12g) wiegt immer noch 24% weniger als ein Tyco 440x2 (15,7g).
Der kleine Motor ist echt erstaunlich. Beim Kauf hatte ich gehofft, das er von seiner Leistung wenigsten in die Nähe von den (gekapselten) Motoren der Mega G+ kommt, die ja nicht dafür bekannt sind, die Fahrbahn aufzureißen.
Doch ich bin begeistert, was für einen Bumms dieser Motorzwerg hat. Die Intension dafür, es wenigstens zu versuchen, hat sich so was von gelohnt. Rolleyes

Motor-Daten: Außen-Durchmesser nur 7mm, Länge ohne Welle 16,5mm, Motorwelle 1mm dick, 5 polig, ausgelegt für 0,3-4V.
(diese niedrige Spannung stellt kein Problem dar bei meiner Fahrspannung von 15V, weil Vollgas immer nur kurz)
Zum Vergleich: Beim Tyco 440x2 hat allein schon der Anker selbst einen Durchmesser von 9,5mm!
Die tolle Leistung des Mikro-Motors resultiert offenbar aus der 5-Pol-Auslegung (5-Poler haben tendenziell weniger Drehzahl, dafür aber mehr Drehmoment).

Für die Befestigung des runden Motors auf dem Chassis ist mir noch nichts Richtiges eingefallen, der ist einfach zu klein.
Also habe ich auf dem Chassis links und rechts 2 Minileisten wie eine Prismenführung aufgeklebt, den Motor darauf, bzw. dazwischen mit einem Gewebe-Klebeband um das Chassis herum gesichert.


Die Schleifer-Anbaulösung der Kupferschleifer vonTyco war das Schwierigste.
Leider habe ich nicht die Möglichkeit wie bei den Industrie-Ausführungen winzig dünne Langloch-Ausstanzungen in die so dünnen Kupfer-Gegenbleche zu machen.
Nach mehreren Versuchen habe ich die auf die im letzten Foto gezeigte Ausführung gewählt, Schleiferende nach hinten gebogen und dort das Motorkabel angelötet.
Die Schleifer sitzen nicht so präzise, aber sie funktionieren zufriedenstellend und sind stabil.

Leider ist aufgrund des Stromschienenabstandes von 14,5mm bei Tomy-Fahrbahnen zumindest vorne immer eine gewisse Baubreite nötig, das Schleifer-Außenmaß ist dann so um die 19-20mm (je nach Typ).
Das lässt sich aber optisch etwas unterdrücken, wenn man zum Schluss das Chassis schwarz macht.

Um während des Bauens genügend Anhaltspunkte bezüglich Größe und Dimension zu haben, hatte ich mir am Anfang ein einfaches 1:64er Kartonmodell zusammen geklebt. Sieht nicht mehr so aus wie am Anfang, ist durch das viele auf und absetzen immer weicher geworden.
Die schmale (braune) Längsteil des Chassis ist aus „Hartpapier“, auch bekannt als Pertinax. Dieses Material ist sehr hart und verwindungsteif, so dass eine Breite von 10mm völlig ausreicht, bei 1,5mm Dicke. So ist der ganze Hinterbau sehr klein und leicht geworden.
Bei meiner aufgesetzten Bugatti-Atrappe kann man voll durch den Sitzbereich schauen, also viel Platz für den Fahrer, der sogar samt Beine reinpassen könnte.
Die Achszuführung für die Hinterachs-Montage habe ich, um die Achsböcke niedriger machen zu können, nicht wie üblich von unten, sondern von hinten gemacht. Das Einklipsen der Achse und die sichere Fixierung ist bei den kräftigen 1,5 mm dicken PVC-Achslagerböcken genauso zuverlässig wie von unten (PVC hat beim Reindrücken einer glatten Achse keinerlei Verschleiß).


Die Felgen sind LifeLike-Hinterradfelgen mit aufgeklebtem Ring (s.Foto), der den Durchmesser von 7 auf 8,5mm bringt. Die Breite ist 3mm. Zum Schluss noch für einen guten Rundlauf fein abgedreht.
Für die 8-Speichen-Original-Gußräder werde ich versuchen, ein Foto in der entsprechend skalierten Größe auf Selbstklebefolie zu auszudrucken.

Noch gar nicht angedacht habe ich die Befestigung des Bugatti auf dem Chassis. Dafür muss erst mal im nächsten Schritt die Bugatti-Karosserie fertig werden. Ich hoffe, dass noch diesen Monat, zumindest bis zur Grundierung, zu schaffen.

Fazit: Der Bau meines zweiten Chassis hat mir richtig Spaß gemacht, mehr als viele andere Slot-Modellarbeiten.
Deshalb würde mich freuen, wenn dieser Bericht den einen oder anderen auch zum Eigenbau motivieren würde.



BG
Hebi
"... beim Beschleunigen müssen die Tränen der Ergriffenheit waagerecht zum Ohr abfließen"   Walter Röhrl 
  -  Wer später bremst, fährt länger schnell  -

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#2
Danke für den ausführlichen Bericht, das klingt nach ner Menge Trial and Error. Bin gespannt, wie es weitergeht, viel Erfolg und gute Nerven!
Viele Grüße 
Dominik 

****

„Wenn ich all das Geld zurückbekäme, das ich für Slotcars ausgegeben habe, würde ich… es vermutlich wieder für Slotcars ausgeben!“ (frei nach Nick Mason, Pink Floyd-Drummer und Autosammler)
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#3
Das ist mal ein richtig flotter Flitzer. Der Motor gefällt mir auch richtig gut.
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#4
Ein Wahnsinnsprojekt, wenn man das so sieht. Bin gespannt, wie der Wagen dann am Ende aussieht.

Volker
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#5
Ich glaube, Du hast da eine ganz neue Dimension von Fahrzeugen möglich gemacht, nämlich alle Oldtimer mit freistehenden Rädern. Die waren zwar zur Einführung unseres Hobbies bereits ausgestorben, aber es gibt sehr viele Schönheiten, die jetzt möglich sind. Und natürlich masstabsgerechte Formel 1 Boliden aus den 60ern  Heart Heart  Heart

Gratulation! Chapeau!
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#6
Kurzer Nachtrag zum Motor:

Fünfpoliger DC-Motor, Typ M700L, 15000 U/Min bei 4Volt.
Link: SOL-EXPERT DC Micro-Motor M700L, 7 mm
Da findet man auch ein Datenblatt

Bin bei der Fa. Pollin beim Durchstöbern darauf gestoßen, dank Bernhard in seinem "Thread zu Machuchi-Flachmotor" (Antrieb & Tuning)

BG
Hebi
"... beim Beschleunigen müssen die Tränen der Ergriffenheit waagerecht zum Ohr abfließen"   Walter Röhrl 
  -  Wer später bremst, fährt länger schnell  -

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#7
Moin Hebi, moin zusammen,
(18-03-2025, 00:46)Hebi schrieb: Fünfpoliger DC-Motor, Typ M700L, 15000 U/Min bei 4Volt.
Link: SOL-EXPERT DC Micro-Motor M700L, 7 mm
Da findet man auch ein Datenblatt
schön klein der Motor Smile .

Allerdings habe ich bei der Nennspannung von 3,7 V immer noch Störgefühle, was die Wärmeentwicklung am notwendigen Vorwiderstand betrifft.

Bei einem Stromverbrauch von maximal 20 mA lt. Datenblatt und einer normalen 14V-Anlage, muss der (14-3,7)V * 20mA ~ 200 mW verpacken und dafür entsprechend groß sein.

Aber das könnte sogar realistisch sein. Bin gespannt auf Langzeit-Fahrversuche Big Grin .
ciao michaelo
... und wer zuletzt aufgibt gewinnt.
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#8
(18-03-2025, 12:44)mos schrieb: schön klein der Motor Smile .

Allerdings habe ich bei der Nennspannung von 3,7 V immer noch Störgefühle, was die Wärmeentwicklung am notwendigen Vorwiderstand betrifft.

Bei einem Stromverbrauch von maximal 20 mA lt. Datenblatt und einer normalen 14V-Anlage, muss der (14-3,7)V * 20mA ~ 200 mW verpacken und dafür entsprechend groß sein.

Aber das könnte sogar realistisch sein. Bin gespannt auf Langzeit-Fahrversuche Big Grin .
Hallo Michaelo,

habe mal schnell ein paar Vergleichsdaten für dich auf meinem Chassis-/Motor-Teststand ermittelt.
Vielleicht hilft dir das für weitergehende Überlegungen/Berechnungen (habe aber dafür leider keine Verkehrsmodelle, bei mir gibt es auch keine Vorwiderstände Angel )...

Eingestellt, mein Standard: 15V an der Fahrschiene (Netzgerät ELV SPS 7330, Leistung: 5A, 30V),
mechanischer Parma-Regler (oder Schalter EIN/AUS)

Basismodell für Vergleich Tyco 440x2:
Drehzahl an der Hinterachse 11000 U/min bei 0,22 A

Eigenbauchassis #2 mit Sol-Expert M700L
Drehzahl an der Hinterachse 14100 U/min bei 0,18A

In beiden Fällen fällt die Spannung an der Fahrschiene auf 14,7V
Diese verschieden großen Hinterräder sind in den Drehzahl-Angaben bereits mit berücksichtigt.

Der kleine Sol-Motor verträgt die hohe Konstantspannung klaglos (habe bisher bis etwa 30 Sekunden anhaltend Vollgas getestet, was im Rennbetrieb ja sowieso nie auftritt)
Der kleine Motor hat soviel Power, dass ich das Chassis auf die Messrolle drücken und festhalten musste, sonst wäre das Chassis abgeflogen.
Das liegt z. T. mit Sicherheit auch ein wenig daran, dass mein Chassis nicht so starke Haftmagnete wie das Tyco-Chassis hat. Vielleicht aber auch noch daran, dass die 3mm schmalen Reifen die Motorpower nicht so gut auf die Messrolle bringen können.

Habe seit einiger Zeit an meinem Teststand an der Messrolle auch eine Messing-Gewichtmasse von ca. D=25mm + 25mm lang, um mehr Trägheitsmoment bein Anfahren (und Bremsen) zu bekommen und so subjektiv ein wenig mehr Aussage zum Anlaufverhalten der verschiedenen Chassis, bzw. Grippverhalten der Reifen beim Beschleunigen zu erkennen.

Das der kleine Motor eine (vergleichsweise) derartige Power entwickelt, überrascht mich immer noch. Passt aber zum Bugatti 35, der seinerzeit auch alles in Grund und Boden gefahren hat.

Hatte bisher allerdings, was Leistung angeht, auch noch nie was mit 5-poligen Motoren zu tun.
Haben wir jemanden im Forum, der Erfahrungen mit 5-Polern hat und vielleicht etwas Aufklärung geben kann?

BG
Hebi
"... beim Beschleunigen müssen die Tränen der Ergriffenheit waagerecht zum Ohr abfließen"   Walter Röhrl 
  -  Wer später bremst, fährt länger schnell  -

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#9
Moin Hebi,

ich will dir ja ungern in die Suppe spucken, aber meine Skepsis bleibt bestehen  Blush .

(18-03-2025, 19:29)Hebi schrieb: ... bei mir gibt es auch keine Vorwiderstände ... Eingestellt, mein Standard: 15V an der Fahrschiene ... mechanischer Parma-Regler (oder Schalter EIN/AUS) ... Der kleine Sol-Motor verträgt die hohe Konstantspannung klaglos ...
Ohne Vorwiderstand muss der arme Motor die volle Spannung von c.a. 15 V abkönnen, obwohl der Hersteller lt. Datenblatt max. 4 V zulässt. Das wird spannend im Dauerbetrieb. Der andere Knackpunkt ist die mangelnde Regelbarkeit, weil die kleinste Spannung (Antippen) mit unseren Standardreglern minimal 4 V beträgt - wie du auch schreibst: Schalter EIN/AUS.

Wäre aber klasse, wenn dein Experiment erfolgreich verläuft Big Grin .
ciao michaelo
... und wer zuletzt aufgibt gewinnt.
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#10
(19-03-2025, 00:10)mos schrieb: Moin Hebi,

ich will dir ja ungern in die Suppe spucken, aber meine Skepsis bleibt bestehen  Blush .


Ohne Vorwiderstand muss der arme Motor die volle Spannung von c.a. 15 V abkönnen ...

Wäre aber klasse, wenn dein Experiment erfolgreich verläuft Big Grin .

Hi Michaelo,
bin nicht so der Suppenesser Dodgy
Auf dem Elektro und Elektronic-Gebiet hast du wesentlich mehr Erfahrung als ich. Ich probiere mit meinem Halbwissen solche Dinge gerne in der Praxis aus.
Bei duesem kleinen Motors hat mich der Umstand, dass im Fall des kleinen AFX-Mega G+ Motor an einigen Stellen sogar von einem 2V-Motor geschrieben wird, dazu gebracht, dass der nur ein eigener Versuch letztwndlich die Klärung bringt.

Zu deiner Regler-Anmerkung: Wenn ich wie beim Mega G+ einen 120 Ohm-Regler verwende, habe ich eine saubere, ziemlich lineare (gemessen) Drehzahlregelung über den gesamten Regelwiderstand, mit diesem kleinen 5-poler, hinweg. Halbes Gas entspricht halber Drehzahl.
Das funktioniert ganz gut mit meinem gelben Faller-Racing-Regler, wo ich den baugrößengleichen 120 Ohm- Regelwiderstand aus einem der schwarzen Mini-AFX-Regler eingebaut habe (Umbau-Bericht im Forum).

BG
Hebi
"... beim Beschleunigen müssen die Tränen der Ergriffenheit waagerecht zum Ohr abfließen"   Walter Röhrl 
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#11
Moin Hebi,
(20-03-2025, 22:51)Hebi schrieb: Auf dem Elektro und Elektronic-Gebiet hast du wesentlich mehr Erfahrung als ich. Ich probiere mit meinem Halbwissen solche Dinge gerne in der Praxis aus.
stimmt nur halb, weil bei Motoren kenne ich mich nur rudimentär aus - da sind eher unsere Physiker gefragt Smile.

Mach auf jeden Fall weiter so, ich lese mit Spannung deine Beiträge ...
ciao michaelo
... und wer zuletzt aufgibt gewinnt.
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#12
Hi Michaelo,

von den Daten her, wird dir dieser Motor dann wahrscheinlich eher zusagen.
Link https://www.sol-expert-group.de/1zu87mod...:1550.html

Auch D=7mm, Nennspannung 12V, nutzbar im Bereich von 1-18V. Sicher viel besser für Verkehrsbahner nutzbar.
Ob der auch bei unserer typischen Inliner-Untersetzung fürs Racing bei 15V noch genügend Geschwindigkeit bringt?

BG
Hebi
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#13
Moin Hebi,

da ich mich mit Motoren nicht so gut auskenne, habe ich einen Kollegen gefragt, ob die Daten realistisch und die Firma seriös sei.

(24-03-2025, 16:15)Hebi schrieb: Link https://www.sol-expert-group.de/1zu87mod...:1550.html

Auch D=7mm, Nennspannung 12V, nutzbar im Bereich von 1-18V. Sicher viel besser für Verkehrsbahner nutzbar.
Ob der auch bei unserer typischen Inliner-Untersetzung fürs Racing bei 15V noch genügend Geschwindigkeit bringt?
Ja, der Motor passt, auch eine kurzzeitige Belastung von 18 V sollte dieser 12V-Motor abkönnen. Lediglich für Dauerbelastung müsse man für die Wärmeabfuhr sorgen.

Ob der Motor besser für Rennen oder Stadtbahn taugt, habe ich nicht gefragt. Allerdings würde ich ihn eher für Rennen einsetzen. Wirst du dir so einen Motor besorgen?
ciao michaelo
... und wer zuletzt aufgibt gewinnt.
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#14
(25-03-2025, 23:38)mos schrieb: Ob der Motor besser für Rennen oder Stadtbahn taugt, habe ich nicht gefragt. Allerdings würde ich ihn eher für Rennen einsetzen. Wirst du dir so einen Motor besorgen?

Hi Michaelo,
danke für die Rückinfo.
Ich hatte mir zwischenzeitlich 2 weitere M700L Motore bestellt. Motormäßig bin ich also erstmal versorgt.

Außerdem liegen hier noch etwa ein Dutzend andere angefangene Fahrzeuprojekte, z. T. schon jahrelang rum. Mein Problem ist, dass ich ständig von neuem Ideen begeistert bin und dann die anderen Vorhaben ständig vor mir herschiebe...
BG
Hebi
"... beim Beschleunigen müssen die Tränen der Ergriffenheit waagerecht zum Ohr abfließen"   Walter Röhrl 
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#15
(26-03-2025, 14:31)Hebi schrieb: Außerdem liegen hier noch etwa ein Dutzend andere angefangene Fahrzeuprojekte, z. T. schon jahrelang rum. Mein Problem ist, dass ich ständig von neuem Ideen begeistert bin und dann die anderen Vorhaben ständig vor mir herschiebe...
Kenn ich, hilft nur viiiel Disziplin Big Grin .
ciao michaelo
... und wer zuletzt aufgibt gewinnt.
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#16
Das kenne ich auch. Rolleyes
Viel Spaß... wobei auch immer. Big Grin Klaus
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#17
Wink 
(19-03-2025, 00:10)mos schrieb: Ohne Vorwiderstand muss der arme Motor die volle Spannung von c.a. 15 V abkönnen, obwohl der Hersteller lt. Datenblatt max. 4 V zulässt. Das wird spannend im Dauerbetrieb. Der andere Knackpunkt ist die mangelnde Regelbarkeit, weil die kleinste Spannung (Antippen) mit unseren Standardreglern minimal 4 V beträgt - wie du auch schreibst: Schalter EIN/AUS.

Wäre aber klasse, wenn dein Experiment erfolgreich verläuft Big Grin .
Hallo Michaelo,

habe das Thema nochmal aufgegriffen, weil mir mein armer Bugatti aufgrund seiner enormen Motor-Power mittlerweile in Summe doch zu viele Abflüge macht.
War die Regelbarkeit mit mechanischem Regler auf meinem Rollen-Prüfstand noch ziemlich linear, so war es unter variabler Beanspruchung, also kompl. mit Karosserie auf meiner Anlage mit vielen engen und einigen weiten Kurven, etlichen Schikanen, Steigungen und Gefällen, nicht mehr so einfach. Zumal man den Regler aufgrund der Höchstgeschwindigkeit nur etwa halb durchdrücken darf.

Exclamation Man sollte dieses 5polige Motörchen mal vergleichsweise bei Dragster-Rennen einsetzen... 
 

   
Größenvergleich: links der SOL-Expert M700L-Motor (5-polig) / rechts der ebenfalls sehr schnelle Motor aus dem TOMY SRT

Also habe ich mal meine Uralt-Beständen durchsucht und einige Last-Widerstände, vermutlich 10 Watt gefunden.
Dazu habe ich mir nach ein paar Versuchen zwei einfache Zwischenkabel mit Bananen-Stecker plus -Buchse gelötet, eins mit 15 Ohm und eins mit 22 Ohm. In Verbindung damit kann man jetzt den kompletten Reglerbereich nutzen, der Bugatti ist wesentlich besser fahrbar - bei immer noch Top-Geschwindigkeit. Die Widerstände werden bei 10 Minuten über die Bahn heizen nur minimal warm.
   
Eine vergleichbare Geschwindigkeit und Regelbarkeit hatte ich zuvor mit runter geregeltem Netzgerät bei 10, bzw. 9 Volt erzielt.
So nehme ich fürs Racing jetzt das 15 Ohm-Zwischenkabel und für den moderat spritzigen Sonntagsausflug das 22 Ohm-Kabel. Das Kabel zwischen Anlage und Regler zu stecken ist schnell gemacht, braucht es doch nur ein paar Sekunden.
Für mich eine praktikable Ergänzung, bis es einen passenderen Mini-Motor, ja vielleicht mit 8 Zylindern Angel gibt.

Die ca. 4-fache Spannung bei kurzzeitigem Vollgas des 4 Volt-Motors (bei 15 Volt-Fahrspannung) verarbeitet er nach wie vor - offenbar voller Begeisterung - unbeeindruckt.
Die "neue" Belastung mit Zwischenkabel ist also vergleichsweise niedrig, nur noch etwa 2,2-2,5 fach.
So sollte er jetzt also mindestens 1x Targa Florio und die 24h von LeMans durchhalten...

Soweit zu dem Thema.

BG
Hebi


Und dann kommen beim Bauen immer noch die diversen Stör-Gedanken: Tongue
SOL-Expert-M700L - Weil der Motor so schön klein ist und die Nennspannung so niedrig, kommt schon zwangsweise ein neue Idee:
   
Frage: Wenn man beispielsweise zwei Motoren (für den Allrad-Audi von Walter Röhrl) - in Reihe verkabelt, werden aus den 2x4V für die Fahrregelung doch 8V?
Das könnte dann tendenziell (nach meinen o.a. Vergleichen) bei denselben Motoren dann sogar ohne Widerstand in der Regler-Charakterristik gehen?
(Der hier noch zu breite weiße Bund der Tyco-Original-Hinterachse lässt sich nochum einiges verschmälern)
"... beim Beschleunigen müssen die Tränen der Ergriffenheit waagerecht zum Ohr abfließen"   Walter Röhrl 
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#18
Moin Hebi,

die Lösung mit dem Zwischenwiderstand hört sich gut an Smile .

(25-04-2025, 17:04)Hebi schrieb: Frage: Wenn man beispielsweise zwei Motoren (für den Allrad-Audi von Walter Röhrl) - in Reihe verkabelt, werden aus den 2x4V für die Fahrregelung doch 8V?
Das könnte dann tendenziell (nach meinen o.a. Vergleichen) bei denselben Motoren dann sogar ohne Widerstand in der Regler-Charakterristik gehen?
Die Herausforderung liegt m.E. darin, dass zwei Motoren selten gleich sind. Will heißen, sie drehen unterschiedlich schnell. Käme auf einen Versuch an.
ciao michaelo
... und wer zuletzt aufgibt gewinnt.
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#19
(26-04-2025, 19:39)mos schrieb: Moin Hebi,
Die Herausforderung liegt m.E. darin, dass zwei Motoren selten gleich sind. Will heißen, sie drehen unterschiedlich schnell. Käme auf einen Versuch an.

Hallo Michaelo,

danke für die (indirekte) Bestätigung hinsichtlich des 8 Volt-"Doppel-Wumms"-Motors  Shy
Wenn ich dann irgendwann mal wieder mehr Zeit habe, gehe ich das Projekt vielleicht an. Steht jetzt zumindest schon mal auf meiner todo-Liste.

Hinsichtlich der verschiedenen Drehzahlen sehe ich überhaupt kein Problem. In meinem ersten Allrad-Projekt, ein VW-T3-Bulli (den es ja auch in 1:1 als Allrad gibt) hatte ich in einem Tomy-Turbo-Chassis einen Motor mit zwei Wellenenden eingesetzt. Der hat vorn wie hinten natürlich die gleiche Drehzahl, habe auch gleichgroße Ritzel und Kronenzahnräder eingesetzt, aber an der Vorderachse etwas kleinere Räder, also etwas weniger Umfangsgeschwindigkeit auf der Fahrbahn.
Von der Hinterachse kommt durch die größeren Räder mehr Vorwärtsbewegungs-Strecke pro Achsumdrehung.
Subjektiver Fahreindruck: Der Fahrbetrieb ist einwandfrei, nichts zu spüren, dass da irgendeine Disharmonie wäre.
       


Das deckt sich auch mit meinen früheren Erfahrungen mit Allradlern aus dem RC-Car-Bereich, wo wir ganz bewusst Übersetzungen gewählt haben, bei denen die Vorderrad-Umfangsgeschwindigkeit immer geringer war als die die an der Hinterachse. Denn die meiste Antriebspower (plus dem geringeren Schlupf) lässt sich nun mal an der Hinterachse umsetzen.

BG
Hebi
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#20
Ich würde das nicht so eng sehen und das mit den zwei Motoren testen. Klar sind zwei Motoren nie gleich aber wie viel das am Ende ausmacht bleibt nur zu testen.
Ich kenne dies zwar nicht aus Slotcars habe aber einige alte RC-Autos aus dem 80ern welche zwei Motoren besitzen. Diese haben Eine Motor-Getriebe-Einheit an der Front und eine im Heck. Diese werden einfach über eine doppeltes Kabel aus einem alten Fahrtregler gleichzeitig mit Strom versorgt. Das sind herkömmliche billige 380er und 390er Silberüchse-Motoren und bis dato habe ich noch keine Komplikationen beim Fahren bemerkt. Wenn's bei RC geht, warum soll es dann bei Slotcars nicht gehen. Smile
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