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Neue Tycobahn in Münster
#1
Hallo Jungs,

inspiriert durch die Tycobahn in Dülmen und die Jogobahn in Dortmund habe ich meine Tycoschienen gezählt, ergänzt und den Bau einer neuen Bahn angefangen. Diese soll transportabel, leicht, schnell aufzubauen, platzsparend, wartungsarm, einsetzerfreundlich, wagenschonend und natürlich renntauglich sein. In unregelmäßigen Abständen werde ich hier vom Bahnbau berichten. Vieles ist schon bekannt, vielleicht ist es trotzdem interessant, einen kompletten Neuaufbau zu verfolgen. Vielen Dank schon mal allen, deren Ideen ich hier einfach verbaue.

Die Bahn setzt sich aus drei einzelnen Tischen zusammen, die ich aus einer Lattenkonstruktion mit einer dünnen MDF-Platte gebaut habe. In die Ecken wurde als Verstärkung jeweils eine 25 mm Spanplatte geleimt/geschraubt, an welcher die günstigen schraubbaren Tischbeine vom schwedischen Möbelhaus montiert werden. Auf die MDF-Platte habe ich mit Holzleim eine 2mm-Korkschicht aufgetragen (wie in Dülmen), um möglichst eine Schallentkopplung der Schienen zu erreichen. Außenrum ist eine 10 cm hohe Bande, welche an der Innenseite noch mit einer Isomatte verkleidet wird.

Einige Schienen (die extra bemaßten) mussten längenmäßig angepasst werden, also Stromleiter rausgedrückt, die überflüssige Länge in der Mitte der Schienen herausgeschnitten, ebenso die Stromleiter gekürzt, Schienenendstücke wieder zusammengeklebt und die Stromleiter reingedrückt.

Die Schienen habe ich so weit es geht miteinander verlötet, dazu wurden die aus den Schienen hervorschauenden Kontaktstellen, die sich beim Tycosystem einfach plan aneinanderdrücken, blankgeschliffen, mit Löthonig eingeschmiert und mit einem kleinen Lötpunkt versehen. Danach wurden die Schienen zusammengesteckt, und von oben noch mal mit dem Lötkolben erhitzt, so dass die Stromleiter fest miteinander verbunden sind.

Vor dem Aufkleben der Schienen auf die Korkunterlage habe ich natürlich noch 2,5mm Pappplättchen (25x25mm) unter die Schienenübergänge geklebt, um ein versehentliches Herunterdrücken der Verbindungsnasen zu verhindern. Die Verbindungsnasen habe ich an den Segmentstößen abgeschnitten.

Aufgeklebt wurden die Schienen mit billigem Baumarktsilikon, fixiert habe ich sie dabei mit Nägeln, welche ich in die Nagellöcher geschlagen habe. Nach dem Abbinden des Silikons wurden diese wieder gezogen. Jetzt konnte ich die Schienenübergänge schleifen, da stört die werksseitige Beschriftung doch sehr.

Die Stromeinspeisung wird an vier Stellen im mittleren Segment vorgenommen, damit dürfte überall genug Saft ankommen.

Gruß aus Münster

Holger

 

[attachment=14419:Tycobahn neu 01.jpg]  [attachment=14414:Tycobahn neu 02.JPG]  [attachment=14415:Tycobahn neu 03.JPG]  [attachment=14416:Tycobahn neu 04.JPG]  [attachment=14417:Tycobahn neu 05.JPG]  [attachment=14418:Tycobahn neu 06.JPG]



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Der wahrhaft Weise muss ab und zu die gespannte Schärfe seines Geistes lockern - und eben das geschieht durch spielerisches Tun und Denken. (Thomas von Aquin)
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#2
Hallo Holger,

 

das sieht ja richtig klasse aus Big Grin .

 

Willst du wirklich nur das mittlere Segment elektrifizieren? Ich würde an deiner Stelle weiterhin so klasse arbeiten und den Außensegmenten auch die entsprechenden Anschlüsse gönnen  B)  .

ciao michaelo
... und wer zuletzt aufgibt gewinnt.
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#3
Ok, dann mache ich sicherheitshalber schon mal die Bohrungen an den Anschlussstellen, damit ich bei Bedarf später an der Unterseite die Verkabelung ergänzen kann.

Der wahrhaft Weise muss ab und zu die gespannte Schärfe seines Geistes lockern - und eben das geschieht durch spielerisches Tun und Denken. (Thomas von Aquin)
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#4
Ja, das ist ein sehr guter, wenn nicht sogar perfekter Kompromiss Smile .

ciao michaelo
... und wer zuletzt aufgibt gewinnt.
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#5
Heute war ich mal wieder im Bastelkeller. Nach dem Schleifen der Schienenübergänge wurden die Stoßfugen, Nagellöcher und alle Unebenheiten gespachtelt. Geplant ist auch, die v-förmigen Erweiterungen des Slots an den Übergängen gerade zu spachteln. Ich habe diese Erweiterungen im Verdacht, unter anderem für das Klack-Klack zuständig zu sein. Gerade in den Kurven wird der Stift an jedem Schienenübergang etwas nach außen gelenkt, sodass keine saubere Kurvenfahrt möglich ist.

Gruß aus Münster

Holger

[attachment=14483:Tycobahn neu 07.JPG]



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Der wahrhaft Weise muss ab und zu die gespannte Schärfe seines Geistes lockern - und eben das geschieht durch spielerisches Tun und Denken. (Thomas von Aquin)
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#6
Nach einem Jahr mal wieder ein Lebenszeichen von der Tycobahn in Münster. Folgende Arbeiten wurden ergänzt:
Auf den Rat von MOS habe ich in jedem Modul Stromeinspeisungen vorgesehen. Jetzt habe ich 8 Einspeisungen, verteilt auf 16 m Strecke. Das sollte reichen, zumal die Schienen ja auch noch miteinander verlötet sind.

Apropos verlötet: Die alten Tycoschienen, bei denen die Stromleiter noch flach nebeneinander gequetscht werden, lassen sich viel besser löten als die neueren oder die 15"-Kurven. Da scheint eine andere Sorte von Stahl verbaut zu sein. Wer also die Schienen miteinander verlöten möchte, sollte auf alte Tycos zurückgreifen.

Nach dem Verspachteln und Schleifen der Schienenübergänge wurde die Fuge zwischen den beiden Schienen mit Acryl ausgefüllt. So bleibt die Fuge minimal elastisch und das Acryl lässt sich prima überstreichen.

   

Danach kommt der zweimalige Lackauftrag mit Zwischenschliff. Ich habe mich für Dunkelgrau entschieden, a) weil es prima aussieht und b) weil es so hervorragend zu den dunkelgrauen Isomatten von Louis passt, die ich als Bande drumherum baue. Auch die äußere Verkleidung erhält diesen Farbton.

   

Mit einem scharfen Blechstreifen werden die Stromschienen wieder vom Lack befreit. Die Anschlüsse für die Regler sind auf beiden Seiten der Bahn eingebaut. Steht die Bahn frei im Raum, stehen die Fahrer auf der Seite mit der langen Geraden und die Einsetzer gegenüber. Steht die Bahn mit einer Seite an der Wand, müssen Fahrer und Einsetzer auf der kurvigen Seite stehen. Hier sieht man auch schon die Brücke mit Startampel (5x rot und 1x grün), Anzeige für die Kontaktauslösung der Lichtschranke jeweils in Spurfarbe, Anzeige für die Stromabschaltung in hellgelb und natürlich den IR-LED mit Fassung.

          

Der Bereich zwischen den Schienen wird mit 7 mm Sperrholz ausgelegt, welches auf die Korkmatte geleimt wird. Wo eine zusätzliche Bande benötigt wird, habe ich die Sperrholzplatten mit einem Schlitz versehen. Dort wird eine Bande aus durchsichtigem Gummi eingeklebt. Man sieht sie kaum, das finde ich gut. Die Gummistreifen stammen von den Durchfahrtüren von Kühlräumen, gibts günstig in der Bucht oder noch ganz viele Reste bei mir.

Die Verkabelung unter den Modulen habe ich komplett im 1,5er Querschnitt ausgeführt. Damit die Modulübergänge keine Engstelle für die kleinen eiligen Elektronen bilden, baue ich große Stecker aus Lüsterklemmen in Buchsen-/Steckerausführung.

   

Demnächst weitere Infos, hoffentlich von der Fertigstellung.

Gruß aus Münster
Holger
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#7
Moin
Saubere Arbeit bin gespannt wie es weitergeht.Gut Ding braucht halt eine Weile.

Torsten
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#8
(02-03-2015, 18:27)Münstermann schrieb: Nach einem Jahr mal wieder ein Lebenszeichen von der Tycobahn in Münster.

Wow, was ne Arbeit! Respekt!
Danke für den Tyco Hinweis. Jetzt weiß ich, warum
ich den Großteil meiner Schienen nicht löten kann!
Die Schienen sehen lackiert klasse aus!

Kommt da auch noch Deko drauf?
Häuser, Landschaft, Preiser Menschen??


Gruß
Ebi
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#9
Diese Bahn bleibt ohne Deko. Sie ist mehr so ein Möbelstück, dunkelgraue Fahrbahn oberflächenbündig in geschliffenes und geöltes Holz eingelassen. Sie soll ja vor allem transportabel und schnell aufzubauen sein.
Bei einem Festaufbau könnte ich mir natürlich durchaus eine rennbahnmäßige Deko mit Boxengasse, Tribüne, Leitplanken und Begrünung vorstellen. Das kommt dann bei der nächsten Bahn.
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#10
Tolle Arbeit, das sieht sehr edel aus.

Markus
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#11
  Wink  So "langsam" wird es für mich Zeit, Dich mal zu besuchen. Oder war das "heimsuchen"? Wink
Die Menschen hören nicht auf zu spielen, weil sie alt werden,
die Menschen werden alt, weil sie aufhören zu spielen.
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#12
So, jetzt sind die Platten schon mal mit Wachsöl behandelt. 2 mal dünn aufgetragen und ordentlich eingerieben. Das dient als Schutz der Holzoberfläche, falls der eine oder andere Fahrer/Einsetzer sein Fahrbier verschüttet. Durch die Behandlung kommt die Maserung des Holzes noch stärker hervor. Es fehlen noch die Silikonfugen zwischen Holz und Bahn sowie die Beklebung der Banden mit Streifen aus der guten Louis-Isomatte (hinten rechts auf der Werkbank).
Achtung: Spurmarkierung nicht vergessen!

Gruß
Holger

   
Der wahrhaft Weise muss ab und zu die gespannte Schärfe seines Geistes lockern - und eben das geschieht durch spielerisches Tun und Denken. (Thomas von Aquin)
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#13
fein fein

wegen dem Bier
ist die bahn nun für die kids in der schule, oder für die anderen grossen jungs???
und
so weiter machen


cu, DC
die welt braucht mehr Ver-Rückte

seht was die Normalen aus Ihr gemacht haben. DC
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#14
Nee, die Bahn in der Schule steht doch schon länger. Das ist eine vierspurige Carrera GO. Diese hier ist für den mobilen Einsatz in meinem Wohnzimmer, auf der Terrasse, gerne wieder beim Pfarrfest. Die Schulbahn ist für den Technikunterricht in der Hauptschule gedacht, diese hier passt prima in meinen Kofferraum. Und da dürfen kleine und große Jungs dran fahren.
Obwohl - wegen des Bieres - ich hatte die Carrer-GO-Bahn auch in Sperrholz eingelassen und dieses geölt, obwohl bei mir im Technikunterricht noch kein Bier genossen wird. Der Holzschutz schützt auch vor Grabbelfingern.
Holger
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#15
Und die großen Jungs in Münster warten schon auf Beides: Bahn und Bier.  Big Grin
Und natürlich verschütten wir kein Bier beim Fahren.  Angel
Und einsetzen muss bei unseren lahmen Cobras doch auch keiner mehr ...

In vollster Erwartung

Bernd
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#16
Sehr schön geworden!

Arne
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#17
für mich bitte noch eine Hitzefeste KaffeeBecher versiegelung
ansonsten superschön, cu, DC
die welt braucht mehr Ver-Rückte

seht was die Normalen aus Ihr gemacht haben. DC
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#18
Respekt, Super Bahn, ja da geht dann schmieds katze ab, wie ein geölter blitz, schnörgellos und Top Layout,
10 v.10 Punkten,
lg nedvin
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#19
Ist nicht verkehrt! So langsam wird es Zeit, mal wieder nach Münster zu fahren. Cool
Am Samstag war ich ja "fast schon" da. Da sind wir auf dem Weg zum Ashville-600 in Aschendorf ganz in der Nähe vom Holger gewesen. Jedenfalls sind wir sozusagen 2X an ihm vorbeigefahren.
Hans a D
Die Menschen hören nicht auf zu spielen, weil sie alt werden,
die Menschen werden alt, weil sie aufhören zu spielen.
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#20
So, jetzt dürfte sich am Finish nicht mehr viel ändern. Die Fugen sind mit Silikon in Holzfarbe versiegelt, die Bande ist mit Louis-Isomatten beklebt und die Markierungspfeile sind in den vermuteten Abflugstellen aufgebracht. 

         

Wie schon erwähnt - die Anschlüsse für die Fahrer gibt es auf beiden Seiten der Bahn, damit bin ich bei der Aufstellung flexibeler. Die Rohre an den Kopfenden der Bahn sind als Halterung für Monitore gedacht. Vielleicht hat man Zeit, während der Wagen die lange Gerade entlangjuckelt, einen Blick auf die Rundenzeit oder Position zu werfen.
Jetzt muss ich noch die Anschlussbox fertig stellen und evtl. einen kleinen Rollwagen für die Computertechnik bauen.
In den Osterferien ist endlich das erste Rollout angesagt. Hoffentlich.

Gruß
Holger
Der wahrhaft Weise muss ab und zu die gespannte Schärfe seines Geistes lockern - und eben das geschieht durch spielerisches Tun und Denken. (Thomas von Aquin)
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