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Pattex und der 300er
#1
Eine bedauernswerte Ruine ... 

der 300er der ersten Serie mit Pattexzerfressener Fensterkante, aufgeriebenem Innenraumbild, geköpftem Beifahrer und gammeligem Motor mit zerfledderten Schleifern ... .

Nun denn, gar nicht übel, dachte ich, und bestellte eine neue Scheibe. Der alte 300er ist ja bekanntlich breiter als die zweite Version. 

Erstmal der Motor. Das Übliche, Pertinaxplatte abradiert, das Selenplättchen ebenso, Kupfer poliert, Motor zerlegt, alles gesäubert vom Kohlenstaub und Kupferoxidation der Ankerbleche weggeputzt, neue Kohlen, neue Schleifer, alles sparsam geölt ... und sssssst. Immer wieder schön ... .

   

Nun die Karosserie. Gerissener Stutzen vorne versorgt, die Feingewindeschrauben waren völlig oxydiert, hinten erfreulicherweise kein Stutzenschaden. Innenraumpapierchen vorsichtig entfernt und dann ... Pattex. Braune Kanten um die Windschutzscheibe, das Verdeck und an der Tür vorn. Nun frisst sich das Zeug ja ein, man kann also nicht beliebig abhobeln ohne die Konturen zu verletzen. Im Bereich der Windschutzscheibe ist das besonders knifflig, da der Rand, der die Scheibe begrenzt, erhalten bleiben muss, um den korrekten Einbau der Neuen zu gewährleisten. Der Dentistenhobel hat es dann geschafft, mit wenig Substanzverlust, eine zeitraubende Prozedur. Dann die Karosserie und die bearbeiteten Stellen mit Acrylpolitur aufgearbeitet, soweit es ging. Ganz gut. 

   

   

Danach wollte ich ein neues Bild aufkleben - das natürlich zu klein war. Wir erinnern uns, der erste 300er ist ja breiter als der Nachfolger ... .Also das aufgesplissene verdreckte alte Bildchen, das im Ganzen abzubekommen war, einigermassen sauber radiert. Tipp: Nie mit buntem Radierer, der hinterlässt Farbe, ich griff zum Weissen und alles ward gut, wenn auch leicht verblichen. 

   

Nun sitzt die Windschutzscheibe im Original teils auf dem Papierchen auf, was wohl auch der Grund dafür war, das der Druck sich vom Trägerpapier gelöst hatte. Die zerflusten Teile konnte ich abschneiden, da ich die neue Scheibe direkt auf das Plastik der Karosserie kleben wollte. Den Rest der angegriffenen Abbildung hat der Bleistift gefärbt. 
Das Reproscheibenteil hat ja keine "Nasen", die in die Bohrlöcher einklinken könnten, also muss breitflächig geklebt werden, wobei ich die Basis der Seitenfenster und die Mitte der Scheibe mit Gummikleber versehen habe. Das hält, wenn man nicht allzu sehr dran zieht.

Last not least den Beifahrer bekopft und einen Fahrer spendiert. Bei Gebrauchtteilen müssen die alten Klebstoffreste von der Basis entfernt werden, dabei fällt der gesteckte Kopf ab - also Vorsicht. 

Endlich alles fertig für die Fahrt zur Villa ins Tessin ... . Rechts daneben der Nachfolger - mit verpappter Cadillacscheibe, blinder Karosserie ohne Glanz und oxydiertem Motor ... das Hobby bleibt anregend. 

   

Grüße
Ulrich
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#2
Guten Morgen,
das hast Du sehr schön geschrieben.
Das könnte bei mir nachhaltig ansteckend gewirkt haben.
Sollte mich auch mal wieder mit meinen Autos beschäftigen Shy
LG
Christoph
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#3
Danke, zur Nachahmung empfohlen! 

Leider scheint gerade die Sonne, für das Hobby sind 9 Grad und Nieselregen ideal. 

Habe trotzdem beide Karosserien fertig und auf die Reise in die Schweiz geschickt ... bei uns ist ja immer gutes Wetter ...  Big Grin

Grüße
Ulrich

   

... und der nächste "Geköpfte" steht bereit ... .

   
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#4
Ha, ha, immer wieder erbaulich Smile .
ciao michaelo
... und wer zuletzt aufgibt gewinnt.
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