Dieses Forum nutzt Cookies
Dieses Forum verwendet Cookies, um deine Login-Informationen zu speichern, wenn du registriert bist, und deinen letzten Besuch, wenn du es nicht bist. Cookies sind kleine Textdokumente, die auf deinem Computer gespeichert sind; Die von diesem Forum gesetzten Cookies düfen nur auf dieser Website verwendet werden und stellen kein Sicherheitsrisiko dar. Cookies auf diesem Forum speichern auch die spezifischen Themen, die du gelesen hast und wann du zum letzten Mal gelesen hast. Bitte bestätige, ob du diese Cookies akzeptierst oder ablehnst.

Ein Cookie wird in deinem Browser unabhängig von der Wahl gespeichert, um zu verhindern, dass dir diese Frage erneut gestellt wird. Du kannst deine Cookie-Einstellungen jederzeit über den Link in der Fußzeile ändern.

Themabewertung:
  • 0 Bewertung(en) - 0 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Ritzeljagd 2010 - Abschlussbericht
#2
Hier ist der Ritzel-Racer!



[attachment=9577:Ritzelracer_k.jpg]





Da nun der Bericht zum Rennen da ist, da muß ich ja nun meine Beschreibung dranhängen . . . .



Ich hätte mal jemand anderen gewinnen lassen sollen –

erst der Aufwand den Ritzel-Racer gut zum Laufen zu bringen und nun den Aufwand zu beschreiben warum er so gut läuft! [Bild: angry.gif]



Hier also meine Darstellung von ein paar Modifikationen von meinem Ritzel-Racer (aber sonst ist natürlich alles out-of–the-Box!).



Ich mache mal zwei Kapitel:





1. Chassis

- Tiefer legen

- Vorderachse

- Schleifer



2. Motor

- Anker

- Ankerlagerung

- Magnete



Vorbemerkung (ist eigentlich überflüssig): Am Ende entscheidet die richtige Kombination von Maßnahmen an Chassis und Motor ob das Teil dann auch gut fahrbar ist. Es reicht bei weitem nicht dem Chassis einen „heißen" Anker zu verpassen, da bekommt man die Kraft nicht auf die Piste. Auch mit solch einer Beschreibung gelingt es sicher nicht sofort, einen Super-Racer herzustellen, da braucht es sehr viel individuelle Feinarbeit.





1. Zum Chassis



So sieht das Chassis aus - also nichts besonderes . . .



[attachment=9578:Chassis oben_k.jpg]



Tieferlegen:



Das T-Jet Chassis liegt im Original recht hoch. In einem Beitrag bei H0slot.de habe ich schon vor einiger Zeit beschrieben, wie man die Hinterachse um genau einen Achsdurchmesser (=1,6mm) nach oben versetzt und dadurch das Chassis hinten deutlich niedriger liegt ( [url="http://forum.h0slot.de/forum/index.php?showtopic=1981&st=0&p=13853&hl=+tiefer%20+legen&fromsearch=1&#entry13853"]guckstdu[/url] ). Gleichzeitig mit dem Versatz der Achse wurde unten ein größeres Ritzel (welches sonst auf dem Anker sitzt) montiert, wodurch die Übersetzung deutlich verlängert wird. Als Kronrad wird auf der Hinterachse ein Kronrad von AFX eingesetzt, welches optimal zu dem geänderten Zahnrad passt.



Mit dem serienmäßigen Durchmesser der Hinterräder liegt das Chassis so optimal knapp über der Strecke. Daher kann man z.B. Vincent-Felgen von 4mm Breite mit den entsprechenden Reifen einsetzen.



[attachment=9579:Heckansicht_k.jpg]



Vorderachse:



Die Vorderachse hat unabhängig voneinander laufende schmale Al-Felgen (Modifikation von AJ's), deren Durchmesser etwas kleiner als serienmäßig ist. Zur Gewichtserhöhung sind die Abstandshalter aus dickem Messing ausgeführt, die ebenfalls locker auf der Achse drehbar sind.



Schleifer:



Um den höheren Strom gut übertragen zu können, wurden die Schleifer direkt mit den Metallkontakten des Chassis verbunden indem jeweils kurze Drahtstücke an den Schleifer und den passenden Leiter des Chassis gelötet wurden. Weiterhin ist der Andruck der Schleifer erhöht worden, indem die Schleiferfedern etwas gedehnt wurden.



[attachment=9580:Unterseite_k.jpg]







2) Motor



So sieht das Teil aus, wenn man es aufmacht:



[attachment=9581:Motor offen 1_k.jpg]





Anker:



- Wicklung:



Wer viel Motorleistung haben will, der muß auch viel Stromleistung abfordern können. Also muß ein Anker mit niedrigem Widerstand her, der dann höheren Strom ziehen kann. Aber …. Zu niedrig ist auch problematisch, da sonst die Schleifer zu schnell durch Funken verzundern und man dann schnell Kontaktprobleme hat. (Ich habe es auch schon geschafft, einen Schleifer an der Stromschiene anzuschweißen!)



Anker kaufen ist langweilig, außerdem weiß man nie was man wirklich erhält – also selber wickeln! Man findet auch ein paar Diskussionen und Hinweise z.B. hier ( [url="http://forum.h0slot.de/forum/index.php?showtopic=1289&st=0&p=7980&hl=+anker%20+wickel&fromsearch=1&#entry7980"]GuckstD[/url]u )



Hier ein paar Bemerkungen zum Wickeln eines Ankers:
  • Wichtig ist, daß der Widerstand auf allen Spulen des Ankers gleich ist. Dieses kann man am einfachsten dadurch erreichen, daß man die Länge des Drahtes zu Beginn zuschneidet und dann wickelt bis nichts mehr da ist.
  • Es muß ganz akkurat eine Drahtwindung eng an die andere gewickelt werden, eine Lage über die andere. Es sollte möglichst keine Überkreuzungen geben. Ich wickle daher alles unter einer großen Lupe und kontrolliere jede einzelne Windung.
  • Alle Spulen müssen in die gleiche Richtung gewickelt werden (welche ist egal). Achtung man muß von Beginn an klar markieren, welches Drahtende der Anfang und welches das Ende einer Spule ist! Nach der Wicklung der 3 Spulen muß nämlich das Drahtende der einen Spule jeweils mit dem Drahtanfang der nächsten Spule zusammen am Kollektor verlötet werden. Wenn es da Salat gibt dann funktioniert nichts!
Mein Ritzel-Racer hat einen Anker mit einem Widerstand von ca. 2,7Ohm (gemessen zwischen zwei Kollektorkontakten). Der Draht ist dünner Lackdraht (Spulenwickeldraht) wie er z.B. bei Conrad zu kaufen ist. Der Durchmesser ist so um die 0,1mm.



[attachment=9582:Ankerplatte_k.jpg]



Auswuchten:



Um hohe Drehzahlen zu erhalten muß der Anker unbedingt ausgewuchtet werden. Wegen der einfachen Durchführung setze ich immer das statische Auswuchten ein. Der Prozess und die einfachen Einrichtungen dafür wurden schon mehrfach an verschiedenen Stellen beschrieben. Zwei Schneiden (z.B. Rasierklingen) werden waagerecht und parallel zueinander in schmalem Abstand montiert. Die Achse des Ankers wird dazwischen auf die Schneiden gelegt. Man erkennt durch hin- und herrollen, ob eine Seite des Ankers schwerer ist und feilt dann z.B. das Metall des Ankers außen so lange ab, bis der Anker rund läuft.



Ankerlagerung:



Zur besseren Lagerung des Ankers wurden von mir in die Ankerplatte und das Chassis jeweils eine Messingbuchse eingesetzt. Die gibt es z.B. bei Umpfi ([url="http://www.slotbox.de/"]www.slotbox.de[/url]), ich habe aber auch noch einige). Die Buchsen wurden jeweils mit dem Kragen nach oben eingesetzt. Bei der Buchse für das Chassis wurde der Durchmesser des Kragens deutlich verkleinert, damit kein Kurzschluß zu den Kohlen entstehen kann. Vor dem Einsetzen wurden die Achslöcher mit dem Bohrer manuell erweitert und dann die Buchsen eingepresst.



Wenn der Anker das erste mal eingesetzt wird, muß überprüft werden, ob genug vertikales Spiel vorhanden ist, da der Kragen der unteren Buchse die innere Höhe etwas reduziert.



(Man kann die Messingbuchse kaum auf den Bildern erkennen, da dort natürlich Öl drauf ist und ich die Teile nicht extra für die Fotos gereinigt habe!)



Magnete:



Hier gilt wieder wer richtig Leistung will, muss Energie bereitstellen, was bedeutet richtig starke Magnete sind Pflicht.



Der Ritzel-Racer enthält modifizierte Nd-Magnete, bei denen ich die Form an den Flachankermotor und das T-Jet Chassis angepasst habe. Dabei wurden die Magnete an der dem Anker abgewandten Seite gerade gelassen, wodurch das T-Jet-Chassis etwas ausgearbeitet werden musste (siehe Bilder). Der Magnet hat die gleiche Höhe wie die Serienmagnete, ist aber außen noch etwas dicker. Ich habe dabei noch kleine Kupperstücke an die Außenseiten der Magnete angesetzt, damit der richtige Abstand zum Anker realisiert werden kann.



Der Effekt ist ein Doppelter: Zum Einen wird sehr viel Kraft für den Motor bereitgestellt und darüber hinaus ist die Kraft der Magnete so stark, dass sie bis zu den Stromleitern der Strecke durchgreifen und eine schwache Andruckkraft erzeugen.



[attachment=9583:Chassis frei 2_k.jpg]





Das wars im Wesentlichen. Viel Spaß beim Basteln . . . . . <img src='http://www.h0slot.de/public/style_emoticons/<#EMO_DIR#>/rolleyes.gif' class='bbc_emoticon' alt='Rolleyes' />



Ich hoffe es ist deutlich genug beschrieben und ich habe meine Pflicht damit erfüllt.



Gruß aus Berlin,

Joerg-R. [Bild: hi.gif]


Angehängte Dateien Thumbnail(s)
                       


.jpg   Heckansicht_k.jpg (Größe: 14,82 KB / Downloads: 45)
Zitieren


Nachrichten in diesem Thema
Ritzeljagd 2010 - Abschlussbericht - von JoergR - 24-12-2010, 21:35

Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste