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Zusatzeinspeisung + Chaostaste/Bahnabschaltung
#1
Moin,

da wir von einer 124er Carrera digital umsteigen ist noch ein Labornetzteil über, welches wir gerne an der kommenden 4-spurigen AFX Bahn nutzen wollen,
machen da Zusatzeinspeisungen wirklich Sinn?

Und wie kann man mit einfachen Mitteln eine Bahnabschaltung via 4x Chaostasten realisieren?
Mit der digitalen CU von Carrera weiß ich es und habe es auch erfolgreich umgebaut, aber analog ist jetzt Neuland für uns Confused 

Danke für Eure Hilfe Heart
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#2
An anderen Bahnen habe ich die Light&Time im Einsatz gesehen. Da kann man auch eine Stromabschaltung realisieren.
Bei mir läuft CockpitXP mit Abschaltung. Kostet beides Geld aber es funktioniert und man hat im Zweifel auch Unterstützung.
Wenn Du aber schon CXP im Einsatz hast fehlt dir ja evtl nur ein Upgrade / Sensoren und die Box mit den Relais?

https://www.light-and-time.de/
https://shop.cockpit-xp.de/

Es gab hier im Forum mal einen Beitrag zum löten an Plastikschienen.

Kurzform:
Nasses Handtuch auf den Tisch
Schiene verkehrt herum auf das Handtuch
Stromleiter anfeilen
Flussmittel drauf
und dann Kabel schnell und schmerzlos anlöten.

Danach halt Sternverteilung wie bei den Grossen.
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#3
Hallo Micha,

Ich will einmal versuchen, deine Frage nach einer Zusatzeinspeisung aus meiner Sicht zu beantworten.

Das geregelte Labornetzgerät stellt dir eine konstante Spannung zur Verfügung, unabhängig davon wie stark es belastet wird, d.h. egal welcher Strom fließt; an den Ausgangsklemmen des Netzgerätes hast du eine konstante Spannung.
Bei unseren Fahrbahnen sind die Stromschienen jedoch keine idealen Leiter, sobald durch diese ein Strom fließt, setzen die Stromschienen dem fließenden Strom einen Widerstand entgegen. Hinzu kommen Übergangswiderstände von einer Stromschiene zu nächsten. Diese beiden Widerstände addieren sich, ausgehend von der Einspeiseschiene, immer weiter auf und an jedem Widerstand fällt, abhängig von der Höhe des fließenden Stroms, eine geringe Spannung ab, sodaß du letztlich am Punkt der am weitesten von der Einspeiseschiene entfernt ist, die geringste Spannung zur Verfügung hast. Zwar sind die Widerstände gering und somit ist die daran abfallende Spannung ebenfalls gering, aber sie addieren sich von Schiene zu Schiene. Als Beispiel nehme ich einmal an, daß an jeder Schiene eine Spannung von 0,01 Volt abfällt. Nach 10 Schienen hast du dann insgesamt 0,1 Volt weniger zur Verfügung, das merkst du vermutlich nicht. Nach 100 Schienen sind es 1 Volt, die dir fehlen, das merkst du dann schon.

Die Auswirkung eines Spannungsabfalls an den Schienen wird eben durch eine Zusatzeinspeisung reduziert. Auch bleiben die Übergangswiderstände von Schiene zu Schiene nicht konstant, insbesondere, wenn man eine mögliche Korrosion berücksichtigt.

Abhängig von der Länge der Tracks und dem fließenden Strom macht eine Zusatzeinspeisung in meinen Augen durchaus Sinn. Bei Bedarf würde ich bei der Hälfte des Tracks eine zusätzliche Einspeisung vornehmen, dann wieder bei der nun neuen Hälfte usw.
 
Vier Chaostasten könnten beispielsweise in Reihe geschaltet werden, jede einzelne unterbricht dann den Strom vom Netzgerät zur Bahn.

Viele Grüße
finbar
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#4
(30-12-2024, 12:28)MicMac schrieb: An anderen Bahnen habe ich die Light&Time im Einsatz gesehen. Da kann man auch eine Stromabschaltung realisieren.
Bei mir läuft CockpitXP mit Abschaltung. Kostet beides Geld aber es funktioniert und man hat im Zweifel auch Unterstützung.
Wenn Du aber schon CXP im Einsatz hast fehlt dir ja evtl nur ein Upgrade / Sensoren und die Box mit den Relais?

https://www.light-and-time.de/
https://shop.cockpit-xp.de/

Es gab hier im Forum mal einen Beitrag zum löten an Plastikschienen.

Kurzform:
Nasses Handtuch auf den Tisch
Schiene verkehrt herum auf das Handtuch
Stromleiter anfeilen
Flussmittel drauf
und dann Kabel schnell und schmerzlos anlöten.

Danach halt Sternverteilung wie bei den Grossen.

Dankeschön für Deine Antwort, ich habe es fast "befürchtet" das es CXP oder eben Light&Time werden muss, das ist eben das schöne an Carrera Digital, bzw. SMARTRACE, das klappt ohne großen Aufwand, technisch, wie auch finanziell, da hat man nur die APP (plus Chaostaster, Verkabelung)

Der Tipp zum Löten auf/an Plastikschienen ist klasse, danke dafür.
P.S.: auch da war es wieder bei der C-Bahn einfacher, einfach aufgefächerte Letzen in die Leiter schieben, aber...es soll ja auch Bastelspaß bereiten das Hobby, daher scheue ich mich nicht vorm LÖten, das geht.

(30-12-2024, 13:01)finbar schrieb: Hallo Micha,

Ich will einmal versuchen, deine Frage nach einer Zusatzeinspeisung aus meiner Sicht zu beantworten.

Das geregelte Labornetzgerät stellt dir eine konstante Spannung zur Verfügung, unabhängig davon wie stark es belastet wird, d.h. egal welcher Strom fließt; an den Ausgangsklemmen des Netzgerätes hast du eine konstante Spannung.
Bei unseren Fahrbahnen sind die Stromschienen jedoch keine idealen Leiter, sobald durch diese ein Strom fließt, setzen die Stromschienen dem fließenden Strom einen Widerstand entgegen. Hinzu kommen Übergangswiderstände von einer Stromschiene zu nächsten. Diese beiden Widerstände addieren sich, ausgehend von der Einspeiseschiene, immer weiter auf und an jedem Widerstand fällt, abhängig von der Höhe des fließenden Stroms, eine geringe Spannung ab, sodaß du letztlich am Punkt der am weitesten von der Einspeiseschiene entfernt ist, die geringste Spannung zur Verfügung hast. Zwar sind die Widerstände gering und somit ist die daran abfallende Spannung ebenfalls gering, aber sie addieren sich von Schiene zu Schiene. Als Beispiel nehme ich einmal an, daß an jeder Schiene eine Spannung von 0,01 Volt abfällt. Nach 10 Schienen hast du dann insgesamt 0,1 Volt weniger zur Verfügung, das merkst du vermutlich nicht. Nach 100 Schienen sind es 1 Volt, die dir fehlen, das merkst du dann schon.

Die Auswirkung eines Spannungsabfalls an den Schienen wird eben durch eine Zusatzeinspeisung reduziert. Auch bleiben die Übergangswiderstände von Schiene zu Schiene nicht konstant, insbesondere, wenn man eine mögliche Korrosion berücksichtigt.

Abhängig von der Länge der Tracks und dem fließenden Strom macht eine Zusatzeinspeisung in meinen Augen durchaus Sinn. Bei Bedarf würde ich bei der Hälfte des Tracks eine zusätzliche Einspeisung vornehmen, dann wieder bei der nun neuen Hälfte usw.
 
Vier Chaostasten könnten beispielsweise in Reihe geschaltet werden, jede einzelne unterbricht dann den Strom vom Netzgerät zur Bahn.

Viele Grüße
finbar

Danke Dir für Deine ausführliche Darstellung, ja, genauso, also Übergangskontakte UND/oder mögliche leichte Korrosion, das hatte ich schon fast "befürchtet",
also, das Labornetzteil ist ja da, Kabel auch noch ewig lange Meter, daher folge ich Deinem Rat zu meiner Beruhigung und werde entsprechend alle paar Meter
einspeisen.

Nur wie ich dabei einfache Chaosschaltung einbaue, das weiß ich nicht??! Huh

Merci nochmal...
____________________________________
Liebe Grüße, Micha...
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#5
Hallo,

Die Chaosschaltung könnte vielleicht so aussehen:

                                                 Push Switch 1      Push Switch 2     Push Switch 3     Push Switch 4

+15V vom Netzgerät >---------------0___|___0---------0___|___0---------0___|___0--------0___|___0---------------> + 15V an Regler


Jeder Schalter unterbricht die Stromversorgung zur Bahn.

Viele Grüße
finbar
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#6
Okay, dann sollte solch ein Taster, der jetzt auf der Digitalbahn im Einsatz ist, ja funktionieren.

   

Dann fehlt nur die kurze Vorlaufpahse wenn es weitergeht, also der erneute Countdown, den liefert ja bei digital Smartrace,
hmmm, oder alle zählen gemeinsam von 3 runter und weiter geht´s Big Grin 

Danke für Deine Hilfe.
____________________________________
Liebe Grüße, Micha...
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