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Eigenbau-Chassis #3, schmal, für 67er Lotus
#1
Hallo Jungs,

nachdem ganz unverhofft in den letzten Wochen immer mal etwas Zeit frei geworden ist, konnte ich meine Ungeduld in Sachen 67er Lotus nicht mehr bändigen...
   
In diesem und in den weiteren Fotos: Nr. 4 ist das unveränderte Original-HW-Modell
Die hier noch weißen Teile des Chassis werden später noch unauffäliig mattschwarz lackert.

Das HW-Modell des Lotus hat einen Radstand von 45mm. Das ist mir zu groß. Gemäß unseren Maßstab 1:64 sollen es eher 38mm sein. Und mit viel Wohlwollen wären es bei 1:60 dann 40,2mm.
Nun ist das ja mit unserem "wilden und vogelfreien" H0-Maßstab, von Faller bis Microscalextric /Tyco, so eine Sache...
Am wichtigsten ist für mich immer noch, dass die Proportionen einigermaßen stimmig bleiben.

Also habe ich mir erst mal etliche Bilder vom Original angesehen und dabei festgestellt, dass die verchromte Motor-Atrappe des HW-Modells tendenziell zum restlichen Modell etwas lang aussieht. 
Habe mich dann dafür entschieden, an der sinnvollsten Motorstelle später 2mm herauszuschneiden und das dafür vorgesehene Chassis deshalb mit 43mm Radstand aufzubauen.

Mitentscheidend dafür, das Thema Lotus 49 überhaupt anzugehen, war zum einen natürlich mein Spass an dem kleinen, 7mm Sol-Motor und zum anderen der Beitrag von Nossy hier im Forum über den Umbau seiner Microscalextric-Fahrzeuge von Litzenschleifer auf dünne Federstahlblech-Schleifer.

Hier die ersten Bilder, 
Bau des Chassis #3 für den Lotus 49:
         
Die 1,5mm dicke Epoxy-Grundplatte ist an den beiden Stellen (wo der 0,1mm dicke Federstahlstreifen eingeschoben wird), jeweils in 3,5mm Breite um 0,2mm tief abgefräst. 
Die beidseitig darüber geklebten Achslagerböcke (für die Vorderachse) sind aus einem Baumarkt PVC-T-Profil, das ich entsprechend zugeschnitten habe. Das Profil bildet durch die T-Form nach unten gleichzeitig die seitliche Absicherung, damit die Schleifer nicht herausrutschen können. Die hier zu sehende Biege-Form des Schleifers ist noch nicht die Endgültige. Wichtig ist, dass der Schleifer in der Fahrzeughöhe so wenig Platz wie möglich beansprucht.

   
Um den Lotus, analog zum Vorbild, so flach wie möglich zu bekommen, habe ich aktuell eine Bodenfreiheit von 0,7mm (vorn) und 0,6mm (hinten). Das ist sehr eng und für eine einwandfreie Schleifer-Funktion schon eine Herausforderung. Bin (an)gespannt, ob das nachher ordentlich genug wird...

      
Ich versuche, wegen der Thementrennung zwischen Chassis und Karosserie hier im Forum, die Bauabschnitte entsprechend zuzuordnen, muss aber beim Bauen natürlich immer wieder auch in Sachen Karosserie parallel arbeiten, um jeden Arbeitsgang, wo nötig, miteinander abzustimmen.

   
Ganz links oben der gescheiterte Versuch, den 0,2mm Schlitz seitlich in die 1,5mm Chassis-Grundplatte zu fräsen. Das dünne Sägeblatt war einfach nicht seitenführungsstabil genug. Auch der Versuch mit 2 aneinander gespannten Sägeblättern, je 0,1mm, ist gescheitert.
Oben rechts meine optimierte kompakte Schleifereinheit mit den üblichen Druckfedern, die auch für das neue Bugatti 35-Modell von finbar/Grifo als Schleifer-Geometrie-Vorbild dient.
Darunter ein Blockmotor, wie er von seiner Baugröße in einigen Racingmodellen zu finden ist und hier nur als Größenvergleich dienen soll.

            
Der eingesetzte Motor, im Bild daneben das Motor-Bett und die Schließung der seitlichen Lücke zwischen Hinterachslagerbock und Karosserie.
Motorbefestigung in der Mulde mittels Teppichklebeband. 
Leider muss ich als nächstes die Mulde und die seitlichen Dreiecksleisten noch etwas nacharbeiten/tiefer machen, weil ich das nur 0,2mm dicke Klebeband vernachlässigt hatte. Aber diese 0,2mm mehr sind leider an Einbauhöhe schon zu viel für die kleine Verzahnung. Das Ritzel des Motors liegt nach dem Motor-Einkleben nicht mehr exakt in Höhe der Hinterachse und hakelt dadurch in der Verzahnung des Kronenrades.


   
Um den Fahrer möglicht tief ins Cockpit zu bekommen und dabei keine Einbauhöhe zu verschenken, habe ich entschieden, dass er Teil des Chassis werden muss. 
Damit bekommt er außerdem noch eine 2. Funktion. Er wird direkt auf dem Motor aufgeklebt und dient so zusätzlich in seinem engen Cockpit als Drehmomentstütze/Verdrehsicherung für den mit Teppichklebeband aufgeklebten Motor.
Und außerdem: Ein richtig guter Rennfahrer hat sein Gefühl für die Reaktionen seines Wagens ja sowieso nicht nur in den Händen und im Gasfuß, sondern ganz besonders im .......


   
So in etwa könnte er aussehen. Aber es ist noch ein langer Weg...

soweit erstmal für heute 
BG
Hebi
"... beim Beschleunigen müssen die Tränen der Ergriffenheit waagerecht zum Ohr abfließen"   Walter Röhrl 
  -  Wer später bremst, fährt länger schnell  -

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#2
Hallo,

Dazu fällt mir nur Loddar`s Signatur ein: Geht nicht, gibt`s nicht.

Viele Grüße
finbar
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#3
Lotus 49, heute die ersten Fahrversuche gemacht...

Hier der Rest vom Lotus F1-Chassisbau #3:

          
Unterseite, zur Fixierung reicht eine M2-Senkkopfschraube.
Zwei Mini Neo-Magnete (4x4x2mm) kurz vor der Hinterachse in Chassis-Bodenplatte eingepasst und verklebt. Die Fahrzeugabstimmung an der Hinterachse muss dann über den hinteren Reifendurchmesser geschehen.


          
Schleifer-Verkabelung, nur eingeklemmt (von vorne mittig mit 0,4mm in den Spalt gebohrt, abisolierten Teil des Kabels reingesteckt und den 0,1mm dicken Schleifer in den 0,2mm Spalt rein geschoben).
Chassis-Oberseite mattschwarz gesprüht.
Weil der schwarze Block an der Chassis-Vorderkante die vordere Karosserie innen genau fixiert, reicht die Einzelverschraubung. 
Edelstahl-Schleifer, 3mm breit, 0,1mm dick, am oberen Ende später noch gekürzt.


   
Innenansicht der Metall-Karosserie mit sehr stabilem, eingeklebtem PS-Befestigungsblock, sowie eingeklebter Stahldraht-Brücke zur Motoratrappen-Befestigung.


          
Aktueller, fahrfertiger Zwischenstand des Modells.
Hier auch die fertigen Lotus-Felgen (aus Tomy-Turbo-Felgen gefertigt) mit den schräg eingearbeiteten typischen Lotus-Innenfasen.


Was fehlt noch?
Der Motorblock und der Fahrer bekommen noch ihre Bemalung. Außerdem versuche ich im Motorbereich noch einiges an Aufhängungs- und Stabi-Details anzubauen, sowie irgendwie die seitlichen Auspuffkrümmer am Motor darzustellen.

Die Fahrzeug-Abstimmung und die restlichen Arbeiten bezüglich Karosserie-Fertigstellung laufen dann demnächst weiter in dem angefangenen Beitrag: 
Formel 1 / 67er Lotus  unter Karosserie & Resinmodelle...

Daten bezüglich Gesamtgewicht:
Lotus 49, trotz Metallkarosserie + Metall-Fahrer: 19,4g
Bugatti 35: 17,2g
zum Vergleich, Tyco 440x2-McLaren F1: 18,4g

Mein erster Eindruck hinsichtlich Fahrzeug-Geschwindigkeit ist, dass der Lotus mit dem gleichen Sol-Motor in der Beschleunigung nicht so spritzig ist wie der Bugatti 35. 
Das kann natürlich an der etwas längeren Übersetzung (kleineres Kronenzahnrad) liegen, was aber wiederum durch die kleineren Hinterräder in etwa egalisiert wird. 
Das die Motorleistungs-Streuung bei dem 5-poler so groß sein sollte, kann ich mir eigentlich nicht vorstellen.
Ich habe deshalb eher die Edelstahlschleifer im Verdacht.

Daher meine Frage an die "Spannungsverlust"-Experten hier im Forum: Kann das eine Rolle spielen? 
Ich kann mich an früher erinnern, dass bei den Edelstahlstromschienen an den Original-Carrerabahnen, je länger die Bahn war, umso eklatantere Spannungsverluste auftraten...

BG
Hebi
"... beim Beschleunigen müssen die Tränen der Ergriffenheit waagerecht zum Ohr abfließen"   Walter Röhrl 
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#4
Moin Hebi,

meine Recherche im Netz zu Verdrahtung und Material sagt: Ein Unterschied durch das Schleifermaterial ist in deinem Szenario unwahrscheinlich.

Wenn du den Motor ausschließen kannst, würde ich eher auf Verarbeitung oder Mechanik tippen.

(21-06-2025, 01:06)Hebi schrieb: Mein erster Eindruck hinsichtlich Fahrzeug-Geschwindigkeit ist, dass der Lotus mit dem gleichen Sol-Motor in der Beschleunigung nicht so spritzig ist wie der Bugatti 35. 
... Ich habe deshalb eher die Edelstahlschleifer im Verdacht.
Auch wenn sich die Leitfähigkeit zwischen Kupfer und Edelstahl etwa um den Faktor 60 unterscheidet, spielt der Spannungsabfall bei den Schleifern keine signifikante Rolle, da die Länge zu kurz ist. Der Spannungsabfall auf dem kurzen Stück und bei den sparsamen Motoren wird sich im Millivolt-Bereich bewegen.

(21-06-2025, 01:06)Hebi schrieb: Ich kann mich an früher erinnern, dass bei den Edelstahlstromschienen an den Original-Carrerabahnen, je länger die Bahn war, umso eklatantere Spannungsverluste auftraten...
Bei den Längen spielt der Spannungsabfall durch den Edelstahl dagegen eine größere Rolle, aber maßgeblicher sind m.E. die Schienenübergänge, weshalb man ja auch zu mehreren Einspeisungen rät.
ciao michaelo
... und wer zuletzt aufgibt gewinnt.
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#5
(21-06-2025, 11:09)mos schrieb: Auch wenn sich die Leitfähigkeit zwischen Kupfer und Edelstahl etwa um den Faktor 60 unterscheidet, spielt der Spannungsabfall bei den Schleifern keine signifikante Rolle, da die Länge zu kurz ist. 
Hallo Michaelo,
Interessante Info, das überrascht mich ja schon, dass die elektrische Leitfähigkeit von Edelstahl 60x! schlechter als von Kupfer ist. Aber du hast recht, bei den paar Millimetern Schleiferlänge dürfte das trotzdem keine Rolle spielen.

Bin aber auch aus anderen Gründen sowieso nicht zufrieden mit den 3mm Edelstahl-Schleifern.
Für meine Anlage sind die 3mm Auflagebreite - wegen der konstruktionsbedingt relativ langen und etwas labilen Ausführung - nicht kontaktsicher genug. Die klemmen sich leider in den ganz engen Kurven häufig seitlich neben den Stromschiene ein, was dazu führt, dass der Lotus unter Strom blockiert stehen bleibt, und der Motor in diesen Momenten jedesmal für Sekunden den durchgedrückten Fahrregler zu spüren bekommt. 
Durch dieses häufige Einklemmen wird der Motor, selbst durch die Epoxy-Grundplatte hindurch, sehr heiß! Natürlich überhaupt nicht gut!
Aber andererseits positiv, dass dieser kleine 5-poler ganz offensichtlich einiges an Belastung verträgt.  

Werde jetzt als nächstes irgendwas mit veränderten und breiteren Schleifern (zunächst aber erstmal noch mit der gleichen Schleiferbefestigung), versuchen.

BG
Hebi
"... beim Beschleunigen müssen die Tränen der Ergriffenheit waagerecht zum Ohr abfließen"   Walter Röhrl 
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#6
Hallo Hebi

Vielleicht kannst du die Schleifer blockade dadurch beheben das du die Schleifer so "verdrehst" das einmal die rechte untere Schleiferspitze und die linke obere Schleiferspitze auf der leiterbahn aufliegt!??
Geht nicht, gibts, nicht

Schöne Grüße
Lothar
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#7
(24-06-2025, 04:06)Loddar M schrieb: Hallo Hebi

Vielleicht kannst du die Schleifer blockade dadurch beheben das du die Schleifer so "verdrehst" das einmal die rechte untere Schleiferspitze und die linke obere Schleiferspitze auf der leiterbahn aufliegt!??

Hallo Lothar,

danke für den Tipp!  
Minimal verdrehen kann man den Schleifer schon, das macht aber ein neues Problem. Er bekommt dann in ungünstigen Kurven-Konstellationen teils gar keinen Kontakt (auch die Seitenkanten entgratet).
Mit solchen, ein wenig verschieden verbogenen Ausführungen hatte ich auch schon experimentiert, manche für den Moment brauchbar, aber leider ohne konstanten Erfolg. 
Dieser Edelstahl-Schleifer ist mit seinen nur 3mm Breite bei den Querkräften und hohen Kurvengeschwindigkeiten der Magneter in Verbindung mit den engen AFX-6Zoll-Kurven, einfach zu schmal. Ungünstig dazu kommt noch das minimale seitliche Spiel des eingesteckten oberen Schleiferendes, was bei den langen unteren Auflagestück zur Folge hat, dass es ein wenig seitlich aus der geraden Linie pendeln kann... 

Hier 2 Aufnahmen durch die Fahrbahn hindurch (enge AFX-6Zoll-Kurve, innerste Spur) der momentanen Situation, die Position des Führungsstiftes im Slot habe ich mit einem weißen Punkt markiert.
Dabei ist der Schleifer so eingestellt, dass er seinen Kontakt zur Stromschiene im optimalen Bereich auf Höhe des Führungsstiftes hat:

   
Kontakt gerade noch in Ordnung, Fahrtrichtung von rechts nach links.

   
Hier ist der kurveninnere Schleifer neben die Stromschiene gerutscht und hat sich verklemmt. Fahrtrichtung von links nach rechts.
(hätte man in jeder Kurve den optimalen Driftwinkel, bezogen auf die Vorderachse, gäbe es das Problem gar nicht erst Rolleyes )

Deshalb habe ich mich inzwischen frei gemacht von der Vorstellung einen der auf dem Markt erhältilichen Schleifer verwenden zu wollen und habe mir ein 0,1mm dickes Kupferblech bestellt. Das sollte sich mit einer guten Schere problemlos schneiden lassen.
Damit kann ich Versuche mit verschieden breiten Schleifern machen.

AFX hat übrigens vor einigen Jahren, vermutlich wegen dieser Engen-Kurven-Problematik, bei ihren Mega G+ Modellen von 4,5mm auf 6,2mm! Schleifer-Auflagebreite erhöht. Und zusätzlich die Scheiferseiten seitlich noch minimal hochgebogen um durch diese Rundung ein mögliches Einklemmen auszuschließen. So ist für die Mega-G Modelle ein Super Schleifer entstanden, der alles an Schienen-Geometrien perfekt verarbeiten kann. 
Zudem läßt das bei dieser Breite noch einiges an Spielraum zur Lage des Führungsstiftes (Fahrzeugabstimmung) offen, in Bezug auf die Schleiferauflage-Position.

Geradeaus und in weiten Kurven geht der Lotus inzwischen richtig gut. 
Was noch fehlt, ist ein besserer Schleifer für eine störungsfreie Kurvenfahrt mit konstanter Stromversorgung.
Und eine stärkere Bremse, um noch härter an die Kurven heranzufahren. Bremsen kann der kleine Motor einfach nicht in dem Maße wie die großen. 
Aber das kann man verbessern, wenn man das Gewicht reduziert, also die Metallkarosserie gegen eine leichte Resine-Version austauscht und ggf. etwas flüssigere Kurse fährt. 

BG
Hebi
"... beim Beschleunigen müssen die Tränen der Ergriffenheit waagerecht zum Ohr abfließen"   Walter Röhrl 
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#8
Hallo Hebi

Jou von links nach rechts fehlen 2mm Schleiferbreite
Wie wäre es mit nem Slide-Gide wie bei Tyco Pro??
Geht nicht, gibts, nicht

Schöne Grüße
Lothar
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#9
Auf die Gefahr hin, etwas in diesem spannenden Thema überlesen zu haben: Was spricht dagegen, den Führungsstift 2-4mm nach vorne zu setzen?
Viele Grüße 
Dominik 

****

„Wenn ich all das Geld zurückbekäme, das ich für Slotcars ausgegeben habe, würde ich… es vermutlich wieder für Slotcars ausgeben!“ (frei nach Nick Mason, Pink Floyd-Drummer und Autosammler)
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#10
(26-06-2025, 04:11)Loddar M schrieb: Jou von links nach rechts fehlen 2mm Schleiferbreite
Wie wäre es mit nem Slide-Gide wie bei Tyco Pro??

(26-06-2025, 11:57)Bon_Slott schrieb: Was spricht dagegen, den Führungsstift 2-4mm nach vorne zu setzen?
Hi ihr Beiden,

@ Lothar
Top! Die Slide-Gide Idee ist mir noch nicht gekommen... 
Die Schleiferproblematik wäre, zumindest hinsichtlich mittig über den Stromschienen positioniert bleiben, gelöst!
Geht aber leider mit dem Chassis in dieser Ausführung nicht mehr, ohne das die Fahrzeugnase vorne deutlich höher werden würde. Damit könnte ich die niedrige Lotus 49-Optik nicht mehr halten. Die aktuelle Bodenfreiheit liegt vorne z. Zt. bei nur 0,7mm.

Hätte ich von vornherein einen Slide-Gide mit eingeplant, hätte die Chassis-Grundplatte vorne eine höhere "Etage" gebraucht, um diese drehbare Schleifereinheit darunter zu realisieren. 
Weil die Karosserie aber besonders vorne so schmal ist, ist schwer zu sagen, ob ich das stabil genug hin bekommen hätte, ohne das die momentan so schön tiefliegende Lotus-Nase, nicht doch etwas zu hoch gekommen wäre...


@ Dominik
Ist nicht so ganz einfach zu beantworten, weil ein paar (zu viele) Faktoren da reinspielen... 

Der Führungsstift sollte optimalerweise immer nahe der Mitte der kompletten Schleiferauflagefläche liegen (von der Fahrzeugseite auf das Modell gesehen). Das ist hier auch der Fall, zumindest dann, wenn die Schleifer entsprechend genau gebogen sind. 
Von der Fahrzeugfront ausgehend, wird der Schleifer erstmal nach unten zur Stromschiene geführt, ehe es überhaupt zu Kontakt kommt.
Nach etwa 5-6mm kommt es dann zum Kontakt bis zum Ende des langen Schleifers. 

ABER, meine Bahn ist nicht topffeben
1. Wegen der Übergänge in Steigungen/Gefälle + einzelne eingestreute Steilkurensegmente (teils genutzt als Übergang in eine Steigung) ist auf meiner Anlage die ständige volle Auflage des Schleifers gar nicht immer möglich. 
Dazu kommt noch, dass sich Höhenveränderungen im Fahrbahnniveau besonders in den Kurvenstücken einfach und realitätsnah einbauen lassen. Und das habe ich bei meiner Anlage in reichlichem Maße gemacht.
2. Außerdem, durch das wiederholte rumprobieren und durch Abflüge kommt es immer mal dazu, dass die Schleifer-Einstellung nicht mehr ganz stimmt. 
3. Die Fahrdynamik mit Querbeanspruchung an den starren, in sich selbstfedernden Schleifern (weil flachste Schleifer-Bauweise) tut auch noch das Ihrige, dass sich die Scheifer-Einstellung ein wenig verändern kann.
4. Das System mit dem ins Chassis eingeschobenen oberen Schleiferende hat natürlich auch ein paar Zehntelmillimeter seitliches Spiel, sodass der Schleife an seinem hinteren Auflageende etwas nach links oder rechts "wedeln" kann. Das ist im ungünstigsten Fall eine weitere Quelle von Kontaktstörungen.
5. Die 3mm Breite der Edelstahlschleifer ist einfach zu gering. Auch das Federverhalten der ist leider (für meine Bahn) etwas zu hart/gering.
6. Die Fotos zeigen nur eine zufällige Schleiferstellung-Konstellation. Je nach Kurve oder nach engen Schikanen sieht das Verklemmen der Schleifer wieder ein wenig anders aus.

Bei all dem würde ein verlagern des Führungsstiftes im Grunde die Probleme nur verschieben, aber nicht lösen.
____________________________________

Alternativ habe ich ein flaches Tyco-Testoval (ca. 2,10 x 0,47m) mit beidseitigen Steilkurven aufgebaut. 
Da läuft der Lotus mit viel Speed einwandfrei!!! 


Im Moment schiebe ich wegen der Schleifer-Problematik etwas Frust, die Lust am Weiterbau des Lotus ist gerade auf dem Tiefpunkt, zumal mir heute auch noch der schöne 5-polige Sol-Motor (4V) eingegangen ist.
In Reihenfolge:
- Nach dem heutigen Testen (wiederholte Schleiferklemmer) wurde der Motor wieder sehr heiß.
- Danach nochmal den Motor mit Getriebe und Hinterachse auf meinem Chassis-Teststand mit neuer Messingschwungmasse geprüft: bei 15 Volt, 11000 Umdr/Min an der Hinterachse (Motor ca. 34500 Umdr/Min), Temperatur gering.
- Dann noch etliche Highspeed-Runden (bei ebenfalls 15V) durchs Testoval. Das wars dann leider! 
Die Geraden gingen voll, die Steilkurven fast. Ich vermute, dass die ständige Vollgas-Beschleunigung aus den Steilkuven heraus ihn wahrscheinlich gekillt hat. Die Fahrzeugmasse mit der Teil-Metallkarosserie selber zu anzutreiben, dazu die Haftmagnete um das Modell auf der Bahn zu behalten, plus 2x pro Runde erneut zu beschleunigen ist halt was anderes als eine Rolle eines Prüfstandes anzutreiben, wo nur am Anfang 1x hoch beschleunigt wird. 
Schade, der Kleine war mir schon ziemlich ans Heart gewachsen... 
Da hat der Prophet Michaelo doch recht gehabt!!!

Die nächsten Schritte:
- Ich habe noch einen 30K-Motor. Der ist etwas anders in der Bauform, 6mm flach. Dafür muss ich erstmal die Mulde im Chassis zuspachteln, damit das Motorritzel genau auf die Hinterachshöhe kommt.
- Dann kommt demnächst das 0,1mm Kupferblech. Daraus werde ich richtig breite Schleifer schnitzen, die dann weniger Länge haben müssen. Außerdem erhoffe ich mir von dem Kupferblech ein weicheres Federverhalten als von den harten Edelstahlschleifern.
-Und ich hoffe, das es mir gelingt, den kleinen, 7mm runden 5-Poler vorsichtig zu öffnen, ohne das er zu sehr beschädigt wird. Bin echt gespannt, wie "groß" der Anker, bzw. die Magneten sind.

BG
Hebi
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#11
Hebi bitte weiter machen!
Das Thema ist zu spannend! Bevor ich dich mit dummen Vorschlägen nerve erkläre mir doch bitte wie du auf einer 0,8 mm Welle ein 1,6 mm Ritzel fest bekommst? Kanüle aufschieben und Lasern?
Hast du den Motor schon offen? Kann man das Gehäuse an den Stirnseiten mit Belüftungsöffnungen versehen? Ggf vor das Ritzel einen Lüfter stecken? Vorn kann die Luft durch den Bugeinlass eingesaugt werden und der Lüfter drückt es durch die Motorattrappe erwärmt aus, wie im echten Leben!
kann man das Karo-Gehäuse als Kühlkörper nutzten?
Sollte eine andere Bodenplatte notwendig werden, diese evt aus Pertinax oder anderem kupferkaschierten Material herstellen um die Motorverbindung daran festzulöten. Das ergibt breitere Klemmflächen für die Stromabnehmer. Deren Aufbau finde ich genial. Leichter als abfräsen ist unterlegen mit definierter Stärke, die Lage der Achsbohrung ist dann zu berichtigen. 

Bei meiner Strecke haben die Stöße mich solange geärgert bis ich den Versatz zwischen alten und neuen Schienen mit Cutterklingen weggekratzt habe. Zum Schluß, sechs inch bedeuten 15cm Durchmesser oder Radius?
Nichts ist so schlecht, daß nichts Gutes daraus werden kann!
Lutz
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#12
Hallo an alle Tüftler und Konstrukteure.

Eigentlich wollte ich mich in das Thema Lotus nicht einmischen, da mir im Moment einfach die Zeit fehlt, mit kleinen Autos zu spielen.
Das gilt im Übrigen auch für den Bugatti, den ich vor ein paar Tagen aus der Phase des  Lüftungsschlitzzeichnens in die Schleiferplanung geschoben habe.

@Hebi
Ich bewundere ja schon länger deine vielen Ideen und die Ausdauer, mit der Du deine Projekte verwirklichst.
Wenn ich da an das Chaparral-Projekt denke...

Beim Lotus habe ich allerdings den Eindruck, man könnte die eine oder andere Sache etwas vereinfachen.
Zumindest bei der vorderen Radaufhängung und den Schleifern gibt es doch bereits ganz gut funktionierende Lösungen.
Die Bodenplatte bringt im vorderen Bereich mit ganz wenigen Ergänzungen alle Voraussetzungen mit, eine Aufhängung der Schleifer wie bei den AFX Mega G + Fahrzeugen zu realisieren.

Die Vorderachse vom Bostella Chassis  ist fast identisch mit den Mega G+ Vorderachsen.
Ich könnte mir gut vorstellen, dass eine vergleichbare Konstruktion auch zum Lotus passen würde.

Wegen der Optik könnte die hintere Aufhängung der Schleifer zur Unterseite des Chassis verlegt werden.



[Bild: RIMG0991.jpg]

[Bild: RIMG0992.jpg]

[Bild: RIMG0993.jpg]
Grifo

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#13
(28-06-2025, 15:10)drusus.lucius schrieb: 1) erkläre mir doch bitte wie du auf einer 0,8 mm Welle ein 1,6 mm Ritzel fest bekommst? 

2) Hast du den Motor schon offen? Kann man das Gehäuse an den Stirnseiten mit Belüftungsöffnungen versehen? Ggf vor das Ritzel einen Lüfter stecken? Vorn kann die Luft durch den Bugeinlass eingesaugt werden und der Lüfter drückt es durch die Motorattrappe erwärmt aus, wie im echten Leben!
kann man das Karo-Gehäuse als Kühlkörper nutzten?

3) Zum Schluß, sechs inch bedeuten 15cm Durchmesser oder Radius?
Lutz
Hallo Lutz,
Danke für deine Ideen und Vorschläge.
zu 1) wie kommst du an diese Maße? An dem Lotus-Chassis steckt ein 1mm- Ritzel auf einer 1mm Motorwelle.

zu 2) ja, ich habe den Motor vorhin geöffnet. Habe auch versucht, Fotos zu machen. Diese sind aber, weil das Ding so extrem mini ist, nicht genügend aussagefähig. Konnte beispielsweise nicht in das Motorgehäuse mit dem mittigen Magneten hinein leuchten und gleichzeitig hinein fotografieren. Geht immer nur das eine oder das andere.
Deshalb versuche ich mal eine Beschreibung: 
Tief im Innern sitzt, wie ein Bolzen ein runder Magnet, etwa 2/3 der Länge des Motors.
Zwischen diesem Magnet und dem runden 7mm Gehäuse dreht sich der sehr filigran gewickelte Kupfer-Rotor, der fast so lang wie das Gehäuse ist. An der zum Motorkopf zugewanden Seite ist ein Bund mit einem winzigen 5 poligen, (nur 1,2mm dicken!) Kollektor mit der 1mm Motorwelle.
Diese filigrane Hitec-Wicklung ist aufgebaut wie ein Mini-Röhrchen, außen 6mm, innen 5mm Durchmesser, plus durchgehende 1mm Achse.
Das ganze System ist so winzig und dabei so vollgepackt, da kann man keine Lüftungsbohrungen machen, es würde auch keine Luft durchziehen können.
Und bei der kleinen Ritzel-Modulgröße muss der Motor sehr exakt (wegen der Hinterachse mit Kronrad) auf dem Chassis sitzen, eine genaue Verbindung zu der abnehmbare Karosserie zu Kühlzwecken ist nicht machbar.

zu 3)  6 Inch/Zoll sind 15,2cm und sind der Außenradius der Fahrbahn. Der Innenradius ist 3 Zoll, 7,6cm. 
Dann sind die Spurradien, also im Slot, innen 9,8cm und außen 13,1cm.


(29-06-2025, 16:53)Grifo schrieb: ... bei der vorderen Radaufhängung und den Schleifern gibt es doch bereits ganz gut funktionierende Lösungen.
Die Bodenplatte bringt im vorderen Bereich mit ganz wenigen Ergänzungen alle Voraussetzungen mit, eine Aufhängung der Schleifer wie bei den AFX Mega G + Fahrzeugen zu realisieren.

Wegen der Optik könnte die hintere Aufhängung der Schleifer zur Unterseite des Chassis verlegt werden.
Hallo Grifo,
das ist ein sehr schönes Chassis was du da gebaut hast!
Kannst du bitte noch ein Foto von unten zeigen und beschreiben wie die hintere Befestigung des Schleifers arbeitet? Bewegliche Lagerung oder starr mit dem Motor verlötet (Federfunktion über die Eigenelastizität des Kupferbleches)?

Leider ist die sehr niedrige Lotus-Nase, die an der Stelle, wo die vorderen nach oben gebogenen (und beweglichen) Schleiferenden hochkommen würden, 
mit 12mm schon zu breit.
Eine Schleiferausführung der üblichen (guten) Bauart ist also leider nicht möglich. Die Problematik hatte ich auch beim Bugatti-Chassis schon mal beschrieben. Beim Stromleiterabstand von 14,5mm (Tomy AFX/Tyco) haben 4mm breite Schleifer einen Innenabstand von 10,5mm (und einen Außenabstand von 18,5mm) untereinander. Das sind nur die Nennwerte, dazu kommen noch die Toleleranzen in der Beweglichkeit nach innen und außen. 
4mm Schleiferbreite
ist meinen Erfahrungen nach das Mindestmaß, was ich gerade mit meiner derzeitigen 3mm Breite schmerzlich erfahre.

Selbst wenn man die Schleifer an der vorderen Führung konstuktiv noch etwas schmaler bekommen würde, wäre es auch in anderer Hinsicht nicht ideal. Weil sich im aktuellen Fall (mit der Metallkarosse), die Schleifer dann links und rechts an der tiefliegenden Nase des Lotus, den Lack durchscheuern und eine Kurzschluß bauen könnten. Schleifen an einer Resine-Karosserie wäre natürlich auch nicht schön für den Lack.

Der andere Gedanke meiner Schleifer-Überlegungen für den sehr niedrigen Lotus war, den Schleifer von vorne und von oben so unauffällig wie möglich zu bekommen. Und das er, so hoffe ich, hinter dem Vorderrad nicht mehr wesentlich zu sehen ist.

Plus der Reiz, eine weitere, sehr kompakte Schleifer-Variante zu bekommen, für Modelle mit ähnlichen optischen Zielstellungen/Anforderungen wie der 67er Lotus.

Im Moment setze ich meine Hoffnungen ganz den nächsten Schritt mit dem 0,1mm Kupferblech und auf sein Eigen-Federverhalten.

BG
Hebi
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#14
Moin

Das Chassis ist im Grunde wie ein AFX Mega G+ aufgebaut.

[Bild: RIMG1000.jpg]

[Bild: RIMG0995.jpg]
Grifo

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#15
Guten Abend Hebi
Die vermuteten Daten erklären sich im Prinzip ganz einfach:
Das Datenblatt von Sol Expert bezüglich des Motors sagt Durchmesser der Welle entweder 0,8 oder 1mm bei dem anderen 3,7 V Fünfpoler, Angebotspreise bei Abnahme von fünf.
0,8 ist der Innendurchmesser einer Kanüle. Die kann man Abhängen und aufkleben(Cave das Motorlager schützen) oder neue Idee Festlasern. Darauf das Ritzel ggf mit einem Liner befestigen. Mehr Schichten mehr Unwucht.
Die Maße des Ritzel stammen aus dem Ersatzteillager
Mir bekannte Bezugsquelle für kleine Zahnräder ist Le Mo Solar mit einem 1mm Ritzel im Modul 0.4(ja die Bastelei mit dem Faulhaber und der Tante Märklin) 
Frage: Hat die von dir genutzte Getriebeeinheit evt auch dieses Modul?

Schade das die Belüftung wohl nicht machbar ist, der Gedanke war den Aufbau umzudrehen, Motor und Achse in der Oberschale zu lagern und über das Gehäuse zusätzlich zu kühlen, Lüfter aus einer Schiffsschraube vor das Ritzel 

Damit entspricht dein Problem meinem bei meiner neuen Bergbahn, verschlimmert sogar da ich eine Kaskade von Faller Korbhenkelkurven eine Klamm hinauf führen möchte. Geländebau zum Schluß, Danke

Mein Kupferblech ist sehr weich und müsste unterstützt werden um als Schleifer genutzt werden zu können, hier ist Federbronze günstiger und haltbarer.
Frage: Was ist mit Messing    aus den Rahmen von Ätzteilen zur Detailierung von Modellen?
Die federfreie Schleiferaufnahme finde ich genial.
Gruß Lutz
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#16
Moin,
noch mal kurz.

Die Motorwelle von dem von Hebi verwendeten Motor (Sol Expert 700l) hat einen Durchmesser von 1 mm. Die Motorritzel der Melga G + haben eine Bohrung von ca. 1 mm. Der Modul der verwendeten Mega G + Zahnräder ist 0,4. Die Schleifer der Mega G + Chassis sind aus Bronze.
Grifo

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#17
Hallo,

@ Grifo
Danke für die zusätzlichen Fotos. 
Die bewegliche hintere Schleiferaufhängung mit den Motor-Anschlußblechen hast du sehr schön gemacht.

@ Lutz
Das Kupferblech, was ich jetzt bekommen habe, ist leider auch sehr weich. Jetzt habe ich zwar eine ausreichend breite Schleiferauflagefläche, der Lotus (jetzt mit dem langen K30-Motor), dreht auch schon seine Runden damit, aber das ganze Schleifersystem ist mir noch zu störungsanfällig.
Dazu werde ich mir noch weitere Überlegungen machen müssen.

Noch zum Kühlen des Motors: Der 7mm (runde) Motor wird so schnell so heiß, so schnell könnte man meinem Empfinden nach, diese Hitze-Spitzen selbst über ein optimal, formschlüssig aufgestüptes Kühlblech nicht abführen (wofür aber kein Platz wäre). 
Ihn durch die Karosserie zu kühlen wäre noch schwieriger, hätte man als Wärmeableit-Kontakt"fläche" zueinander ja nur eine einzige Linie zur Verfügung (eine Seite unter dem Fahrer) von ca.12mm Länge zu Verfügung. 
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Zu dem neuen Motor:
Aufgrund der etwas längeren Baugröße des K30-Motors musste ich an der Cockpit-Innenverkleidung noch etwas mehr ausfräsen, es geht da jetzt noch enger in der Karosse zu.
Worauf ich natürlich auch sehr gespannt war, war der Motor-Vergleich zu dem Expert-Sol-Motor M700L. 
Der K30 dreht (bei 15V) noch um einiges höher! Allerdings bei anscheinend weniger Drehmoment. Er kommt nämlich auf dem 2,1m Steilkurvenoval gar nicht erst nicht auf die gleich hohe Geschwindigkeit auf den Geraden wie der Sol-Motor. Seine Stärke liegt dann eher auf richtig langen Geraden und Kursen mit ausschließlich weiten Kurven.
Die Übersetzung, Hinterachs-Kronrad/Ritzel ist jeweils gleich, 22/7 Zähne. Hätte viel lieber mit 25/7 untersetzt, dass 25er Kronrad ist aber wegen der engen Motoratrappe und den kleinen Hinterrädern im Durchmesser zu groß.

Dar Lotos wiegt mit dem K30 jetzt auch etwas mehr, 21,5g ggü. 19,4g/Sol-Expert. Das ist fürs Beschleinigen natürlich auch nicht von Vorteil.
 
Es ist natürlich hart und eigentlich nicht fair, diese beiden, an sich tollen Motoren, in ein so relativ schweres Modell zu setzen. Deshalb wäre für beide Antriebe aus jetziger Sicht auf jeden Fall eine leichtere Resine-Karosserie von großem Vorteil.
Weniger Gesamtgewicht würde diesen Motoren auch beim Verzögern vor den Kurven helfen, wenngleich die beiden baugrößenbedingt logischerweise auf der Bremse einfach nicht mit den größeren Racing-Motoren mithalten können. 

Um den beiden Motoren auch ein langes und "schönes Motor-Leben" auf unserer Bahn zu geben, ist, das musste ich mittlerweile allein schon wegen der besseren Regelbarkeit einsehen, ein Vorwiderstand dringend nötig. 
In meinen Lotus 49 passt, wegen der stabilen Einschraubenbefestigung-Einbaustütze, nicht mal mehr ein solcher Widerstand rein. Die B-Lösung ist, den Vorwiderstand mittels Zwischenstecker dann zwischen Regler und Bahnanschluß stecken. 
Leider verschlimmert der Vorwiderstand die Bremsschwäche der Mini-Motoren noch, werden sie beim Bremsen nicht "voll" kurzgeschlossen, sondern um den Widerstandswert noch schwächer abgebremst! 

Lotus-Chassis-Zwischenfazit: 
Auch wenn noch viel Spielraum zum optmimieren da ist (leichte Resine-Karosserie, besseres Schleifersystem), es kann wegen der kleinen Motoren plus den bauartbedingten Brems-Schwächen des Motors niemals ein Top-Rennmodell werden, eines dass mit den bekannten Rennchassis richtig mithalten kann. Trotzdem kann solch ein Modell auf rund zu fahrenden Kursen, mit eher weiten Kurven Spass machen. Halt überall da, wo die Bremsen nicht so gefragt sind. 

BG
Hebi
"... beim Beschleunigen müssen die Tränen der Ergriffenheit waagerecht zum Ohr abfließen"   Walter Röhrl 
  -  Wer später bremst, fährt länger schnell  -

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#18
Moin Hebi,

ich lese natürlich immer noch interessiert mit Smile .

Zur Regelbarkeit des (Niedervolt-)Motors ist mir der Vorschlag von finbar mit der Stromquelle wieder eingefallen. Mit solch einer Schaltung könnte der Lotus - auch bei höherer Eingangsspannung - wesentlich besser fahrbar sein.

Wäre das nicht einen Versuch wert?
ciao michaelo
... und wer zuletzt aufgibt gewinnt.
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#19
Hallo Hebi, 

das Bremsproblem kannst du doch umgehen indem du den Zwischenstecker vor den Abgriff (also bei Rot) einsetzt. 

Grüße, Ralf (der weiter fasziniert mitliest...)
Grüße, Ralf
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#20
(01-07-2025, 16:27)mos schrieb: Zur Regelbarkeit des (Niedervolt-)Motors ist mir der Vorschlag von finbar mit der Stromquelle wieder eingefallen. Mit solch einer Schaltung könnte der Lotus - auch bei höherer Eingangsspannung - wesentlich besser fahrbar sein.
Wäre das nicht einen Versuch wert?
Hallo Michaelo,
wenn´s Sinn macht, klar. Müsste aber auch als Zwischen-Stecklösung am Regler hängen. In den Lotus selbst geht nichts mehr rein.
Wo finde ich den Vorschlag?

(01-07-2025, 17:28)viezy schrieb: das Bremsproblem kannst du doch umgehen indem du den Zwischenstecker vor den Abgriff (also bei Rot) einsetzt. 
Grüße, Ralf
Hallo Ralf,
hört sich interessant an! 
Dachte bisher (als in weiten Bereichen Elektrotechnik-Unkundiger), in einem geschlossenen Stromkreis ist das egal, wo der Widerstand sitzt...

Aber ich hatte ihn bisher ohnehin immer bei Rot eingesetzt, bringt mir also für den Moment keine Verbesserung. 
Habe dann mal versuchsweise das 15-Ohm Widerstandskabel an den anderen Eingang gehängt, da scheint die Bremswirkung wirklich schlechter zu sein.
Kannst du mir das vielleicht beschreiben oder/und skizzieren, warum das so ist?


Danke euch Beiden und viele Grüße
Hebi
"... beim Beschleunigen müssen die Tränen der Ergriffenheit waagerecht zum Ohr abfließen"   Walter Röhrl 
  -  Wer später bremst, fährt länger schnell  -

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