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Reparatur Plattenchassis Teil 1
#1
Nachdem die Stutzen der Karosserie wieder brauchbar sind, geht es nun ans Chassis. 

Gruselig verdreckt, war das Plastik nur zum Teil wieder sauber zu bekommen, Kohlenstaub und Öl haben sich schon ziemlich eingefressen, Kupferteile fast schwarz.

   

Die Reifen war nicht brauchbar, 3 verschiedene Arten. Korrekte "Scheibletten"-Reifen aus Altbestand vier Stunden in warmer Seifenlauge eingelegt, dann mit Gummipflege behandelt, 1 Stunde trocknen lassen. Perfekt, stramm aufzuziehen und biegsam. 

   

Nach Reinigung fast alles andere wieder brauchbar bis auf eine Felge und die zerschlissenen Schleifer.  

Es zeigt sich ein Längsriss im Lochhalter vorn sowohl vor als auch hinter der Bohrung. Hinten ein Riss von der Bohrung bis zum Zahnradausschnitt. Vorn habe ich den Riss gespreizt und mit Kleber gefüllt, den vorderen Bereich dann mit Gummiband fixiert.

     

   


Um dem Ganzen noch mehr Stabilität zu geben, habe ich dann den Führungsstift mit wieder lösbarem Gummikleber zusätzlich eingeklebt. Wenn dieser gewechselt werden muss, ist der Führungsstift mit flachem Schraubendreher abhebelbar. Hinten war nichts zu spreizen, da der Riss nicht nach aussen durchging, also habe ich eine Messing-Unterlegscheibe von unten aufgeklebt, 4mm bei 2mm Bohrung, 0,25mm dick.

   

P3 Chassis und der 220er, das schreit nach den originalen Felgen mit Stern, die aber nicht immer verbaut waren, hier waren auch nur einfache drauf. Da eine Felge nicht zu retten ist, habe ich Reproersatz montiert. Steht dem Auto gut, diese Teile sind matt lackiert, die Originale plastikgrau. Diese Repros passen perfekt zum Modell, dessen Chromteile ja auch mit "Silberbronze" gestaltet sind.

   

Dann noch die große Motorinspektion mit neuen Kohlen und Säuberung des Kollektors mittels Alkohol und Wattestäbchen - und fertig. 

Hochzeit und zur Feier des Tages ein neues Schächtelchen.

   

   

   



Hört sich einfach an, dauerte 4 Stunden. Einzelheiten erspare ich euch dieses Mal. Aber ich lern ja gerne dazu. 

Grüße
Ulrich

P.S. Nochmal der restaurierte, neuwertig aussehende Reifen mit neuer Felge - einfach schön:

   
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#2
wenn ich auch nicht direkt an einer ähnlichen Restauration beschäftigt bin, es waren ein paar hilfreiche Tipps für mich als Neuling dabei.
z.B.
.......... lösbarem Gummiklebe
.......... Seifenlauge eingelegt, dann mit Gummipflege
Wer weiß was ich bei einer ausführlichen Erklärung noch alles gelernt hätte, von daher bitte ausführlich !!!

Sieht klasse aus der Mercedes
bis  dann
Hermann


*alles wird gut, wenn nicht sogar besser*
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#3
ich weis auch noch was ...
reifen einfach neu kaufen , spart zeit und macht echt sinn .
kosta fast gar nix und fahren wieder wie hölle
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#4
Sven, das ist natürlich richtig.

Aber das ist eine andere Philosophie. Ich bin da der Originalitätserhalter, soweit es eben geht. Ich freu mich mehr über einen mühsam restaurierten originalen Reifen als über einen Satz Neue für ein paar Euro.

Selbstverständlich sehe ich das aber nicht kategorisch, sonst würde ich ja keine "Repro"-Felgen akzeptieren.

Suum quique - jedem das Seine. Über das Thema "Supern" und "Customizing" werden wir sicher auch noch reden. Vielleicht kommen wir dann ein bisschen näher zusammen. Derzeit baue ich erstmal die Originalität nach respektive versuche sie zu erhalten, soweit das geht. Eins nach dem andern. Ohne Kenntnis der Geschichte kann man die Neuzeit eben nur schlecht beurteilen.

Grüße
Ulrich
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#5
Danke, schöner Bericht. :-)
Gruß Jürgen




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#6
Könnte man die Schraubstutzen nicht etwas kürzen, oder passt dann der Motor nicht mehr unter die Karosserie?
Ich finde das Auto sieht etwas hochbeinig aus. Ansonsten ist es aber immer gut, so viele Originalteile wie möglich zu erhalten.
Bei den Reifen finde ich das nicht so wichtig, da man ja nicht weiß, ob überhaupt noch originale Reifen aufgezogen sind.
Grifo

Abschaffung von Straßenausbaubeiträgen in NRW

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#7
Moin,
tatsächlich war der MB 220 so hochbeinig, die Stutzen des Glaseinsatzes drücken sich auf dem Motor ab!
Bei intakten Modell wäre es schade, diese tiefer zu legen! Aber mit Flachanker bekommt man den richtig tief!

Viele Grüße
Mario
Magnete sind nur dafür da, dass der Motor dreht.......................
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#8
Denken wir an die originale "Afrika"-Ausführung des wirklichen 220 S. War auch hier zu bestellen. 15 statt 13 Zoll-Felgen, stärkere Federn ... dann passt es wieder!

Grüße
Ulrich
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#9
Hallo Ulrich,

immer wieder spannend und erhellend, deine Berichte.

Den Trick mit dem fixierten Führungsstift kenne ich aus der der Rennszene. Wenn der Stift fixiert ist, kann man die Schrauben lockern. Dadurch kann die Karosserie auf dem Chassis Ausgleichsbewegungen machen, die das Fahrverhaltebn verbessern sollen. Sieht sogar im Verkehrsbetrieb autentisch aus - insbesondere auf Kreuzugen und Weichen Smile .
ciao michaelo
... und wer zuletzt aufgibt gewinnt.
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